Nach Suizid des Vaters: Prinzessin Märtha Louises Tochter teilt bewegende Botschaft

Prinzessin Märtha Louise von Norwegen (r-l) und ihre Tochter Maud Angelica Behn stehen 2020 neben dem Sarg des Ex-Mannes der Prinzessin, Ari Behn.
picture alliance/dpa/NTB scanpix/AP | Hakon Mosvold LarsenWenn ein geliebter Mensch von Suizidgedanken erzählt, fehlen vielen Menschen die Worte. Wie kann man helfen? Was sollte man sagen? Und wie zeigt man jemandem, dass er mit seinen Gedanken nicht allein ist? Genau diesen Fragen widmet sich Maud Angelica Behn, die älteste Tochter von Norwegens Prinzessin Märtha Louise (55), in einem bewegenden Instagram-Video.
Die 23-Jährige weiß aus eigener Erfahrung, wie schmerzhaft der Verlust eines geliebten Menschen durch Suizid sein kann. Ihr Vater, der norwegische Schriftsteller und Künstler Ari Behn, starb am 25. Dezember 2019 im Alter von 47 Jahren durch Suizid. Seitdem setzt sich Maud immer wieder öffentlich für psychische Gesundheit und Suizidprävention ein.
Maud Angelica Behn teilt acht wichtige Botschaften
„In der vergangenen Nacht wurden die Uhren umgestellt und wir nähern uns der dunkelsten Zeit des Jahres. Für manche Menschen kann diese Zeit besonders schwierig sein“, heißt es in dem Instagram-Beitrag.
Weiter heißt es: „Viele wissen nicht, was sie sagen sollen, wenn jemand erzählt, dass die Dunkelheit überhandnimmt.“ Deshalb habe sie dieses Video gemeinsam mit einer norwegischen Vereinigung für bipolare Menschen gemacht.
In dem Video werden acht Sätze vorgestellt, die Menschen helfen können, wenn sich ihnen jemand mit Suizidgedanken anvertraut:
- „Ich bin sehr froh, dass du mir das erzählst. Das erfordert viel Mut.“
- „Ich kann vielleicht nicht vollständig nachvollziehen, wie du dich fühlst, aber ich bin für dich da.“
- „Wir konzentrieren uns jetzt darauf, diesen einen Tag zu überstehen – nicht das ganze Leben.“
- „Es ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche, dass du mir davon erzählst.“
- „Bei mir musst du nicht so tun, als wäre alles in Ordnung.“
- „Du bist nicht deine Gedanken.“
- „Würde es dir helfen, wenn ich mit dir telefoniere oder zu dir komme?“
- „Wir können gemeinsam herausfinden, wie es weitergeht. Du bist nicht allein.“
Mit diesen Worten möchte Maud zeigen, dass es nicht immer perfekte Antworten braucht. Manchmal kann es bereits helfen, zuzuhören, Verständnis zu zeigen und einem Menschen das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein.
Prinzessin Märtha Louise reagiert auf die Worte ihrer Tochter
Auch Mauds Mutter Märtha Louise zeigt sich von der Botschaft bewegt. Unter dem Instagram-Beitrag kommentiert die norwegische Prinzessin: „Danke, dass du das teilst. So wichtig. Ich bin so froh, dass du so bist, wie du bist.“
Es ist nicht das erste Mal, dass Maud öffentlich auf das Thema Suizid aufmerksam macht. Bereits in der Vergangenheit sprach sie über den Verlust ihres Vaters und ermutigte Menschen in psychischen Krisen dazu, sich Hilfe zu suchen.
Auch Schwester Leah Behn erinnert emotional an ihren Vater Ari
Erst wenige Tage zuvor hatte auch Mauds jüngere Schwester Leah Isadora Behn (21) mit einer emotionalen Botschaft an ihren verstorbenen Vater erinnert. In der norwegischen Tanzshow „Skal vi danse“, dem Pendant zu „Let's Dance“, widmete sie ihm am 17. Oktober einen ganz besonderen Auftritt.
„Das ist für dich, Papa“, schrieb Leah auf Instagram. Sie erklärte, dass sie für alle Menschen tanze, die jemanden verloren haben, den sie von ganzem Herzen lieben.
Mit ihrem Auftritt wollte sie zugleich Hoffnung vermitteln: „Heute Abend tanze ich, um zu zeigen, dass es wieder besser werden kann und dass deine schwersten Zeiten nicht bestimmen müssen, wer du bist.“
Die beiden Schwestern gehen auf unterschiedliche Weise mit ihrer persönlichen Verlusterfahrung an die Öffentlichkeit. Doch ihre Botschaft ist ähnlich: Niemand sollte mit schweren Gedanken und seelischen Belastungen allein bleiben müssen.
Hinweis der Redaktion
Wenn Sie selbst Suizidgedanken haben oder sich Sorgen um einen nahestehenden Menschen machen, können Sie sich kostenlos und rund um die Uhr an die Telefonseelsorge wenden: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
Bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie die 112.


