Neue Proteste in Frankreich angekündigt: Auswärtiges Amt gibt wichtige Reisehinweise

Werden die Proteste wieder ausarten?
Jeremias Gonzalez/AP/dpaWer in den kommenden Tagen eine Reise nach Frankreich plant, sollte sich vor der Abfahrt über die aktuelle Lage informieren. Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für das Nachbarland aktualisiert. Hintergrund sind Protestaktionen, bei denen es zuletzt teilweise zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen ist. Weitere Demonstrationen und Arbeitsniederlegungen sind bereits angekündigt.
Frankreich: Neue Proteste am 31. Oktober angekündigt
Bereits am 17. und 24. Oktober 2026 fanden in Frankreich landesweite Protesttage statt. Dabei kam es an verschiedenen Orten zu gewalttätigen Ausschreitungen. Die Situation könnte auch in den kommenden Tagen angespannt bleiben.
Für Samstag, den 31. Oktober, hat die sogenannte Gelbwestenbewegung erneut zu Protestaktionen aufgerufen. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass weitere Demonstrationen und mögliche Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können.
Reisenden wird deshalb empfohlen, Demonstrationen möglichst zu meiden und den Anweisungen der örtlichen Sicherheits- und Ordnungskräfte Folge zu leisten.
Generalstreik am 5. November: Zugausfälle und Verspätungen möglich
Neben den angekündigten Protesten könnte ein landesweiter Generalstreik Anfang November für erhebliche Einschränkungen sorgen. Der französische Gewerkschaftsbund CGT hat für Donnerstag, den 5. November 2026, zu einem Generalstreik aufgerufen.
Auch vier Eisenbahnergewerkschaften haben für diesen Tag Arbeitsniederlegungen angekündigt. Damit könnte insbesondere der Bahnverkehr beeinträchtigt werden. Das Auswärtige Amt macht darauf aufmerksam, dass Reisende mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen müssen.
Darüber hinaus sind Einschränkungen im öffentlichen Leben möglich. So könnten öffentliche Einrichtungen, Schulen und Geschäfte ihre Öffnungszeiten verändern oder vorübergehend geschlossen bleiben.
Wie umfangreich die Auswirkungen tatsächlich ausfallen werden und welche Regionen besonders betroffen sein könnten, ist derzeit noch unklar.
Auswärtiges Amt gibt Frankreich-Reisenden wichtige Empfehlungen
Angesichts der bevorstehenden Proteste und Streiks empfiehlt das Auswärtige Amt, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen. Reisende sollten sich regelmäßig über die Situation in ihrer jeweiligen Urlaubsregion informieren.
Als zuverlässige Informationsquellen nennt die Behörde unter anderem die Internetseiten der örtlichen Polizeipräfekturen sowie die offiziellen Social-Media-Kanäle französischer Behörden.
Besondere Aufmerksamkeit sollten Reisende möglichen kurzfristigen Maßnahmen schenken. Dazu könnten nach Angaben des Auswärtigen Amts auch örtlich angeordnete Ausgangssperren gehören. Dass solche Maßnahmen tatsächlich verhängt werden, steht allerdings nicht fest.
Wer für den 5. November eine Zugfahrt geplant hat, sollte rechtzeitig den aktuellen Status seiner Verbindung überprüfen und mögliche Änderungen bei der Reiseplanung berücksichtigen.
