Weniger Nachwuchs in Deutschland
: Geburtenrate sinkt auf 1,32 Kinder pro Frau

Frauen in Deutschland bringen im Schnitt weniger Kinder zur Welt. Bei der Geburtenrate zeigt sich auch ein Unterschied zwischen den Bundesländern.
Von
red/dpa
Wiesbaden
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Eine Kinderkrankenschwester wickelt ein Neugeborenes nach dem Wiegen auf der Neugeborenenstation im DRK-Krankenhaus Chemnitz. (zu dpa: «Geburtenrate sinkt auf 1,32 Kinder pro Frau»)

Hendrik Schmidt/dpa
  • Geburtenrate in Deutschland sinkt: Im vergangenen Jahr lag sie bei 1,32 Kindern je Frau.
  • Das sind 2,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor – nur Mitte der 1990er war sie niedriger.
  • Niedrigste Rate in Sachsen mit 1,16, höchste in Niedersachsen mit 1,38.
  • Westliche Länder liegen vor den östlichen: 1,34 zu 1,22, Spitzenwert Ost ist Brandenburg mit 1,30.
  • Deutsche Frauen bei 1,20, ausländische bei 1,78; beide Gruppen verzeichnen Rückgänge.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die durchschnittliche Zahl der Kinder, die Frauen pro Person in Deutschland zur Welt bringen, ist erneut gesunken. Der als Geburtenrate bezeichnete Wert betrug vergangenes Jahr 1,32, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das sind demnach 2,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Noch niedriger sei die Geburtenrate Mitte der 1990er Jahre mit einem Tiefstwert von 1,24 Kindern je Frau gewesen. „Die damals Geborenen bilden die derzeit relativ kleine Generation potenzieller Eltern“, erklärten die Statistiker. Wie das Bundesamt bereits zuvor bekanntgab, war die Zahl der Geburten 2025 infolge dieser Entwicklung auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit gesunken - und zwar auf 654.241 Babys.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Laut den Daten gibt es auch Unterschiede zwischen den Bundesländern: Die niedrigste zusammengefasste Geburtenziffer - so der statistische Begriff - wurde vergangenes Jahr mit 1,16 Kindern je Frau in Sachsen errechnet, die höchste mit 1,38 in Niedersachsen. Niedersachsen ist der Statistik zufolge bereits seit 2018 das Land mit der höchsten Geburtenhäufigkeit, hieß es. Allerdings sank auch hier die Geburtenziffer zum ersten Mal seit 16 Jahren unter 1,40.

Und wie steht es zwischen Ost und West? „Die Geburtenhäufigkeit in den östlichen Flächenländern war mit 1,22 Kindern je Frau geringer als in den westlichen Bundesländern mit 1,34 Kindern je Frau“, hieß es. Am höchsten in Ostdeutschland war die Geburtenrate in Brandenburg (1,30).

Rückgang sowohl bei deutschen als auch bei ausländischen Frauen

Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit betrug die Geburtenrate 1,20 Kinder - ein ähnlich niedriger Wert wurde den Angaben zufolge zuletzt vor knapp 30 Jahren im Jahr 1996 gemessen, als eine Frau im Schnitt 1,22 Kinder bekam. Im Vorjahresvergleich ging die Geburtenrate um 2,8 Prozent zurück.

Bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit lag die Geburtenrate bei 1,78 Kindern, das entspricht einem Minus von 3,3 Prozent. „Die Geburtenhäufigkeit der ausländischen Frauen geht seit 2017 mit Ausnahme des Jahres 2021 kontinuierlich zurück“, erklärte das Bundesamt.