Örtlich droht Hagel: DWD warnt vor Gewittern in diesen Regionen

Heute können sich über Deutschland Gewitter bilden (Archivbild).
Julian Stratenschulte/dpaDeutschland steht am Mittwoch vor einem wechselhaften Wettertag. Vor allem im Norden und in der Mitte ziehen Schauer und Gewitter auf, regional besteht zudem die Gefahr von Starkregen. Im Süden bleibt es zunächst vielfach freundlich und sehr warm – am Abend können dort jedoch kräftige Gewitter entstehen. Örtlich sind sogar Unwetter möglich.
Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem Warnlagebericht vom Mittwochmorgen mitteilt, gelangt mit einem Frontensystem relativ warme und vor allem feuchte Meeresluft nach Deutschland. Im Süden wird es vorübergehend sehr warm. Die feuchte Luft sorgt allerdings in mehreren Regionen für eine erhöhte Gewittergefahr.
Gewitter zunächst im Norden
Am frühen Morgen und am Vormittag liegt der Schwerpunkt zunächst im Umfeld der Nordsee. Dort kommen kräftigere Schauer auf, vereinzelt sind Gewitter möglich. Diese können Starkregen mit Mengen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, kleinkörnigen Hagel und stürmische Böen bringen.
Im weiteren Tagesverlauf breiten sich die Schauer und Gewitter nach Nordosten und Osten aus, schwächen sich dabei aber allmählich ab. Einzelne Gewitter mit starken bis stürmischen Böen bleiben dennoch möglich.
Auch der Wind legt an den Küsten zu: An der Nordsee erwartet der DWD einen auffrischenden Südwest- bis Westwind mit steifen Böen. An der Ostsee weht ebenfalls ein lebhafter West- bis Südwestwind.
Starkregen in Teilen der Mitte
In den mittleren Landesteilen ist am Morgen und Vormittag ebenfalls mit kräftigen Niederschlägen zu rechnen. Betroffen ist nach Angaben des DWD insbesondere ein Gebiet vom nördlichen Nordrhein-Westfalen über Nordhessen und das südliche Niedersachsen. Der schauerartige Regen kann sich noch etwas weiter nach Osten ausbreiten und örtlich von Gewittern begleitet werden.
Kleinräumig sind dabei mehr als 20 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde beziehungsweise mehr als 30 Liter innerhalb mehrerer Stunden möglich.
Am Nachmittag lassen die Niederschläge in der Mitte zunehmend nach.
Abends steigt im Südwesten die Unwettergefahr
Deutlich brisanter kann die Wetterlage später im Süden und Südwesten werden. Während dort tagsüber zunächst häufig die Sonne scheint und die Temperaturen im Südwesten auf bis zu 32 Grad steigen können, nimmt die Gewittergefahr am späten Nachmittag und Abend deutlich zu.
Von Saarland und Rheinland-Pfalz sowie Nordbaden aus können kräftige Gewitter nach Südosten ziehen. Im weiteren Verlauf reicht das gefährdete Gebiet laut DWD bis nach Oberfranken beziehungsweise ins Vogtland.
Dabei drohen Starkregen, Hagel und Sturmböen. Unwetter sind nicht ausgeschlossen. Am Abend geht die größte Gefahr zunächst von Hagel und schweren Sturmböen aus, in der Nacht zum Donnerstag rückt zunehmend kräftiger Starkregen in den Mittelpunkt.
Auch zwischen Saarland, Rheinland-Pfalz und Südhessen kann am Abend erneut schauerartiger Regen aufziehen.
Temperaturen erreichen bis zu 32 Grad
Die Höchsttemperaturen liegen am Mittwoch zwischen 20 und 28 Grad. Im Südwesten können bis zu 32 Grad erreicht werden. Dazu weht ein mäßiger Südwest- bis Westwind, der zeitweise stark böig auffrischt.
In der Nacht zum Donnerstag beruhigt sich das Wetter im Norden und in der Mitte zunächst vielerorts. Über die südliche Mitte zieht dagegen teils kräftiger Regen ostwärts. Weiter südlich sind weiterhin einzelne und anfangs auch kräftige Gewitter möglich. Die Tiefstwerte liegen zwischen 17 und 10 Grad.
Auch am Donnerstag bleibt Starkregen möglich
Eine nachhaltige Wetterberuhigung ist zunächst nicht in Sicht. Am Donnerstag erwartet der DWD besonders im Süden weitere schauerartige und teils gewittrige Regenfälle. Dabei besteht erneut Starkregenpotenzial. An den Alpen kann es zudem über längere Zeit regnen.
Im Nordwesten treten ebenfalls Schauer auf, an der Nordsee sind einzelne Gewitter möglich. In den übrigen Regionen bleibt es bei wechselnder Bewölkung häufiger trocken. Die Temperaturen erreichen 20 bis 28 Grad.
