Luftmassengrenze über Deutschland
: Wo jetzt Starkregen und Gewitter drohen

Über Deutschland treffen derzeit feuchtwarme und kühlere Luftmassen aufeinander. Besonders in der südlichen Mitte drohen am Abend und in der Nacht kräftige Gewitter mit Starkregen – lokal auch Unwetter.
Von
Matthias Kemter
Stuttgart
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Morgenstimmung in Brandenburg: 17.08.2026, Brandenburg, Sieversdorf: Aufziehende Gewitterwolken werden vom Sonnenaufgang in stimmungsvolles Licht getaucht. In weiten Teilen Deutschlands zeigt sich das Wetter am Montag wechselhaft mit vielen Wolken, zeitweiligen Schauern und regionalen Gewittern. Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Luftmassengrenze über Deutschland: Der DWD erwartet kräftige Gewitter und Starkregen, besonders in der südlichen Mitte und in Bayern. Wo Unwetter drohen.

Patrick Pleul/dpa

Eine Luftmassengrenze bezeichnet den Übergangsbereich zwischen unterschiedlich warmer und unterschiedlich feuchter Luft. Genau eine solche Konstellation prägt derzeit das Wetter in Deutschland. Mit einem Frontensystem strömt feuchte Luft ein, im Süden wird sie vorübergehend sehr warm. Von Norden nähert sich zugleich kühlere Luft. Die Folge ist eine wechselhafte und teils gewitterträchtige Wetterlage. Während im Südwesten am Mittwoch bis zu 32 Grad erreicht werden können, bleibt es im Norden meist deutlich kühler.

Am Abend steigt das Gewitterrisiko in der südlichen Mitte

Nach aktuellen Prognosen sind ab dem späten Nachmittag, besonders aber am Abend und in der Nacht zum Donnerstag, von Rheinland-Pfalz und dem Saarland über Nordbaden bis nach Oberfranken und ins Vogtland kräftige Gewitter möglich. Dabei drohen Regen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel und Sturmböen bis 85 km/h. Lokal sind auch Unwetter nicht ausgeschlossen. Dann können größere Hagelkörner, schwere Sturmböen bis 100 km/h oder in der Nacht heftiger Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter auftreten. Auch in Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland besteht am Abend ein Risiko für mehrstündigen Starkregen. Vereinzelt sind dort unwetterartige Regenmengen bis 50 Liter pro Quadratmeter in drei bis sechs Stunden nicht ausgeschlossen.

Bayern am Donnerstag besonders im Fokus

In Bayern setzt sich die Gewitterlage am Donnerstag fort. In Nordbayern erwartet der DWD vor allem von der Frankenhöhe über die Altmühl bis in den Oberpfälzer Wald eine hohe Wahrscheinlichkeit für schwere Gewitter. Möglich sind heftiger Starkregen, Hagel bis drei Zentimeter und orkanartige Böen bis 110 km/h. Auch im Norden Südbayerns und an den Alpen können am Donnerstag schwere Gewitter auftreten. Im weiteren Verlauf folgt dort teils länger anhaltender und gewittriger Regen.

Wechselhaftes Wetter bleibt bestehen

Am Freitag liegt der Schwerpunkt weiterer Regenfälle im Süden und Südosten, besonders von den Alpen bis nach Niederbayern. Zum Wochenende bleibt es vielerorts wechselhaft mit Schauern und einzelnen Gewittern. Die DWD-10-Tage-Vorhersage deutet zudem für Montag auf teils kräftige, gewittrig durchsetzte Regenfälle hin, die sich von der Südhälfte in Richtung Mitte ausbreiten können. Eine präzise regionale Einordnung größerer Regenmengen ist zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht möglich.