Hurrikan Polo aktuell: Wirbelsturm nimmt erneut Kurs auf Mexiko - Karte zeigt Lage und Stärke

Einige Küstengebiete von mexiko haben die Ausläufer von Hurrikan Polo bereits zu spüren bekommen.
ENRIQUE CASTRO/afpEin Hurrikan mit dem Namen „Polo“ bewegt sich aktuell vor der Pazifikküste. Laut den Vorhersagen der US-Wetterwarte soll er Anfang der kommenden Woche auf Land treffen.
Stärke und Kurs von Hurrikan Polo - mit Karte
Der Wirbelsturm hatte sich bereits am Montagmorgen gebildet und schon am Dienstag die höchste Kategorie 5 erreicht. Schwankungen in der Windstärke sind laut US-Hurrikanzentrum (NHC) zu erwarten. Mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 240 Kilometern pro Stunde und noch stärkeren Böen befand sich „Polo“ am Mittwoch rund 255 Kilometer südlich des Urlaubsorts Zihuatanejo. Der Sturm wird sich nach Angaben des NHC in den nächsten Tagen langsam über das Meer und entlang der Küste bewegen. In Küstengebieten fällt der Schulunterricht teils aus, einige Häfen wie Acapulco bleiben geschlossen, wie die zuständigen Behörden mitteilten. An den Stränden signalisieren rote Flaggen ein Badeverbot. Der mexikanische Wetterdienst rechnet damit, dass örtlicher Starkregen Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen könnte.
Aktuelle Prognosen des US‑Hurrikan-Zentrums zeigen, dass Polo am Montag oder Dienstag der kommenden Woche wieder auf Land treffen könnte. Betroffen wäre dann als Erstes die mexikanische Halbinsel Baja California. Diese Karte zeigt die prognostizierte Route von Hurrikan Polo:
Klimaphänomen El Niño prägt aktuelle Hurrikansaison
Die Hurrikansaison beginnt im Pazifik am 15. Mai, im Atlantik am 1. Juni - und endet jeweils am 30. November. Anders als im Pazifik hat sich im Atlantik in diesem Jahr bisher kein Hurrikan gebildet - so ruhig war die Saison dort seit Jahrzehnten nicht mehr. Grund ist laut der US-Klimabehörde (Noaa) das diesmal besonders stark ausgeprägte Klimaphänomen El Niño. Dieses sorgt derzeit für höhere Temperaturen im Pazifik und macht Tropenstürme in diesem Jahr besonders wahrscheinlich. Meteorologen rechnen deshalb mit überdurchschnittlich vielen Stürmen.
