STZ+STZ+Große Architektur von Martin Elsaesser
: Der Baumeister der Stuttgarter Markthalle

Gaisburger Kirche,Wagenburgschule und Markthalle in Stuttgart, Stadtplanungsprojekte in Frankfurt, eine Bank in Ankara: Was Stadtplaner und Architekten von dem Baumeister Martin Elsaesser lernen könnten.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
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  • Martin Elsaesser wird für seine Kirchenbauten gerühmt – und natürlich für die Markthalle in Stuttgart. Der 1884 in Tübingen geborene und 1957 in Stuttgart gestorbene Baumeister hat außerdem neben Bauhaus-Architekten wie Mart Stam an großen Stadtplanungsprojekten mitgewirkt, bedeutende Bauten in Frankfurt und Ankara geschaffen.

    Imago/Arnulf Hettrich
  • Der Architekt Martin Elsaesser, hier beim Boccia-Spiel, wurde 1884 in Tübingen geboren, er starb 1957 in Stuttgart.

    Martin-Elsaesser-Stiftung
  • Die Lutherkirche In Baden-Baden ist Martin Elsaessers erstes Bauwerk, entworfen 1905, im letzten Jahr seines Studiums, 1907 eingeweiht. Da war der Architekt gerade mal 23 Jahre alt.

    imago/ifeelstock
  • Auch den Wettbewerb um den Bau der Gaisburger Kirche im Stuttgarter Osten gewann Martin Elsaesser, der Sakralbau wurde 1913 fertig. Hier eine Postkarte von der damals noch deutlich weniger befahrenen Talstraße aus gesehen.

    Archiv
  • Die Stuttgarter Markthalle wurde von 1912 und 1914 gebaut. In diesem Architektur-Wettbewerb hatte sich der aufstrebende Architekt Martin Elsaesser gegen seinen Chef, den Architekten (und Stuttgarter Bahnhofsbauer) Paul Bonatz, durchgesetzt. Bonatz wurde nur zweiter Sieger.

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  • Die Stuttgarter Markthalle auf der Dorotheenstraße. Die Wandbilder zeigen Marktfrauen, Bauern, Winzer, Jäger und den Heiligen Christophorus, sie wurden von den Künstlern Franz Heinrich Gref und Gustav Rümelin geschaffen. Die Fassadenplastik stammt von Josef Zeitler.

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  • Die Markthalle gilt als bedeutendes Gebäude der beginnenden Moderne. Der Bau nimmt Elemente aus den Gebäuden der Umgebung auf, zum Beispiel den Turm vom Alten Schloss.

    Imago/Arnulf Hettrich
  • Den Zweiten Weltkrieg hat die Markthalle (schwer beschädigt) überlebt, aber beinahe nicht die Abrisslust der Menschen im Nachkriegs-Stuttgart. Anfang der 1970er sollte die Halle abgerissen werden, Proteste der Stuttgarter Bürgerschaft verhinderten das. Seit 1974 steht die Markthalle unter Denkmalschutz . . .

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  • . . . und die Verkaufsstände sowie die Architektur sind ein Highlight jeder Stadtführung.

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  • Kein Touristenmagnet, aber auch eine wichtige Einrichtung – eine Trutzburg der Bildung ist die im Jahr 1914 eröffnete Wagenburgschule in Stuttgart, erbaut von Martin Elsaesser.

    Martin-Elsaesser-Stiftung
  • 1925 zog der Architekt Martin Elsaesser mit seiner Familie nach Frankfurt am Main, wo er neben dem Architekten Ernst May das Städtebauprojekt „Das Neue Frankfurt“ leitete. Er entwarf zahlreiche öffentliche Gebäude – und ein Privathaus für sich selbst, hier das Haus Höhenblick von der Gartenseite aus.

    Martin-Elsaesser-Stiftung
  • Im Stil der Neuen Sachlichkeit nach Plänen von Martin Elsaesser erbaut wurde die Heil- und Nervenklinik in Frankfurt am Main. Bei den Eröffnungsreden 1930 gab es viel Lob, von Architekturkennern ebenso wie von dem Klinikleiter.

    Martin-Elsaesser-Stiftung
  • Anfang der 1930er Jahre war Martin Elsaesser auf der Höhe seines Ruhms – bis die Nationalsozialisten an die Macht kamen. In der NS-Zeit baute der Architekt kaum etwas. 1934 bis 1938 immerhin entstand die Sümer-Bank in Ankara, Türkei. Nach dem Krieg war Elsaesser mit Aufbauarbeiten beschäftigt und erhielt eine Professur in München.

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