Evakuierungsaktion
: Angriff der „Killer-Fliegen“ auf Mein Schiff 6

Zogen große helle Außenflächen Insektenschwärme an? Kapitänin Kira Schikorr musste die Reisenden um Entschuldigung bitten.
Von
Michael Maier
Porto
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ARCHIV - 29.08.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Sassnitz: Zum Themendienst-Bericht von Joachim Hauck vom 16. März 2021: Reisen sind derzeit praktisch kaum möglich - doch Tui Cruises ist mit der «Mein Schiff 1» und «2» rund um die Kanaren unterwegs. (zu dpa: «Katamaran mit mehr als 50 Kreuzfahrt-Urlaubern gesunken») Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa-tmn +++ dpa-Bildfunk +++

Die Mein-Schiff-Flotte von Tui Cruises ist auf den Weltmeeren unterwegs.

dpa-Zentralbild

Ein ungewöhnliches Naturphänomen hat den Auftakt einer Sommerreise auf der „Mein Schiff 6“ von TUI Cruises massiv beeinträchtigt. Beim Aufenthalt im portugiesischen Hafen von Leixões nahe Porto drangen am 1. und 2. Juli 2026 riesige Fliegenschwärme auf das Kreuzfahrtschiff vor und zwangen Passagiere sowie Besatzung zu drastischen Maßnahmen.

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Trotz sommerlicher Temperaturen von über 30 Grad musste das gesamte Pooldeck komplett gesperrt werden und blieb leer. Die Passagiere, die gerade für die einwöchige Westeuropa-Route an Bord gegangen waren, suchten in den Innenbereichen Schutz vor den Insektenmassen.

Bavaria, Germany - June 29, 2025: A person swats at buzzing flies with a fly swatter - a quick reaction against annoying insects and part of simple everyday pest control. *** Eine Person schlägt gezielt mit einer Fliegenklatsche nach umherschwirrenden Fliegen eine schnelle Reaktion gegen lästige Insekten und Teil einfacher Schädlingsbekämpfung im Alltag.

Fliegenplage auf „Mein Schiff 6“ (Symbolbild)

IMAGO/Bihlmayerfotografie

Die Schiffsbesatzung reagierte umgehend, um ein Eindringen der Fliegen in das Schiffsinnere zu verhindern. Alle Außentüren wurden verriegelt und die Gäste über Durchsagen aufgefordert, die Balkontüren ihrer Kabinen strikt geschlossen zu halten.

Alle Außentüren auf Mein Schiff 6 verriegelt

Am Nachmittag des 2. Juli wendete sich Kapitänin Kira Schikorr mit einer offiziellen Erklärung an die Reisenden. Sie entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und betonte, eine solche Insektenplage in dieser Intensität selbst noch nie erlebt zu haben. Experten vermuten, dass die Kombination aus extremer Hitze und den großen, hellen Oberflächen des Kreuzfahrtschiffes die Schwärme gezielt angelockt hat. Erst mit dem Ablegen des Schiffes und dem Einsetzen kühlerer Temperaturen am Abend beruhigte sich die Situation an Bord.