Mehrere Gemeinden evakuiert
: Spaniens Flammenhölle: Waldbrand rückt immer näher an Madrid heran

Wegen eines Waldbrands im Südwesten von Madrid sind mehrere Gemeinden in der spanischen Hauptstadtregion evakuiert worden. Noch ist die spanische Hauptstadt nicht unmittelbar gefährdet.
Von
Markus Brauer
Madrid
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Blick auf das Brandgebiet in der Provinz Guadalajara, nachdem ein Waldbrand Zehntausende Hektar verwüstet hatte – einer der größten Waldbrände der letzten Jahre in Spanien.

Blick auf das Brandgebiet in der Provinz Guadalajara, nachdem ein Waldbrand Zehntausende Hektar verwüstet hatte – einer der größten Waldbrände der letzten Jahre in Spanien.

Manu Fernandez/AP/dpa
  • Waldbrand südwestlich von Madrid führt zu Evakuierungen mehrerer Gemeinden.
  • Encinar del Alberche, Ribera del Alberche und Rincón del Alberche wurden geräumt.
  • Villa del Prado steht unter Ausgangssperre – Behörden warnen vor schlechter Sicht durch Rauch.
  • Almorox liegt 70 Kilometer südwestlich von Madrid, Straßen wurden gesperrt.
  • Spanien meldet weitere Großbrände: 32.000 Hektar bei Guadalajara, insgesamt fast 125.000 dieses Jahr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wegen eines schweren Waldbrands im Südwesten von Madrid sind am Mittwoch (22. Juli) mehrere Gemeinden in der spanischen Hauptstadtregion evakuiert worden. Wegen des Brandes in der Gemeinde Almorox seien die Gemeinden Encinar del Alberche, Ribera del Alberche und Rincón del Alberche evakuiert sowie die Gemeinde Villa del Prado unter Ausgangssperre gestellt worden, teilten der spanische Rettungsdienst am Abend im Onlinedienst X mit.

Warnung der Behörden

Almorox liegt in der Region Kastilien-La Mancha, etwa 70 Kilometer südwestlich von Madrid. Der spanischen Guardia Civil zufolge wurden mehrere Verkehrsachsen gesperrt.

Ein Löschhubschrauber ist in Cervelló während eines Waldbrandes im Einsatz. Die Zivilschutzbehörde hat die Evakuierung von rund 300 Menschen aus den Wohnsiedlungen Can Paulet und Les Rovires in Cervelló angeordnet.

Ein Löschhubschrauber ist in Cervelló während eines Waldbrandes im Einsatz. Die Zivilschutzbehörde hat die Evakuierung von rund 300 Menschen aus den Wohnsiedlungen Can Paulet und Les Rovires in Cervelló angeordnet.

Lorena Sopêna/EUROPA PRESS/dpa

Die Behörden forderten die Anwohner auf, „bei Fahrten äußerste Vorsicht walten zu lassen, da die Sicht durch den Rauch stark eingeschränkt ist“. Der Zivilschutz rief Anwohner mit Atemwegserkrankungen zudem auf, nachts die Fenster zu schließen, um die Belastung zu verringern.

125.000 Hektar verbrannt

In den vergangenen Tagen sind in Spanien zahlreiche Brände ausgebrochen. Der größte Waldbrand befindet sich auf der anderen Seite Madrids in der Provinz Guadalajara, etwa hundert Kilometer nördlich der Hauptstadt. Er hat seit vergangenem Donnerstag 32.000 Hektar Land verwüstet.

Insgesamt sind seit dem 1. Januar in Spanien bereits fast 125.000 Hektar verbrannt, wie aus der europäischen Datenbank zu Waldbränden (Effis) hervorgeht.

13 Tote bei Waldbränden in den vergangenen Tagen

In Spanien steigen die Temperaturen derzeit wieder, es beginnt eine neue Hitzewelle. Die südspanische Provinz Almería in Andalusien war kürzlich von einem der folgenschwersten Waldbrände in Spaniens jüngerer Geschichte getroffen worden.

13 Menschen kamen in den Flammen ums Leben, darunter 12 Ausländer - sieben Todesopfer aus Großbritannien, drei aus Belgien und jeweils eines aus Frankreich, den USA und Spanien. 7000 Hektar Land brannten nieder. (mit AFP-Agenturmaterial)