Iran-Krieg
: Gefahr in Dubai und Riad? „Flugbetrieb unregelmäßig und riskant“

Attacken auf einen internationalen Flughafen, Tote, Verletzte, stornierte Flüge: Der Konflikt am Golf hat eine neue Eskalationsstufe erreicht.
Von
Michael Maier
Berlin
Nahostkonflikt - Saudi-Arabien: Dieses Bild aus einem vom saudischen Medienministerium via AP veröffentlichten CCTV-Video zeigt Passagiere, die Schutz suchen, während Flammen und Rauch in einem Teil des King-Khalid-Flughafens in Riad zu sehen sind, während eines Vorfalls vom 10. Oktober 2026, den die Behörden als Angriff auf den Flughafen bezeichneten. (zu dpa: «Saudi-Arabien und Jemen: Eine neue Front im Iran-Krieg»)

Von einer Kamera aufgezeichnete tödliche Explosion am Fluhafen Riad.

Uncredited/Saudi Media Ministry via AP/dpa
  • Angriffe auf saudische Flughäfen: In Riad starben 18 Menschen, über 300 wurden verletzt.
  • Huthi-Miliz aus dem Jemen greift seit Anfang September 2026 Ziele in Saudi-Arabien an.
  • Deutschland, USA, UK, Österreich und Niederlande verschärfen Reisewarnungen für Saudi-Arabien.
  • Für die VAE raten mehrere Staaten von nicht notwendigen Reisen ab – Level 3 für USA.
  • Reisende sollen Airlines kontaktieren, Elefand nutzen und Flughäfen in Saudi-Arabien meiden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zweimal Raketenalarm im Passagierterminal des King-Khalid-International Airport in Riad: 18 Menschen starben, über 300 wurden verletzt. Verantwortlich: die von Iran unterstützte Huthi-Miliz aus dem Jemen, die seit Anfang September 2026 systematisch Ziele in Saudi-Arabien angreift – Flughäfen, Ölinfrastruktur, Militäranlagen. Die Reaktion westlicher Außenministerien ließ nicht lange auf sich warten, nachdem die Lufthansa bereits im Vorfeld der Attacken präventiv ihre Flüge eingestellt hatte.

Das deutsche Auswärtige Amt rät nun dringend von der Nutzung des Flughafens Riad ab, nennt auch den Flughafen Dammam als mögliches Angriffsziel und stuft den Flugbetrieb an allen saudischen Airports als „unregelmäßig und riskant“ ein. Eine formale Reisewarnung gilt für das Grenzgebiet zu Jemen – für den Rest des Landes wird von Reisen abgeraten. Airlines wie Condor und Eurowings sind noch vorsichtiger, und nehmen bestimmte ab November angekündigte Dubai-Flüge gar nicht erst auf. Davon betroffen ist unter anderem auch Stuttgart.

Reisewarnung für Saudi-Arabien

Das britische Foreign Office verschärfte seine Hinweise direkt nach dem Angriff: Es rät jetzt von Reisen zu allen saudischen Flughäfen außer Medina ab und empfiehlt britischen Staatsangehörigen, stattdessen über Bahrain, Katar oder die VAE auszureisen. Österreich (BMEIA) empfiehlt dringend, alle Flughäfen im Land zu meiden – außer Mekka und Medina. Die USA halten Saudi-Arabien auf Level 3 von 4 („Reconsider Travel"). Für US-Regierungsbedienstete ist die Nutzung jedes saudischen Flughafens inzwischen genehmigungspflichtig. Die Niederlande haben für den Großteil des Landes Farbcode Orange verhängt: Das bedeutet, dass nur noch notwendige Reisen unternommen werden sollen.

Reisewarnungen westlicher Länder

  • Deutschland: Reisewarnung für Jemen-Grenzgebiet; Abraten von Reisen ins übrige Saudi-Arabien und in die VAE
  • USA: Level 3 von 4 („Reconsider Travel") für Saudi-Arabien und VAE
  • Großbritannien: Kein Flug über saudische Airports (außer Medina); erhöhte Terrorwarnung für VAE
  • Österreich: Alle saudischen Flughäfen meiden (außer Mekka/Medina); VAE Sicherheitsstufe 2 von 5
  • Niederlande: Farbcode Orange für Saudi-Arabien – nur notwendige Reisen

Wann kommt die Reisewarnung für Dubai?

Auf emiratischem Boden fallen derzeit (noch) keine Bomben – dennoch haben mehrere Regierungen ihre Warnungen auch für die VAE verschärft. Das betrifft auch den Asien-Transit über Flughäfen wie Dubai (DSB), Abu Dhabi (AUH) oder Sharjah (SHJ).

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Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen in die VAE ab, das US-Außenministerium stuft das Land ebenfalls auf Level 3 von 4 ein. Österreich weist auf einer vierteiligen Skala „Sicherheitsstufe 2“ aus und schließt Flugverkehrsunterbrechungen ausdrücklich nicht aus. Das britische Foreign Office spricht von einer erhöhten Terrorbedrohung und verweist auf die instabile Regionallage – ohne pauschales Reiseverbot, aber mit deutlichem Ton.

Strandurlaub und Pilgerfahrten möglich?

Wer Flüge über Riad oder Dammam gebucht hat, sollte umgehend Kontakt zur Airline aufnehmen – zahlreiche Verbindungen wurden bereits gestrichen. Wer sich aktuell in Saudi-Arabien aufhält, sollte sich in der deutschen Krisenvorsorgeliste Elefand registrieren, Cell-Broadcast-Alerts aktivieren und Flughäfen möglichst meiden. Fotos oder Videos von Einschlägen und Trümmerteilen sind in Saudi-Arabien im Übrigen strafbar – besonders auch das Weiterleiten in sozialen Medien. Für die Herbst- und Wintersaison am Strand von Dubai oder eine kleine Pilgerfahrt nach Saudi-Arabien sieht es also eher schlecht aus. Und wer jetzt in die Region reist, tut das bewusst auf eigenes Risiko.