Auswirkungen des Iran-Kriegs: Tankstellen auf den Philippinen müssen schließen

Viele Tankstellen auf den Philippinen sind aktuell geschlossen (Archivbild).
realyamcha / shutterstock.comAuslöser der Entwicklung ist die Eskalation zwischen den USA, Israel und Iran. Seit Ende Februar greifen die USA und Israel Ziele im Iran an, woraufhin Teheran mit Gegenangriffen reagierte. Daraufhin schränkte Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ein. Dies ist eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öltransport, über die zuvor täglich mehr als 20 Millionen Barrel Öl und Gas transportiert wurden.
Energie-Notstand auf den Philippinen
Vor diesem Hintergrund rief der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. am 24. März den nationalen Energie-Notstand aus. Ziel ist es, die Versorgung im Land zu stabilisieren und wirtschaftliche Folgen abzufedern. Eine eigens eingesetzte Regierungskommission soll Maßnahmen koordinieren, um Energieversorgung, Transport und wirtschaftliche Aktivität aufrechtzuerhalten. Trotz dieser Maßnahmen zeigen sich bereits konkrete Auswirkungen im Alltag.
Aktuell über 300 geschlossene Tankstellen
Nach Angaben der philippinischen Polizei mussten landesweit zahlreiche Tankstellen ihren Betrieb einstellen. Zwischenzeitlich lag die Zahl der geschlossenen Stationen bei 425. Zwar hat sich die Lage zuletzt leicht entspannt, doch am 30. März waren noch immer 365 Tankstellen außer Betrieb. Ein Grund für die temporären Schließungen sind Lieferengpässe bei Treibstoffen. Einige Tankstellen konnten inzwischen wieder öffnen, nachdem neue Lieferungen eingetroffen waren. Dennoch bleibt die Versorgungslage angespannt.
Im Zuge der Krise wurden mehrere Fälle von Hortung und überhöhten Preisen durch die Polizei registriert. Insgesamt sind bislang sieben Verfahren eingeleitet worden. In einem aktuellen Fall beschlagnahmte die Polizei unter anderem einen Tanklaster sowie rund 1.200 Liter Benzin mit einem geschätzten Wert von mehr als zwei Millionen philippinischen Peso. Die Regierung appelliert an die Bevölkerung, keine Treibstoffe zu hamstern und von spekulativen Geschäften abzusehen.
