Finale im Mai: ESC 2027 findet überraschend in Burgas statt

Siegerin Dara aus Bulgarien mit dem Titel «Bangaranga» jubelt mit der Trophäe im Finale des 70. Eurovision Song Contest (ESC) in der Wiener Stadthalle.
picture alliance/dpa, Jens BüttnerNach dem Sieg von Bulgarien beim diesjährigen Eurovision Song Contest steht nun auch der Austragungsort für den nächsten Wettbewerb fest. Der ESC 2027 findet in Burgas statt. Das teilten die Europäische Rundfunkunion (EBU) und der bulgarische öffentlich-rechtliche Sender BNT am Donnerstagvormittag mit.
Damit ist auch die Frage geklärt, ob die bulgarische Hauptstadt Sofia den Eurovision Song Contest im kommenden Jahr ausrichten wird. Lange war offen gewesen, welche Stadt den Zuschlag erhält. Neben Sofia hatten sich auch Plowdiw, Warna und Burgas um die Austragung beworben.
ESC 2027: Burgas macht das Rennen
Für Bulgarien war in diesem Jahr Sängerin Dara mit ihrem Song „Bangaranga“ beim Eurovision Song Contest in Wien angetreten. Sie setzte sich gegen die internationale Konkurrenz durch und holte den Wettbewerb damit nach Bulgarien.
Nun wird der ESC 2027 an der bulgarischen Schwarzmeerküste ausgetragen. Das Finale ist für den 15. Mai 2027 geplant.
Austragungsort soll eine Arena in Burgas werden, die rund 12.000 Zuschauerinnen und Zuschauer fasst. Für größere Konzerte kann die 2023 eröffnete Arena sogar auf eine Kapazität von bis zu 15.000 Menschen erweitert werden.
Für die Stadt ist die Entscheidung ein großer Erfolg – und für viele ESC-Fans dürfte Burgas eine ungewöhnliche Wahl sein. Denn als Favoritin galt lange Zeit die Hauptstadt Sofia.
Warum findet der ESC 2027 in Burgas statt?
Burgas ist mit rund 200.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Bulgariens und gilt als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Südostens des Landes. Die Hafenstadt liegt rund 360 Kilometer östlich von Sofia.
Dass nicht die Hauptstadt den Zuschlag erhält, kommt durchaus überraschend. Auch Plowdiw und Warna hatten Interesse an der Austragung gezeigt. Warna ist dabei besonders eng mit dem diesjährigen ESC-Sieg verbunden: Die Stadt ist die Heimat von Sängerin Dara.
Am Ende fiel die Entscheidung jedoch zugunsten von Burgas.
ESC vor Schwarzmeer-Kulisse
Für den Eurovision Song Contest bietet Burgas eine besondere Kulisse. Die Stadt liegt direkt am Schwarzen Meer und ist vor allem bei Urlaubern beliebt.
Ein Wahrzeichen der Stadt ist der sogenannte Meeresgarten, der sich rund fünf Kilometer entlang des Strandes erstreckt. Von dort haben Besucher einen weiten Blick über die Bucht von Burgas und die Schwarzmeerküste.
Auch die Umgebung ist für Touristen attraktiv. Badeorte wie der Sonnenstrand, bulgarisch Slantschew Brjag, gelten als bekannte Partyhochburg des Landes.
Für die ESC-Fans könnte Burgas damit eine ganz andere Atmosphäre bieten als eine klassische Hauptstadt. Statt Großstadtflair erwartet die Besucher im Mai 2027 eine Arena unweit der Schwarzmeerküste.
Gute Anbindung für internationale ESC-Fans
Auch bei der Anreise dürfte Burgas eine wichtige Rolle spielen. Der Flughafen der Stadt ist nach dem Flughafen Sofia der meistfrequentierte Airport Bulgariens.
Damit stehen für internationale Besucher gute Voraussetzungen bereit, um zum Eurovision Song Contest 2027 zu reisen.
Fest steht schon jetzt: Der ESC 2027 wird ein Wettbewerb mit Meerblick. Nachdem Bulgarien mit Dara den Sieg geholt hat, richtet sich der Blick nun auf Burgas. Dort wird am 15. Mai 2027 entschieden, welches Land den Eurovision Song Contest als Nächstes gewinnt.
Quelle: dpa
