Portugal und Spanien
: Verheerende Waldbrände fordern mehr als 30 Tote

Bei Waldbränden in Portugal sind erst vor wenigen Monaten Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Jetzt wird die iberische Halbinsel erneut von den Flammen heimgesucht.
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red/AP
Stuttgart
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  • In Portugal (Foto) und Spanien wüten zurzeit verheerende Waldbrände.

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  • Behördenangaben zufolge gab es in Portugal mehr als hundert Feuerherde.

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  • Allein in Portugal wurden die Flammen auch nach Einbruch der Dunkelheit von rund 5500 Angehörigen der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Streitkräfte bekämpft.

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  • Dort mussten zahlreiche Landstraßen und auch drei Autobahnen gesperrt werden.

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  • Medien berichteten von „Hunderten bis Tausenden Menschen“, die nachts in ihren Fahrzeugen festsaßen.

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  • In Portugal wüten verheerende Waldbrände.

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  • In Portugal wüten verheerende Waldbrände.

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  • Auch Spanien wurde hart von den Bränden getroffen.

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  • Besonders betroffen war in Spanien die Region um die Hafen- und Industriestadt Vigo.

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  • In der größten Stadt Galiciens und in anderen Gemeinden der Region gab es Rauchschwaden, die von den Waldbränden stammten.

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  • In den Vororten Vigos mussten Medienberichten zufolge unter anderem die Besucher eines Einkaufszentrums, die Nachtschicht-Arbeiter verschiedener Fabriken sowie Dutzende Bewohner der Universitäts-Residenz in Sicherheit gebracht werden.

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  • Auch Spanien wurde hart von den Bränden getroffen.

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  • Auch Spanien wurde hart von den Bränden getroffen.

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Madrid/Lissabon - Rund fünf Monate nach den verheerenden Bränden mit 64 Toten in Portugal halten brennende Wälder Tausende von Menschen auf der iberischen Halbinsel erneut in Atem. In Portugal und Spanien sind insgesamt mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Besonders verheerend waren die Brände in Portugal, wo nach Angaben des Zivilschutzes vom Montag mindestens 31 Menschen starben.

Neben für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen und starker Trockenheit wurden die Feuer auch von Ausläufern des Wirbelsturms „Ophelia“ angefacht, der bei Irland tobte. Der portugiesische Regierungschef Antonio Costa rief den Ausnahmezustand für die betroffenen Regionen aus. Insgesamt mehr als 5800 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Am Montag wurden noch rund 30 Großfeuer gezählt, insgesamt gab es am Sonntag 524 kleinere und größere Brände. Mehr als 50 weitere Menschen wurden durch die Brände verletzt, 15 von ihnen lebensgefährlich, sagte eine Sprecherin des portugiesischen Zivilschutzes der Nachrichtenagentur Lusa. Betroffen von den Waldbränden seien die Regionen Coimbra, Castelo Branco sowie Viseu im Zentrum des Landes und Guarda im Norden. Besonders schlimm war die Lage demnach bei Lousa in der Region Coimbra. Allein dort kämpften 650 Feuerwehrleute gegen die Flammen.

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Stuttgarter Zeitung

Bei 17 Feuern gingen die Behörden davon aus, dass Brandstifter am Werk waren. „Das sind absolut vorsätzliche Feuer, verursacht von Leuten, die wussten, was sie tun“, sagte der Chef der Regionalregierung, Alberto Nuñez Feijoo. Die Lage am Montag sei „sehr Besorgnis erregend“. Feijoo kündigte drei Tage öffentlicher Trauer an.

Polizei identifiziert Brandstifter

Der spanische Innenminister Juan Ignacio Zoido schrieb beim Kurznachrichtendienst Twitter mit Blick auf die Brandstiftungen, „mehrere Menschen wurden im Zusammenhang mit den Feuern in Galicien identifiziert“. Zoido sagte dem Sender La Sexta, der Wirbelsturm „Ophelia“, der sich bei Irland austobte, fache mit starken Winden von bis zu 90 Stundenkilometern an seinen Rändern die Feuer immer wieder an.

Fernsehbilder zeigten Einwohner der Stadt Carballeda de Avia, die sich Tücher vor Mund und Nase hielten und verzweifelt Flammen mit Wasser aus Eimern und Töpfen bekämpften. Ein älterer Mann wurde tot bei einem Schuppen hinter seinem Haus gefunden. Zwei Sporthallen und drei Hotels der Stadt wurden zu Notquartieren umfunktioniert.

In der Stadt Vigo blieben mindestens zehn Schulen am Montag geschlossen. Nahe der Stadt Nigran bei Vigo kamen zwei Autoinsassen ums Leben, die vor den Flammen flüchten wollten. Die spanische Eisenbahngesellschaft Renfe setzte sämtliche Verbindungen zwischen Vigo und Barcelona aus. Zahlreiche Straßen in der Region wurden gesperrt.