Reisewarnung für Mexiko?
: So gefährlich wird die Fußball-WM

Mexiko ist 2026 ein Traumziel, doch aktuelle Nachrichten über Unruhen sorgen für Verunsicherung. Kann man trotzdem noch reisen?
Von
Michael U. Maier
Stuttgart
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Auch in Mexiko wird 2026 um den WM-Pokal gespielt.

Claudio Thoma/KEYSTONE/dpa

Mexiko lockt mit traumhaften Stränden, faszinierenden Maya-Ruinen und einer der besten Küchen der Welt. Besonders in diesem Jahr, da Mexiko neben den USA und Kanada einer der Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im Sommer ist, rückt das Land in den Fokus unzähliger Reisender.

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Doch so schön das Land ist, so oft liest man auch von Kartellgewalt und Kriminalität. Da stellt sich unweigerlich die Frage: Wie gefährlich ist ein Urlaub in Mexiko wirklich?

Situation am Airport Guadalajara in Jalisco.

Foto: AFP

Aktuelle Reisewarnung für Mexiko (Jalisco/Guadalajara)

Wer sich aktuell in Mexiko aufhält oder in den nächsten Tagen dorthin reist, muss besonders wachsam sein. Das Auswärtige Amt hat am 22. Februar 2026 seine Sicherheitshinweise aktualisiert.

Der Grund: Am 22. Februar 2026 kam es im Bundesstaat Jalisco zu massiven Einsätzen mexikanischer Sicherheitskräfte, bei denen ein hochrangiger Kartellführer getötet wurde.

Der Reiseverkehr ist beeinträchtigt.

Foto: AFP

Als Reaktion darauf toben in verschiedenen Landesteilen schwere Unruhen, mit brennenden Barrikaden und Straßensperren. Auch der Flugverkehr, insbesondere am Flughafen Guadalajara Bundesstaat Jalisco, kann zeitweise beeinträchtigt sein.

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Reisehinweise vom Auswärtigen Amt

Das Auswärtige Amt rät aktuell dringend:

  • Verfolgen Sie die Nachrichten und halten Sie sich an die Anweisungen der lokalen Behörden.
  • Bleiben Sie an einem sicheren Ort (etwa in Ihrem Hotel) und verzichten Sie auf nicht zwingend notwendige Fahrten.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen und Orte, an denen die Polizei im Einsatz ist.
  • Leisten Sie bei Straßensperren niemals Widerstand und versuchen Sie nicht zu flüchten.
  • Wie gefährlich ist Mexiko für Touristen?

    Wenn man die Kriminalitätsstatistiken liest, kann einem schnell mulmig werden. Die Gewaltkriminalität (insbesondere Morde und bewaffnete Raubüberfälle) ist in Mexiko landesweit sehr hoch.

    Unruhen in Mexiko.

    Foto: AFP

    Aber: Es muss hier stark differenziert werden. Die extreme Gewalt geht fast ausschließlich von der organisierten Kriminalität (Drogenkartellen) aus, die um Einflussgebiete kämpfen. Touristen sind in der Regel nicht das direkte Ziel dieser Gewalt. Millionen von Urlaubern, die jedes Jahr nach Mexiko reisen, kehren unversehrt und mit tollen Erinnerungen zurück.

    Dennoch besteht das Risiko, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein und als unbeteiligter Dritter in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Zudem sind Diebstähle, Überfälle und Betrugsmaschen (wie das Klonen von Kreditkarten) Risiken, auf die man sich als Reisender einstellen muss.

    Der Tempel von Tulum ist eine beliebte Attraktion in Mexiko.

    Foto: imago images/Laurent Marolleau

    „No-Go-Areas“ in Mexiko

    Das Auswärtige Amt spricht für bestimmte Bundesstaaten eine dringende Reisewarnung aus. Von touristischen Reisen in folgende Regionen wird aufgrund von Drogen- und Bandenkriminalität stark abgeraten:

  • Colima (Ausnahme: Manzanillo bei direkter Anreise per Schiff/Flugzeug)
  • Guerrero (Ausnahme: Ixtapa-Zihuatanejo per Flugzeug und Taxco bei Tageslicht)
  • Von Acapulco wird abgeraten!
  • Michoacán
  • Sinaloa (Ausnahme: Los Mochis / Fahrt mit dem Zug „El Chepe“ bei direkter Fluganreise)
  • Tamaulipas (nördlich von Ciudad Victoria)
  • Zacatecas
  • Das direkte Grenzgebiet zu den USA (außer für den reinen Transit)
  • Bundesstaat Guanajuato: südwestlich der Bundesstraße 45D, einschließlich Celaya, Salamanca und Irapuato.
  • Bundesstaat Jalisco: Vor allem von Reisen in das Grenzgebiet zum Bundesstaat Guanajuato wird abgeraten.
  • Touristenhochburgen in Mexiko (Cancún, Tulum, Yucatán)?

    Die Halbinsel Yucatán mit den Bundesstaaten Quintana Roo (Cancún, Playa del Carmen, Tulum) und Yucatán gilt im landesweiten Vergleich als sicherer. Hier konzentriert sich der Großteil des Tourismus, weshalb die mexikanische Regierung diese Gebiete stark durch Polizei und Militär schützt.

    Trotzdem ist auch die Riviera Maya kein komplett gewaltfreier Raum. In der Vergangenheit kam es vereinzelt zu Schießereien zwischen Bandenmitgliedern in der Nähe von Stränden oder in belebten Clubs, bei denen auch Touristen verletzt wurden.

    Sicherheitstipps für Mexiko

    Wenn Sie sich an gewisse Grundregeln halten, können Sie das Risiko drastisch minimieren:

  • Keine Fahrten bei Dunkelheit: Verzichten Sie auf Überlandfahrten mit dem Mietwagen nach Einbruch der Dunkelheit. Das Risiko von Überfällen, aber auch von schweren Verkehrsunfällen durch unbeleuchtete Fahrzeuge oder Tiere auf der Fahrbahn, ist nachts extrem hoch.
  • Nutzen Sie sichere Transportmittel: Steigen Sie nicht in unregistrierte Taxis auf der Straße ein. Nutzen Sie offizielle „Sitio“-Taxis (die man per Telefon ruft oder an festen Ständen findet), Uber oder die erstklassigen ADO-Überlandbusse (1. Klasse oder Luxusklasse).
  • Kein falscher Held sein: Sollten Sie tatsächlich überfallen werden, leisten Sie keinen Widerstand. Geben Sie Ihre Wertsachen sofort heraus. Materielle Dinge lassen sich ersetzen, Ihr Leben nicht.
  • Geld und Wertsachen: Tragen Sie keinen auffälligen Schmuck oder teure Uhren. Heben Sie Geld am besten nur tagsüber und im Inneren von Banken oder gut bewachten Einkaufszentren ab, um Skimming und Raub zu vermeiden.
  • Vorsicht beim Ausgehen: Lassen Sie Ihre Getränke in Bars und Clubs nie unbeaufsichtigt (Gefahr von K.-o.-Tropfen) und meiden Sie den Kontakt zu Drogen strikt.
  • Bleiben Sie informiert: Laden Sie sich die App „Sicher Reisen“ des Auswärtigen Amts herunter und verfolgen Sie die lokalen Nachrichten.
  • ELEFAND-Liste: Tragen Sie sich vor Ihrer Reise in die Krisenvorsorgeliste (ELEFAND) des Auswärtigen Amts ein. So weiß die deutsche Vertretung im Notfall (z. B. bei Naturkatastrophen wie Hurrikans oder plötzlichen Unruhen), dass Sie im Land sind, und kann Sie kontaktieren.
  • Quintana Roo: Laden Sie sich die offizielle App „Guest Assist“ herunter. Sie wurde speziell für Touristen in dieser Region entwickelt und bietet schnelle Hilfe und Notfallkontakte.
  • Die Sicherheitslage in Mexiko kann sich schnell ändern. Bitte prüfen Sie vor Ihrer Abreise immer die tagesaktuellen Hinweise auf der Website des Auswärtigen Amts.