Rückruf
: Gefährliche Bakterien in Geruchsentferner

Auf keinen Fall verwenden: In zwei beliebten Haustierprodukten des Herstellers Ardap Care wurde ein tückischer Krankheitserreger nachgewiesen.
Von
Michael Maier
Stuttgart
Eine Katze sitzt in einem Katzenklo: ARCHIV - Oben ohne und mit niedriger Einstiegshöhe - es braucht nicht viel fürs perfekte Katzenklo (zu dpa: «Gutes Geschäft: Katzentoiletten sollten nicht zu klein sein») Foto: Ina Fassbender/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Gefahr auf dem Katzenklo: Pseudomonaden bergen ein Riisko für Wundinfektionen, Kleinkinder und immungeschwächte Personen.

Ina Fassbender/dpa-mag/dpa
  • Ardap Care ruft zwei Bactador-Produkte wegen Pseudomonas aeruginosa zurück.
  • Betroffen sind: Geruchsentferner Spray 750 ml (Art.-Nr. 250165, EAN 4019181501653).
  • Ebenfalls betroffen: Katzen-Urin Geruchsentferner 500 ml (Art.-Nr. 250168, EAN 4019181501684).
  • Chargen: 3861A, 4063A sowie 3664A – Verkauf bundesweit im Fach- und Onlinehandel.
  • Nicht verwenden und zurückgeben oder verschlossen entsorgen, bei Beschwerden ärztlichen Rat einholen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Ardap Care GmbH aus Bocholt ruft zwei Produkte ihrer Bactador-Reihe zurück: den „Bactador Geruchsentferner Spray“ sowie den „Bactador Katzen-Urin Geruchsentferner“. In bestimmten Chargen beider Produkte wurde das Bakterium Pseudomonas aeruginosa nachgewiesen, das unter Umständen die Gesundheit ernsthaft gefährden kann.

Beide Produkte gelangten über den Fach- und Onlinehandel in den Verkauf und waren bundesweit erhältlich. Folgende Artikel, Chargen und Kennzeichnungen sind betroffen:

  • Bactador Geruchsentferner Spray, 750 Milliliter
    Art.-Nr. 250165, EAN 4019181501653
    Chargennummern: 3861A und 4063A
  • Bactador Katzen-Urin Geruchsentferner, 500 Milliliter
    Art.-Nr. 250168, EAN 4019181501684
    Chargennummer: 3664A
  • Hersteller/Inverkehrbringer: Ardap Care GmbH, Franzstraße 95, 46395 Bocholt

Achtung Katzenhalter – betroffene Bundesländer

Die Produkte wurden in folgenden Bundesländern vertrieben:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Gefahr für offene Wunden und Immungeschwächte

In den betroffenen Chargen wurde das Bakterium Pseudomonas aeruginosa festgestellt. Dieser Keim kommt in der Umwelt weitverbreitet vor und ist für gesunde Menschen in der Regel wenig gefährlich – bei direktem Kontakt mit empfindlichen Körperstellen kann er jedoch ernste Infektionen auslösen. Gelangt das Produkt oder sein Sprühnebel in die Augen, in offene Wunden oder in die Atemwege, kann dies laut Hersteller und Behörden zu einer Gesundheitsgefährdung führen. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Kleinkinder, ältere Personen sowie Personen mit vorbestehenden Atemwegserkrankungen.

Eines der beiden betroffenen Produkte.

Eines der beiden betroffenen Produkte.

lebensmittelwarnung.de

Was Verbraucher jetzt tun sollten

Wer eines der betroffenen Produkte mit den genannten Chargennummern zu Hause hat, sollte es nicht mehr verwenden. Das Produkt kann dort zurückgegeben werden, wo es gekauft wurde – entweder gegen Erstattung des Kaufpreises oder gegen ein kostenloses Ersatzprodukt. Wer keinen Zugang zur Verkaufsstelle hat, kann die Flasche verschlossen über den Hausmüll entsorgen und anschließend den Kassenbon beim Händler einreichen, um den Kaufpreis zurückzufordern. Bei Beschwerden nach dem Kontakt mit dem Produkt – insbesondere Augenreizungen, Atemwegsproblemen oder Wundinfektionen – sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.