Lüften im Winter: Diese Fehler gilt es zu vermeiden

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Stuttgarter ZeitungWie oft und lange man lüften sollte, hängt neben persönlichen Vorlieben auch von der Belastung der Raumluft mit Feuchtigkeit, Gerüchen und Schadstoffen, sowie der Dämmung und der Lage des Gebäudes ab. Darüber hinaus spielt auch die Jahreszeit und das Außenklima eine Rolle. Allgemeine Aussagen, wie man am besten lüftet, lassen sich deshalb nur mit Einschränkungen treffen. Es gibt jedoch ein paar Punkte, die man, vor allem im Winter, auf jeden Fall berücksichtigen sollte.
1. Fehler: Mehrere Räume über einen Raum lüften
Lüften sollte immer nach draußen erfolgen und nicht von einem Zimmer in ein anderes, rät der Deutsche Mieterbund (DMB). Auch wenn es praktisch erscheint, um kalte Luft zu vermeiden, ist diese Methode ungeeignet. Bei innenliegenden Bädern ohne Fenster sollte auf dem kürzesten Weg durch ein zweites Zimmer gelüftet werden, während alle anderen Türen geschlossen bleiben. So verteilt sich der Wasserdampf nach dem Baden oder Duschen nicht in der gesamten Wohnung.
Was fürs Lüften gilt, gilt auch fürs Heizen: Einen Raum über einen anderen mitzuheizen, ist keine gute Idee. Das sogenannte „Überschlagenlassen“ begünstigt Schimmelbildung, da warme, feuchte Luft aus einem beheizten Raum an kalten Wänden eines kühleren Raums kondensieren kann. Der DMB empfiehlt daher, Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen tagsüber und nachts geschlossen zu halten.
2. Fehler: Fenster dauerhaft gekippt lassen
Gekippte Fenster sind laut der Initiative Wärme+ vor allem Energiefresser. Der Luftaustausch erfolgt nur langsam, während die Wände auskühlen. Besser ist es, richtig stoßzulüften und (wenn möglich) gegenüberliegende Fenster gleichzeitig weit zu öffnen. Wie lange gelüftet werden sollte, hängt vom Temperaturunterschied zwischen innen und außen sowie vom Wind ab. Grundsätzlich gilt: Je kälter es draußen ist, desto kürzer reicht die Lüftungszeit. Selbst bei Windstille und geringem Temperaturunterschied sind in der Regel 15 Minuten Stoßlüftung ausreichend. Zu selten sollte man jedoch nicht lüften. Der DMB empfiehlt morgens einen kompletten Luftwechsel in allen Räumen, vormittags und nachmittags zusätzlich das Lüften der genutzten Zimmer und abends erneut einen vollständigen Luftaustausch – auch im Schlafzimmer.
Man sollte zudem während des Lüftens die Heizkörper ab- oder herunterdrehen, um Energieverluste zu vermeiden. Im Anschluss kann wieder auf vorheriger Stufe geheizt werden.
3. Fehler: Bei Regen ganz aufs Lüften verzichten
Auch bei Regenwetter sollte gelüftet werden, rät der Deutsche Mieterbund. Solange es nicht direkt ins Zimmer regnet, sei die kalte Außenluft im Winter trockener als die warme Raumluft. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt laut der Initiative Wärme+ zwischen 40 und 60 Prozent. Diese lässt sich mit einem Hygrometer messen, das meist digital die relative Luftfeuchtigkeit anzeigt und etwa in Baumärkten erhältlich ist.
Mit Material der dpa
