Meghan Markle
: Bereits 2018 gab es Anschuldigungen gegen ihren Vater

Herzogin Meghan hat sich zu den schweren Missbrauchsvorwürfen gegen ihren Vater Thomas Markle geäußert. Bereits 2018 hat sie von ähnlichen Anschuldigungen erfahren.
Von
Katrin Jokic
Berlin
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Meghan, Herzogin von Sussex, am dritten Tag ihrer Reise nach Australien am Scar Tree Walk.

Meghan, Herzogin von Sussex, am dritten Tag ihrer Reise nach Australien am Scar Tree Walk.

picture alliance/dpa/PA Wire | Jonathan Brady

Die schweren Vorwürfe gegen Thomas Markle sorgen weiter für Schlagzeilen. Nachdem die britische Zeitung „The Sun“ über Ermittlungen wegen mutmaßlicher Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs berichtet hatte, hat sich nun dessen Tochter Meghan Markle erstmals öffentlich zu den Anschuldigungen geäußert.

In einer Stellungnahme gegenüber der „Sun“ erklärte die Herzogin von Sussex, sie sei von den jüngsten Enthüllungen „zutiefst erschüttert“. Ihre Gedanken seien bei allen Kindern, denen möglicherweise Schaden zugefügt worden sei.

Besonders brisant: Meghan erklärte, bereits vor acht Jahren von Vorwürfen gegen ihren Vater erfahren zu haben.

Meghan Markle: Bereits 2018 gab es Anschuldigungen

Nach Angaben der 45-Jährigen wurde 2018 ein Schreiben mit schwerwiegenden Anschuldigungen gegen Thomas Markle an die Londoner Metropolitan Police sowie die für den Schutz der Königsfamilie zuständige Spezialeinheit geschickt. Dieser Brief sei anschließend auch an sie weitergeleitet worden.

Die darin enthaltenen Vorwürfe bezeichnet Meghan als „beunruhigend und verstörend“. Damals habe man ihr versichert, dass die Behörden den Anschuldigungen nachgehen würden.

Laut „The Sun“ erhielt Meghan das Schreiben nach ihrer Hochzeit mit Prinz Harry im Mai 2018.

Die Herzogin machte in ihrer Stellungnahme zudem deutlich, dass die Vorwürfe eine entscheidende Rolle bei ihrem Kontaktabbruch zu Thomas Markle gespielt hätten.

Die Distanz zu ihrem Vater und ihre Entscheidung, ihm keinen Kontakt zu ihren beiden Kindern Archie und Lilibet zu erlauben, hätten nur einen einzigen Grund gehabt: den Schutz ihrer Kinder. Über die Jahre sei diese Entscheidung von Teilen der Medien verzerrt dargestellt worden.

Sie habe darauf vertraut, dass die Behörden auch andere Familien schützen würden. Nun hoffe sie, dass die Justiz den Vorwürfen umfassend nachgehe und der Schutz unschuldiger Kinder an erster Stelle stehe.

Eigener Sohn zeigte Thomas Markle an

Hintergrund der Stellungnahme sind die schweren Anschuldigungen, die Meghans Halbbruder Thomas Markle Jr. (60) gegen den gemeinsamen Vater erhoben hat.

Wie „The Sun“ berichtet, soll der 60-Jährige in mehreren Kisten mit persönlichen Gegenständen seines Vaters auf den Philippinen Hunderte, möglicherweise sogar Tausende mutmaßliche Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs entdeckt haben.

Die Bilder und Videos sollen sich unter anderem auf alten Mobiltelefonen und Computerfestplatten befunden haben. Thomas Jr. erklärte, er sei bei der Suche nach einem Handy zufällig auf das Material gestoßen.

Bereits am 10. Juli habe er den Fund beim FBI, einer US-amerikanischen Kinderschutzorganisation und der Polizei in Pennsylvania gemeldet. Später erstattete er auch bei den Behörden auf den Philippinen Anzeige und gab eine eidesstattliche Erklärung ab.

Nach Angaben der „Sun“ wurde dort eine spezielle Ermittlungsgruppe eingesetzt. Auch das FBI soll die Erklärung des Sohnes erhalten haben. Ob die US-Behörde bereits eigene Ermittlungen aufgenommen hat, ist bislang nicht bestätigt.

Thomas Markle bestreitet die Vorwürfe vehement

Thomas Markle selbst weist die Anschuldigungen entschieden zurück. Gegenüber der britischen „Daily Mail“ bezeichnete der 82-Jährige die Vorwürfe als „widerliche Lügen“. Es sei das Schlimmste, was man einem Menschen vorwerfen könne.

Auch Meghans Halbschwester Samantha Markle hatte ihren Vater zuvor verteidigt. Sie warf ihrem Bruder Thomas Jr. vor, die Geschichte aus finanziellen Motiven erfunden zu haben.

Zudem argumentierte sie, dass sich die betroffenen Computer über einen längeren Zeitraum nicht im Besitz ihres Vaters befunden hätten. Andere Personen könnten deshalb Zugriff auf die Geräte gehabt haben.

Der gesundheitlich schwer angeschlagene Thomas Markle befindet sich laut Medienberichten nach mehreren Herzinfarkten, einem Schlaganfall und einer Beinamputation in einer Rehabilitationseinrichtung in Florida.

Ob die mutmaßlichen Missbrauchsdarstellungen tatsächlich Thomas Markle zugeordnet werden können, ist weiterhin ungeklärt. Die Anschuldigungen sind bislang nicht bewiesen. Meghans neue Stellungnahme zeigt jedoch, dass sie nach eigenen Angaben schon 2018 mit schwerwiegenden Vorwürfen gegen ihren Vater konfrontiert wurde.