Alpinunfall
: Todessturz bei der Göppinger Hütte in Vorarlberg

Beim Abstieg von der Göppinger Hütte im Lechquellengebirge fiel ein 64-jähriger deutscher Wanderer rund 70 Meter in die Tiefe.
Von
Michael Maier
Lech
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Die Göppinger Hütte auf dem Gamsboden zwischen dem Lechtal und dem Großen Walsertal ist klimatechnisch auf dem neuesten Stand. Bei der CO-Bilanz verzeichnet sie dennoch einige Emissionen. Bis 2030 will der DAV klimaneutral werden.

Die Göppinger Hütte auf dem Gamsboden zwischen dem Lechtal und dem Großen Walsertal.

Privat/Betz
  • Ein 64-jähriger Deutscher stürzte beim Abstieg von der Göppinger Hütte tödlich ab.
  • Der Unfall passierte im Lechquellengebirge beim Weg Richtung Butzensee im Gebiet Lech.
  • Er fiel rund 70 Meter über einen steilen, felsdurchsetzten Hang – zwei Begleiter sahen es.
  • Der Notarzthubschrauber „Gallus 1“ kam rasch, doch der Arzt konnte nur den Tod feststellen.
  • Laut Polizei gibt es keinen Hinweis auf Fremdverschulden; der Abstieg gilt als anspruchsvoll.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die sommerliche Bergwelt Vorarlbergs wird von einem schweren Unfall überschattet. Bei einer Wanderung im Lechquellengebirge verunglückte ein 64-jähriger deutscher Staatsangehöriger am Donnerstag tödlich. Der tragische Vorfall ereignete sich beim Abstieg von der Göppinger Hütte in Richtung des Butzensees im Gemeindegebiet von Lech. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Vorarlberg war der 64-jährige Mann gemeinsam mit zwei Begleitern im hochalpinen Gelände unterwegs. Die Dreiergruppe hatte die auf 2.245 Metern Höhe gelegene Göppinger Hütte verlassen und befand sich auf dem Abstieg in Richtung des tiefer gelegenen Butzensees.

Während des Abstiegs verlor der Mann aus bislang ungeklärter Ursache den Halt und stürzte rund 70 Meter über einen steilen, felsdurchsetzten Hang ab. Seine beiden Begleiter mussten das Unglück mitansehen.

Rettungsversuch mit Hubschrauber

Unmittelbar nach dem Absturz reagierten die Begleiter des Verunglückten umgehend und setzten einen Notruf ab. Die Rettungsleitstelle alarmierte daraufhin die Besatzung des Notarzthubschraubers „Gallus 1“, die rasch an der Unfallstelle eintraf.

Göppinger Hütte der Alpenvereins-Sektion Hohenstaufen auf dem Gamsboden hoch über Lech am Arlberg.

Göppinger Hütte der Alpenvereins-Sektion Hohenstaufen auf dem Gamsboden hoch über Lech am Arlberg.

Harald Betz

Aufgrund der Schwere der Sturzverletzungen konnte der Notarzt jedoch nur noch den Tod des 64-Jährigen feststellen. Die Landespolizeidirektion Vorarlberg betonte in einer ersten Stellungnahme, dass es keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt; es handele sich um ein tragisches Unfallgeschehen im alpinen Gelände.

Abstieg von Göppinger Hütte ist nicht ohne

Die auf dem Hochplateau Gamsboden gelegene Göppinger Hütte ist ein bekannter Stützpunkt für Touren im Lechquellengebirge, jedoch ausschließlich zu Fuß erreichbar und erfordert alpine Erfahrung. Sie wird von der Sektion Hohenstaufen des Deutschen Alpenvereins (DAV) unterhalten. Der tragische Unfall zeigt einmal mehr, wie risikoreich insbesondere der Abstieg im alpinen Gelände sein kann. Nach Angaben alpiner Rettungsdienste ereignen sich viele schwere Unfälle in der Abstiegsphase, wenn Ermüdung, nachlassende Konzentration oder rutschiger Untergrund wie Geröll die Trittsicherheit beeinträchtigen.