Peekachu war „dehydriert“: Aus Tierpark in Kanada gerettete Walkuh tot

Mit aufwendigem Transport wurden die Tiere umgesiedelt. (Archivbild)
Carlos Osorio/The Canadian Press via AP/dpa- Ein geretteter Belugawal starb zwei Wochen nach der Umsiedlung in Chicago.
- Peekachu war 23 Jahre alt und laut Bluttests dehydriert – Behandlungen halfen nicht.
- Das Shedd Aquarium meldete zuvor Fortschritte, etwa Futternahme aus der Hand.
- Eine Obduktion soll klären, was zu ihrem Tod beitrug.
- Die Wale wurden aus dem kanadischen Park „Marineland“ auf mehrere Aquarien verteilt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Rund zwei Wochen nach der Umsiedlung aus einem umstrittenen kanadischen Freizeitpark ist ein geretteter Belugawal in einem Aquarium in Chicago gestorben. Die 23 Jahre alte Peekachu sei am Dienstagabend plötzlich gestorben, teilte das Shedd Aquarium mit. Bluttests hätten zuvor ergeben, dass das Tier dehydriert gewesen sei. Trotz Behandlung und Flüssigkeitsgabe habe es nicht gerettet werden können.
Die Walkuh, die etwas kleiner als andere und auf einem Auge blind gewesen sei, habe eigentlich Fortschritte gezeigt, Tintenfisch und Hering aus den Händen der Pfleger gefressen und sich interessiert an der neuen Umgebung gezeigt, hieß es von dem Tierpark. Eine Obduktion soll nun „Antworten darauf liefern, was zu ihrem Tod beigetragen haben könnte“.
Park drohte mit Tötung der Wale
Der „Marineland“-Themenpark in Kanada hatte seine Tore 2024 für Besucher geschlossen. Im vergangenen Jahr drohte er mit dem Einschläfern seiner dort verbleibenden 30 Wale, wenn er kein Geld von der kanadischen Regierung bekomme. Man sei bankrott und sehe sich nicht mehr in der Lage, für den Unterhalt der Weißwale aufzukommen, hieß es in einem Schreiben.

Für den Einsatz wurden Kräne benötigt.
Carlos Osorio/The Canadian Press via AP/dpaDas zuständige Fischereiministerium stimmte dann einem Plan zu, alle 30 im Park verbleibenden Wale auf vier Aquarien in den USA und eines im spanischen Valencia zu verteilen. Laut Tierschutzorganisationen werden Belugawale bis etwa fünf Meter lang und rund 1.500 Kilo schwer.

Ein Konvoi aus Lastwagen brachte die Tiere zum Flughafen.
Carlos Osorio/The Canadian Press via AP/dpaBei Tierschützern stand der Park schon seit langem wegen seiner Haltungsbedingungen massiv in der Kritik. Immer wieder waren dort Tiere gestorben - unter anderem 2023 der Orca Kiska, der zeitweise alleine in einem Betonbecken lebte und deswegen den Spitznamen „einsamster Wal der Welt» bekam.