Mercedes-Stern
: Die Bedeutung und Geschichte des Markenzeichens

Der Mercedes-Stern gehört zu den weltweit bekanntesten Markenzeichen. Die wahre Bedeutung und Geschichte der drei Zacken ist allerdings selbst vielen Auto-Enthusiasten kaum bekannt.
Von
David Hahn
Stuttgart
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Was bedeutet der Mercedes-Stern?

dpa

Die Geschichte des Mercedes-Sterns ist nicht nur unternehmerisch, sondern auch familiär geprägt. Hier gibt es die Bedeutung und Entstehung des Markensymbols zusammengefasst.

Mercedes-Stern: Alles begann mit einer Postkarte

Die Ursprünge des Mercedes-Sterns reichen weiter zurück als die Marke selbst. Bereits 1872 markierte Gottlieb Daimler, späterer Unternehmensgründer, auf einer Postkarte an seine Frau das damalige Wohnhaus mit einem Stern. Dazu schrieb er den berühmten Satz: „Von hier aus wird ein Stern aufgehen“. Weiter fuhr er fort: „und ich will hoffen, dass er uns und unseren Kindern Segen bringt.“

Nach Daimlers Tod griffen seine Söhne Paul und Adolf Daimler diese symbolische Markierung wieder auf. Als die Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) Anfang des 20. Jahrhunderts ein einprägsames Markenzeichen für ihre Mercedes-Personenwagen suchte, wurde der Stern zur entscheidenden Idee.

Die Bedeutung der drei Zacken

Am 24. Juni 1909 beantragte die DMG Gebrauchsmusterschutz für den dreizackigen Stern. Seine Symbolik war klar formuliert: Die drei Zacken stehen für den Einsatz von Daimler-Motoren zu Land, zu Wasser und in der Luft. Damit brachte das Logo den technologischen Anspruch des Unternehmens auf den Punkt: Motorentechnik für alle Bereiche der Mobilität. Am 5. November 1921 wurde beim Patentamt der Markenschutz für den Stern im Ring angemeldet. Über die Jahre änderte der Stern zwar immer wieder sein Aussehen, behielt die grundlegenden Komponenten jedoch bis heute fort. Wie sah der Mercedes-Stern früher aus? Hier kann die Entwicklung des Designs in einem weiteren Artikel verfolgt werden. 1910 ließen sich die Stuttgarter übrigens auch einen vierzackigen Stern schützen, auf Fahrzeugen kam jedoch ausschließlich die dreistrahlige Variante zum Einsatz. Der vierzackige Stern fand erst Jahrzehnte später in der Luft- und Raumfahrt Verwendung, unter anderem bei der Deutschen Aerospace AG (DASA) und später European Aeronautic Defence and Space Company (EADS).

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