Reisen nach Dubai und Abu Dhabi
: Besteht aktuell eine Reisewarnung?

Die Lage in den Vereinigten Arabischen Emiraten galt vorübergehend als stabil. Doch wie sieht es aktuell aus?
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Höher, schneller, weiter: In Dubai Downtown steht das derzeit höchste Gebäude der Welt. Der Burj Khalifa wurde 2010 eröffnet und misst  828 Meter.

Höher, schneller, weiter: In Dubai Downtown steht das derzeit höchste Gebäude der Welt. Der Burj Khalifa wurde 2010 eröffnet und misst 828 Meter.

Dubai Tourismus

Wer einen Urlaub in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gebucht hat, blickt derzeit mit Sorge auf die Entwicklungen in der Region. Die Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA dauern an. Muss die Reise nun abgesagt werden?

Gibt es eine Reisewarnung?

Nein, eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Dubai und Abu Dhabi bzw. die Vereinigten Arabischen Emirate besteht derzeit nicht. Die Behörde weist zwar auf die volatile Sicherheitslage in der Region hin, rät aktuell jedoch nicht grundsätzlich von Reisen ab. Reisenden wird allerdings empfohlen, geplante Aufenthalte und Transitverbindungen in oder über die Region sorgfältig zu prüfen.

Wie ist die Lage vor Ort?

Die Flughäfen in Abu Dhabi und Dubai befinden sich im Normalbetrieb. Die Tourismusbehörde von Dubai bezeichnet die Lage vor Ort als stabil. Die Behörden beobachten die Situation und ergreifen nach eigenen Angaben alle notwendigen Maßnahmen, um die Bevölkerung zu schützen. Auch die touristischen Attraktionen sind derzeit geöffnet.

Das Auswärtige Amt weist allerdings darauf hin, dass weiterhin das Risiko von Kampfhandlungen und Flughafensperrungen besteht. Die Islamische Revolutionsgarde drohte erst vor zwei Tagen damit, auch Ziele in den VAE ins Visier zu nehmen, sollten die USA ihre Angriffe nicht einstellen.

Was rät das Auswärtige Amt?

Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, insbesondere im Umfeld jüdischer und israelischer Einrichtungen. Reisende sollten daher geplante Aufenthalte und Transitverbindungen in oder über die Region sorgfältig prüfen und sich regelmäßig in internationalen und lokalen Medien über die aktuelle Sicherheitslage informieren.

Empfohlen wird außerdem die Registrierung in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts. Die dort hinterlegten Daten sollten regelmäßig aktualisiert werden, insbesondere nach einer Weiterreise in ein anderes Land. Auch die Hinweise der nationalen Krisen- und Katastrophenschutzbehörde NCEMA, einschließlich ihrer Veröffentlichungen auf Facebook, sollten beachtet werden.

Bei einer Verschärfung der Sicherheitslage ist den Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten. An belebten Orten, bei besonderen Veranstaltungen sowie in der Nähe US-amerikanischer, jüdischer und israelischer Einrichtungen ist besondere Aufmerksamkeit geboten.

Mobiltelefone, andere Kommunikationsgeräte und externe Akkus sollten stets vollständig geladen sein. Zudem ist zu beachten, dass das Fotografieren und Filmen, insbesondere im Zusammenhang mit aktuellen militärischen Auseinandersetzungen, streng verboten ist und strafrechtlich verfolgt werden kann.