So ist die Lage
: Gilt aktuell eine Reisewarnung für Dubai?

Kann man aktuell nach Dubai reisen? So schätzt das Auswärtige Amt die Situation ein.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Wie ist die Lage vor Ort?

Fatima Shbair/AP/dpa

Für Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate gilt nach aktuellem Stand keine ausdrückliche Reisewarnung. Das bedeutet jedoch nicht, dass Reisen in die Region völlig risikofrei sind. Die offiziellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes verweisen weiterhin auf eine angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten und am Persischen Golf.

So schätzt das Auswärtige Amt die Lage ein

Laut dem Stand vom 29. Juni 2026 bleiben die Hinweise des Auswärtigen Amts für die Vereinigten Arabischen Emirate unverändert gültig seit dem 23. Juni 2026. Die letzten Änderungen betreffen vor allem die aktuelle Sicherheitslage in der Region, einen Sicherheitshinweis sowie redaktionelle Anpassungen.

Hintergrund ist die weiter instabile Lage nach den militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran. Zwar wurde am 17. Juni 2026 eine Absichtserklärung zur Beendigung der Kampfhandlungen unterzeichnet, dennoch besteht weiterhin das Risiko einer erneuten Eskalation. Dazu zählen mögliche militärische Schläge gegen Staaten in der Region, Sperrungen oder Einschränkungen im Flugverkehr sowie sicherheitsrelevante Vorfälle auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Für Reisende nach Dubai heißt das: Eine Reise ist nicht grundsätzlich untersagt oder offiziell durch eine Reisewarnung ausgeschlossen. Dennoch sollten Urlauber und Geschäftsreisende die Lage ernst nehmen und sich vor sowie während der Reise regelmäßig informieren. Besonders wichtig ist es, internationale und lokale Medien zu verfolgen, aktuelle Hinweise der Behörden zu beachten und bei einer Verschärfung der Lage den Anweisungen von Sicherheitskräften unmittelbar Folge zu leisten.

Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre Sicherheitsmaßnahmen erhöht, insbesondere rund um jüdische und israelische Einrichtungen. Reisende sollten an belebten Orten, bei besonderen Anlässen sowie in der Nähe US-amerikanischer, jüdischer oder israelischer Einrichtungen besonders aufmerksam sein.

Auch praktische Vorsorge bleibt sinnvoll. Dazu gehört, Mobiltelefone und externe Akkus vollständig geladen zu halten, wichtige Dokumente digital und physisch griffbereit zu haben und sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts zu registrieren. Wer bereits registriert ist, sollte prüfen, ob die hinterlegten Daten noch aktuell sind.

Zu beachten ist außerdem, dass Fotografieren und Filmen im Zusammenhang mit militärischen Auseinandersetzungen oder sicherheitsrelevanten Ereignissen in den Vereinigten Arabischen Emiraten streng verboten sein kann und strafrechtlich verfolgt wird. Reisende sollten daher insbesondere bei Polizei-, Militär-, Sicherheits- oder Krisensituationen keine Aufnahmen machen.