Interview mit Promiwirt Herbert Seckler
: „Sylt ist wie Medizin“

Ein Schwabe auf Sylt: Herbert Seckler spricht über seine Wurzeln, wahren Reichtum, wilde Gerüchte und sein Leben als Promiwirt in den Dünen bei Rantum.
Von
Martin Tschepe
Stuttgart
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  • Herbert Seckler vor seiner Kultkneipe in den Dünen.

    dpa
  • Kein weißer Sand, sondern Schneeberge in Hörnum auf Sylt.

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  • Hörnums Hafen ist vereist.

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  • Ebbe und Flut hinterlassen ihre Spuren.

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  • Das Seeklima wird vom Golfstrom beeinflusst.

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  • Sylt ist Deutschlands größte Nordseeinsel.

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  • Hörnum ist die südlichste Ortschaft der Insel Sylt – und wird auch „Sylts sonniger Süden“ genannt.

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  • Muschelfischer bereiten sich auf die kommende Saison vor.

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  • Hörnum liegt nur etwa vier Meter über dem Meeresspielgel.

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Herr Seckler, Sie sind in Wasseralfingen bei Aalen aufgewachsen, leben aber seit 1974 auf Sylt. Haben Sie manchmal Heimweh?

Sonst nichts? Linsen mit Spätzle? Trollinger? Die Verwandtschaft?

Fühlen Sie sich als Sylter?

Und Ihre vier Kinder?

Beschreiben Sie Ihre Beziehung zu Sylt!

Wie wirkt diese Medizin?

Verlassen Sie die Insel überhaupt noch?

Vermutlich nutzen Sie die Gelegenheit, wenn Sie in Untertürkheim sind: Sie haben offenbar einen guten Draht zu Mercedes, über Ihrem Lokal wehen Fahnen mit dem Stern.

Die Marke Mercedes passt jedenfalls in diese Umgebung: Sylt gilt als Hort der Reichen.

Spüren Sie die Finanzkrise?

Sie bewirten viele gut betuchte Menschen, die von manchem Alt-Sylter dafür verantwortlich gemacht werden, dass sich Otto Normalverbraucher auf der Insel nicht einmal mehr eine Einzimmerwohnung leisten kann. Bei Ihnen gehen die Bohlens und die Netzers ein und aus, die jeden Betrag auf den Tisch legen können, wenn sie eine bestimmte Immobilie haben wollen.

Manche müssen auf dem Festland wohnen.

Auch die kleinen, lange vergessenen Inseldörfer, etwa Ihr Wohnort Rantum oder das von Ihnen erwähnte Hörnum, erleben seit ein paar Jahren einen Boom. Vielerorts wurden und werden ehrgeizige Immobilienprojekte aus dem Boden gestampft. Ist dieses Sylt noch Ihr Sylt von vor fast 40 Jahren?

Als Sie vor fast vier Jahrzehnten auf Sylt angekommen sind: Hatten Sie damals den Plan, reich zu werden und Promis zu bewirten?

Heißt es eigentlich das oder die Sansibar?

Verraten Sie Ihr Erfolgsrezept?

Sie vertreiben über Stores exklusive Kleidung, sündhaft teuren Wein und vieles mehr. Ist die Marke Sansibar wie ein Sechser im Lotto?

Der „Spiegel“ hat geschrieben, Ihre Geschäftsidee laute: Bescheidenheit und Demut. Bloß nicht besser sein wollen als die Kundschaft. Stimmt das?

Kommen viele Schwaben in Ihr Lokal?

Suchen die schwäbischen Gäste das Gespräch mit dem Ex-Älbler Seckler?

Wer war der interessanteste Gast? Ich tippe auf Gunter Sachs.

Welche Typen würden Sie am liebsten aus Ihrem Lokal werfen?

Es gibt aber ungeliebte Gäste?

Spüren Sie manchmal Neid?

Vor ein paar Jahren hatten Sie den Plan, in Stuttgart ein zweites Sansibar zu eröffnen. Warum ist daraus nichts geworden?

Ein zweites Sansibar wird es nicht geben?

Schade. Käme wenigstens ein längerer Urlaub im Schwabenland infrage?

Denken Sie manchmal an den Ruhestand?