Mutmaßliche Puma-Sichtung in Bayern
: Karte zeigt, wo die Raubkatze gesichtet wurde

Im Landkreis Erding sorgt die Sichtung einer mutmaßlichen Raubkatze für Aufregung.
Von
Lukas Böhl
München
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Der Polizei-Schriftzug auf einem Einsatzwagen.: Der Polizei-Schriftzug auf einem Einsatzwagen. (zu dpa: «Möglicherweise freilaufender Puma nahe Münchner Flughafen»)

Möglicherweise handelt es sich bei der Raubkatze um einen Puma.

Daniel Vogl/dpa

Nach Angaben des Landratsamtes Erding wurde das Tier im Notzinger Moos im Gemeindegebiet von Oberding entdeckt. Eine erste fachliche Einschätzung deutet darauf hin, dass es sich möglicherweise um einen Puma handelt.

Hier soll das Tier gesichtet worden sein.

Hier soll das Tier gesichtet worden sein.

Stuttgarter Zeitung

Die Sichtung erfolgte nach bisherigen Informationen in der Nacht auf Mittwoch, 7. Oktober. Eine Person hatte das Tier in der Nähe des Oberdinger Ortsteils Notzingermoos beobachtet. Das Gebiet liegt nur wenige Kilometer südlich des Münchner Flughafens und ist von Wiesen, Gehölzen und Moorflächen geprägt.

Eine Aufnahme des Tieres existiert nach Angaben des Landratsamtes. Sie könne derzeit allerdings noch nicht veröffentlicht werden. Damit ist bislang auch nicht abschließend bestätigt, dass es sich tatsächlich um einen Puma handelt. Die Behörde spricht ausdrücklich von einer ersten fachlichen Einschätzung.

Karte zeigt den Bereich der Sichtung

Der gemeldete Bereich befindet sich im Notzinger Moos bei Oberding, südlich des Flughafens München und westlich von Erding. Die Karte zeigt die ungefähre Lage des Gebiets, in dem die Raubkatze beobachtet worden sein soll. Einen exakt bestätigten Sichtungspunkt haben die Behörden bislang nicht veröffentlicht.

Das Notzinger Moos gehört zum Erdinger Moos. In dem weitgehend offenen Gelände gibt es unter anderem Feuchtwiesen, Büsche und kleinere Gehölze. Teile des Gebietes stehen unter Naturschutz.

Woher das Tier stammen könnte, ist derzeit unklar. Nach Angaben des Landratsamtes gibt es bislang auch keine Hinweise darauf, dass ein Puma aus einem Zirkus in der Region entlaufen sein könnte.

Behörden warnen Spaziergänger

Die Polizei ist über die Sichtung informiert. Welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden und ob gezielt nach dem Tier gesucht wird, war zunächst noch nicht bekannt.

Das Landratsamt bittet die Bevölkerung ausdrücklich um erhöhte Vorsicht. Wer das Tier sieht oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort hat, soll sich ihm nicht nähern und die Polizei in Erding unter 08122/968-0 verständigen.

Hunde sollten bei Spaziergängen derzeit nicht frei laufen. Außerdem empfiehlt die Behörde, kleine Kinder im betroffenen Gebiet nicht unbeaufsichtigt im Freien spielen zu lassen.

Ob es sich tatsächlich um einen Puma handelt und wo sich das Tier derzeit aufhält, ist weiterhin unklar. Die Behörden haben weitere Informationen angekündigt.