Abseits des roten Teppichs lauern Fettnäpfchen, manchmal sogar Abgründe. Wir spüren sie auf. Heute: warum Madonnas angebliche Adoptionspläne einen fahlen Beigeschmack haben.
Tut sie es wieder? Die Pop-Sängerin Madonna will angeblich noch weitere Kinder aus Malawi adoptieren. Das kann einem durchaus aufstoßen.
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Popstar Madonna will weitere Kinder im afrikanischen Malawi adoptieren – sagt jedenfalls ein Sprecher der dortigen Justiz. Sie hingegen dementierte dies im „People“-Magazin.
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Vier Kinder hat sie bereits: zwei adoptierte und zwei leibliche. Auf dem Foto links neben Madonna sitzt ihr Adoptivsohn David (12), rechts neben ihr die leibliche Tochter Lourdes (21) sowie die Adoptivtochter Mercy (12). Rechts daneben: Madonnas leiblicher Sohn Rocco (16). Das Foto stammt aus dem Jahr 2013.
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Die US-Sängerin engagiert sich mit ihrer Stiftung „Raising Malawi“ in dem südostafrikanischen Land und investierte nach eigenen Angaben Millionen von Dollar in die Betreuung von Waisenkindern und ins Bildungswesen. Auf dem Foto sitzt sie inmitten von malawischen Grundschülern.
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Hier trägt die Sängerin ihrem 15 Monate alten Adoptivsohn David Banda 2006 am New Yorker Flughafen JFK auf dem Arm.
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Hier spazieren David und Madonna auf dem Grundstück eines von ihr ins Leben gerufenen Waisenhauses in Malawi (Foto von 2009).
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2009 treffen Madonna und David auf den leiblichen Vater von David, Yohane Banda. Die Sängerin ist in Malawi nicht unumstritten: 2013 ging die Regierung der damaligen Präsidentin Joyce Banda zu Madonna auf Distanz, weil sich der Superstar allzu sehr als Wohltäterin inszeniert habe.
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Das undatierte Bild zeigt Madonna und ihre Kinder Lourdes, Rocco und David.
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Vater ihrer Tochter Lourdes ist der Fitnesstrainer Carlos Leon. Ihr Sohn Rocco stammt aus ihrer Beziehung zu dem britischen Regisseur Guy Ritchie (Foto).
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Gemeinsam mit Ritchie adoptierte Madonna im Jahr 2006 den malawischen Halbwaisen David. Nach ihrer Trennung von Ritchie nach acht Jahren Ehe adoptierte sie 2009 das malawische Mädchen Mercy (Foto rechts).
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Madonna selbst bestätigte die Adoptionspläne nicht. „Die Gerüchte über ein Adoptionsverfahren sind unwahr“, sagte sie dem „People“-Magazin. Sie sei in Malawi, um ein Kinderkrankenhaus zu besuchen und sich um ihre Stiftung „Raising Malawi“ zu kümmern – „und dann kehre ich heim“, so die Musikerin. Ein Sprecher Madonnas verneinte die geplante Adoption hingegen nicht. Er sagte lediglich, dies sei „nicht bestätigt“.
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Stuttgart - Eigentlich geht es niemanden etwas an, ob und wie viele Kinder Madonna adoptieren möchte. Da die 58-jährige Pop-Sängerin aber schon nach der Adoption ihrer Kinder David und Mercy in Malawi für Unmut sorgte, erregt ihr angebliches neues Vorhaben, zwei weitere Kinder aufzunehmen, natürlich Aufmerksamkeit. Die ehemalige malawische Präsidentin, Joyce Banda, warf Madonna damals vor, ihren Ruhm und Reichtum zu missbrauchen, um die Gunst der malawischen Bevölkerung zu gewinnen. Madonna unterstützt in dem südostafrikanischen Land mehrere Projekte für Kinder.
Ein fader Beigeschmack bleibt
Es ist löblich wenn die Schwerreichen dafür sorgen, dass die Armen etwas davon abbekommen. Madonna scheint es aber nicht zu genügen, sich vor Ort für die Menschen einzusetzen. Die Kinder, die sie 2006 und 2009 in Malawi adoptierte, sollen – wenn es bestätigt wird – nicht die letzten gewesen sein, die ein neues Zuhause in den USA bekommen. Schön für Madonna – hätte es nicht so einen fahlen Beigeschmack.
Hauptsache, die Kohle stimmt!
Kinderlose Paare in Deutschland bekommen so viele Hürden auf den Weg zum Adoptivkind gestellt, dass man nur staunen kann, wie mir nichts, dir nichts Prominente Kinder im Ausland aussuchen und mitnehmen können. Altersgrenzen oder familiäre Verhältnisse scheinen keine Rolle zu spielen. Wer hierzulande ein Kind aus dem Ausland adoptieren möchte, muss einige Tausender dafür hinlegen. Für eine Madonna sind das natürlich Peanuts.