Italiens „Boss der Bosse“ Salvatore „Totò“ Riina ist mit 87 Jahren in einem Gefängniskrankehaus gestorben. Er gehörte mit Mafia-Bossen wie Al Capone, Lucky Luciano und John Gotti zu den berüchtigtsten Verbrechern der Kriminalgeschichte.
Mafiosi ohne Reue: Salvatore „Totò“ Riina wird auf diesem Foto vom 16. Januar 1996 zu einer Gerichtsverhandlung in Bologna gebracht.
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Salvatore „Totò“ Riina: Auf diesem Foto vom 4. März 1993 winkt der sizilianische Mafia-Boss Salvatore Riina nach seiner Verhaftung in Palermo seiner Familie zu.
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Joaquín Guzmán Loera: Der „El Chapo“ genannte Schwerverbrecher wurde 1954 im mexikanischen La Tuna geboren. Als Chef des Sinaloa-Kartells war er einer der meistgesuchten Drogenbosse in Mexiko und den USA. 1993 verhaftet gelang ihm 2001 die Flucht – angeblich, weil er dem damaligen mexikanischen Präsidenten Vicente Fox mit 20 Millionen Dollar bestochen haben soll. 2014 wurde er erneut festgenommen, konnte aber erneut fliehen. Im Januar 2015 wurde gefasst und ein Jahr später an die USA ausgeliefert.
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James Joseph „Whitey“ Bulger: Der 1929 in Boston geborene Bulger war Chef der Hill Gang, einer kriminellen Bande in Boston. 2011 wurde er vom FBI als einer der zehn meistgesuchten Verbrecher der USA verhaftet und wegen 19-fachem Mord, Erpressung, Drogenhandel und Geldwäsche zu lebenslanger Haft verurteilt.
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Pasquale „Il Supremo“ Condello: Der 1950 geborene Condello war das Oberhaupt der kalabrischen Mafia-Organisation `Ndrangheta. Er stand auf der Liste der 30 meistgesuchten Mafiosi Italiens und war mehr als 20 Jahre auf der Flucht. 2006 wurde er in einem Wohnhaus in Kalabrien von der Polizei überrascht und sitzt seither in Haft.
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Bernardo „Zu Binnu“ Provenzano: 1933 wurde Provenzano in Sizilien geboren. 20 Jahre war er das Oberhaupt der Corleonesi, ein Clan aus der berüchtigten Mafia-Hochburg Corleone und „Capo di tutti i capi“ (italienisch: „Boss der Bosse“). Von den frühen 1960er Jahren bis zu seiner Festnahme in 2006 war er auf der Flucht. Er starb 2016 in einem Mailänder Gefängniskrankenhaus an Krebs.
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Carlo Gambino: Der 1902 in Caccamo auf Sizilien geborene Gambino reiste 1921 in die USA ein. Er war Oberhaupt der New Yorker Gambino-Familie und einer der mächtigsten Mafiosi in der Geschichte der Cosa Nostra . Da er keine Aufmerksamkeit erregte, schaffte er es, niemals einen einzigen Tag im Gefängnis zu verbringen. Er starb 1976 eines natürlichen Todes in seinem Haus in New York.
Laramie County Sheriff's Office
John Gotti: Der 1940 in New York geborene Gotti galt als „Prince Charming“ und der bestangezogene unter den Mafiabossen. Als Chef der Gambiano-Familie beherrschte er den Drogenhandel in New York. 1992 wurde er verhaftet und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. 2002 starb Gotti in einem Gefängniskrankenhaus in Springfield (US-Bundesstaat Missouri) an Kehlkopfkrebs
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Pablo Escobar: Der 1949 im kolumbianischen Rionegro geborene Escobar war als Chef des Medellin-Kartells einer der reichsten Männer der Welt. 1991 stellte er sich nach Hunderten in Auftrag gegebenen Morden und Bombenattentaten der Polizei. Als er in die USA ausgeliefert werden sollte, floh er aus dem Gefängnis und tauchte unter. 16 Monate später wurde Escobar im Dezember 1993 von einer Anti-Drogeneinheit in Medellin erschossen.
Wikipedia commons/Colombina National Police
Meyer Lanski: Als Meier Suchowlański wurde er 1902 im polnischen Grodno geboren. 1911 wanderte er mit seiner Familie in die USA aus. In den folgenden Jahrzehnten wurde er ein führendes Mitglied der Kosher Nostra, der jüdischen Mafia in den USA. Er galt als „Bankier des organisierten Verbrechens“ und merkte sich alle Daten über seine illegalen Aktivitäten im Gedächtnis. Er starb als unbehelligter Mann 1983 an einer Krebserkrankung in einem Krankenhaus in Miami.
Wikipedia commons/Al Ravenna
Frank Costello: Der 1891 in Lauropoli (Provinz Cosenza, Italien) geborene,Costello emigrierte 1895 in die USA. Er arbeitete sich zu einem der einflussreichsten Mafia-Bosse seiner Zeit hoch. Von 1937 bis 1957 war er Boss der Cosa Nostra von New York. Costello starb 1973 von der Polizei unbehelligt nach einem Herzanfall in einem New Yorker Krankenhaus.
Wikipedia commons/Al Aumuller
Vito Genovese: Der 1887 in Risiliano in der Region Neapel geborene Genovese war Oberhaupt der Genovese-Familie. 1913 emigrierte er in die USA, wo er zu einem Oberhaupt der italoamerikanischen Cosa Nostra in New York wurde. 1959 wurde er zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er starb 1969 an einer Herzattacke.
Wikipedia commons/Phil Stanziola
Lucky Luciano: 1897 in Lercara Friddi auf Sizilien geboren wanderte Luciano 1906 in die USA aus. Durch Morde an anderen Maffia-Bossen schaffte er es bis ganz oben an die Spitze des organisierten Verbrechens. Das Nachrichtenmagazin „Time“ zählt ihn zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Luciano starb 1962 an einem Herzinfarkt am Flughafen von Neapel, als er seine Biografie abholen wollte.
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Alphonse Gabriel „Al“ Capone: Der 1899 in New York geborene Al Capone ist der Inbegriff des Mafia-Bosses. In den 1920er- und 1930er-Jahren kontrollierte er als Oberhaupt des „Chicago Outfit“ die Chicagoer Unterwelt. Nach außen wahrte er den Schein als seriöser Geschäftsmann. 1931 wurde er wegen Steuerhinterziehung zu elf Jahren Haft verurteilt. Seine letzten acht Jahre verbrachte er, schwer an Syphilis erkrankt, in seinem Haus in Florida, wo er 1947 starb.
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Rom - Der italienische Mafiaboss Salvatore „Toto“ Riina ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Er verbüßte eine lebenslange Haftstrafe. Am Donnerstag, seinem Geburtstag, hatte das Justizministerium seiner Familie einen Besuch am Krankenbett im Häftlingstrakt eines Krankenhauses im italienischen Parma gestattet. Sein Gesundheitszustand hatte sich nach zwei Operationen verschlechtert, Ärzte versetzten ihn in ein künstliches Koma. Den Medienberichten zufolge starb Riina am Freitagmorgen.
Mindestens 150 Auftragsmorde
Riina war einer der berüchtigtsten Cosa-Nostra-Bosse Siziliens. Er wurde für mehr als 150 Auftragsmorde verantwortlich gemacht und 1993 zu 26 Mal lebenslanger Haft verurteilt. Als „Boss der Bosse“ war er laut Ermittlungsbehörden Drahtzieher einer über mehrere Jahre umgesetzten Strategie, italienische Staatsanwälte, Polizisten und andere Gegner der Cosa Nostra zu ermorden.
Mafiosi ohne Reue
Nachdem zwei Anti-Mafia-Richter, Giovanni Falcone und Paolo Borsellino, 1992 innerhalb von zwei Monaten durch Bombenanschläge getötet wurden, forcierten die Behörden ihr Vorgehen gegen sizilianische Mafiosi. Sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod Borsellinos und seiner Polizeieskorte wurde Riina 1993 in Palermo gefasst. Seither saß er unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen im Gefängnis. Eine Zusammenarbeit mit der Justiz lehnte er stets ab.
Die berüchtigsten Schwerverbrecher
In unserer Bildergalerie zeigen wir zwölf der übelsten Mafia- und Kartellbosse der Verbrechensgeschichte.