Máxima auf dem Traktor: Hier packt die Königin mit an

Königin Máxima der Niederlande steigt während eines Besuchs auf einem Hanf-Anbauhof in Hengelo aus einem Traktor. Der Besuch fand im Rahmen einer Arbeitsreise in die Region Achterhoek statt, deren Schwerpunkt auf biobasiertem Bauen und der Verbesserung der Nachhaltigkeit von Gebäuden lag.
SEM VAN DER WAL/afpAuf dem Programm standen die Ernte von Faserhanf – und die Frage, wie aus Pflanzen nachhaltige Häuser entstehen können.
Dabei zeigte sich die Königin ungewöhnlich bodenständig: Im gelben Sommerkleid stieg Máxima auf einen mächtigen grünen Traktor und ließ sich auf dem Feld erklären, wie landwirtschaftliche Rohstoffe künftig beim Hausbau eingesetzt werden können. Bilder und ein Reel des niederländischen Königshauses zeigen sie zwischen schweren Maschinen, Erntegut und Ackerboden.
Von der Pflanze bis ins Haus
Erste Station des Besuchs war Hengelo. Dort half Máxima bei der Ernte von Faserhanf. Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, geht es dabei nicht um Genussmittel: Die Fasern der Pflanze können unter anderem zu Dämmstoffen verarbeitet werden.
Máxima ließ sich erklären, welche Schritte nötig sind, bis aus dem Rohstoff vom Feld tatsächlich ein Baustoff wird. Begleitet wurde sie von Elanor Boekholt-O’Sullivan, Ministerin für Wohnungsbau und Raumordnung.
Das Motto des Besuchs: vom Land bis zum Gebäude. Denn sogenannte biobasierte Baustoffe sollen dabei helfen, Häuser mit einem höheren Anteil nachwachsender Rohstoffe zu errichten und den Einsatz konventioneller Materialien zu reduzieren.
Máxima schaut sich nachhaltige Häuser an
Nach dem Termin auf dem Feld ging es für die Königin weiter nach Doetinchem. Dort besuchten Máxima und die Ministerin ein Neubaugebiet mit Miet- und Eigentumswohnungen, bei denen nachhaltige und biobasierte Materialien eingesetzt wurden.
Die Königin schaute sich zwei Häuser von innen an und sprach mit Bewohnern, Vertretern der Gemeinde sowie dem verantwortlichen Bauunternehmen. Dabei ging es nicht nur um die Entstehung des Quartiers, sondern auch darum, wie es sich tatsächlich in den neuen Häusern lebt.
Auch eine nachhaltig errichtete Grundschule stand auf dem Programm. Dort tauschte sich Máxima mit Schülern und der Schulleitung über das Gebäude und das Raumklima aus.
Eine Königin mit Interesse fürs Praktische
Dass Máxima bei offiziellen Terminen nicht nur zuschaut, sondern gern selbst ausprobiert, zeigte sie auch diesmal: Erst auf den Traktor, dann direkt ans Erntegut.
Der ungewöhnliche Auftritt dürfte jedenfalls Aufmerksamkeit für ein Thema schaffen, das sonst eher selten königlichen Glanz bekommt: Wie aus dem, was auf niederländischen Feldern wächst, künftig Dämmung, Wände und ganze Häuser entstehen können.

