Schnee in Deutschland: Hier kann es heute Nacht schneien

In den höheren Lagen Bayerns kann es schneien (Archivbild).
Karl-Josef Hildenbrand/dpaRegen, Gewitter und kräftiger Wind bestimmen derzeit das Wetter in Deutschland. In der Nacht zum Freitag sinken die Temperaturen deutlich – in den Alpen kann sogar Schnee fallen. Auch zum Wochenende bleibt es unbeständig.
Der Herbst zeigt sich in Deutschland von seiner ungemütlichen Seite. Am Donnerstag (8. Oktober) ziehen teils kräftige Regenfälle über weite Teile des Landes. Besonders am Alpenrand ist mit länger anhaltendem Dauerregen zu rechnen. Dazu kommt ein böiger Wind, der an den Küsten und in höheren Lagen Sturmstärke erreichen kann. Im Südosten und Nordwesten sind zudem einzelne Gewitter möglich.
Die Temperaturen fallen regional sehr unterschiedlich aus: Während in den westlichen Mittelgebirgen nur rund 12 Grad erreicht werden, sind an der Neiße im Osten noch bis zu 22 Grad möglich.
In der Nacht fällt in den Alpen Schnee
In der Nacht zum Freitag (9. Oktober) beruhigt sich das Wetter in vielen Regionen. Im Süden fällt zunächst noch etwas Regen, während es andernorts zunehmend auflockert und häufig trocken bleibt. An den Küsten sind weiterhin einzelne Schauer möglich. Gegen Morgen zieht an der Nordsee neuer Regen auf.
In den Alpen könnte der Niederschlag allerdings teilweise als Schnee fallen. Dort sinkt die Schneefallgrenze in der Nacht auf etwa 1800 Meter. Oberhalb dieser Höhe sind damit Schneeflocken möglich. In tieferen Lagen bleibt es dagegen bei Regen.
Auch abseits der Berge wird es spürbar kühler. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen 2 und 8 Grad, an der See bleibt es milder. Örtlich kann sich Nebel bilden. Der Wind lässt in vielen Regionen nach, bleibt an den Küsten und im höheren Bergland jedoch kräftig.
Wetter am Freitag: Neuer Regen und kräftige Windböen
Eine nachhaltige Wetterberuhigung ist zunächst nicht in Sicht. Am Freitag (9. Oktober) können sich die Menschen im Süden und Südosten nach der Auflösung örtlicher Nebelfelder noch über längere sonnige und trockene Abschnitte freuen.
Im übrigen Deutschland dominieren dagegen dichte Wolken. Von Nordwesten breitet sich neuer Regen aus, der bis zum Abend auch die Donau und die Oder erreicht. Besonders im Nordwesten können sich im Tagesverlauf kräftige Schauer und einzelne Gewitter entwickeln.
Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 11 und 17 Grad. Dazu weht ein mäßiger, im Norden frischer Südwestwind. An den Küsten und auf den Bergen sind erneut stürmische Böen oder Sturmböen möglich.
In der Nacht zum Samstag zieht der Regen weiter in den Süden. Im Norden und Nordwesten lockern die Wolken zeitweise auf, an der Nordsee muss jedoch weiterhin mit Schauern und einzelnen Gewittern gerechnet werden. Die Temperaturen sinken auf 4 bis 11 Grad, an den Küsten bleibt es milder.
Wetter am Wochenende: Gewitter und Starkregen an der Nordsee
Auch am Samstag (10. Oktober) bleibt das Wetter wechselhaft. Ein Regengebiet verlagert sich von der Mitte Deutschlands in den Süden und Südosten. Dabei können die Niederschläge zeitweise kräftiger ausfallen. Im Nordwesten kommt es zu Schauern, an der Nordsee wiederholt auch zu Gewittern.
Bei Höchstwerten zwischen 12 und 18 Grad bleibt es herbstlich kühl. Der Südwest- bis Westwind weht weiterhin böig, an den Küsten und im Bergland sind stürmische Böen möglich.
Besonders an der Nordsee könnte die Nacht zum Sonntag ungemütlich werden. Dort sind Schauer und Gewitter mit teils mehrstündigem Starkregen vorhergesagt. An den Alpen fällt zunächst ebenfalls noch etwas Regen, während die Niederschläge in anderen Landesteilen meist nachlassen. Die Temperaturen gehen auf 4 bis 10 Grad zurück.
Am Sonntag (11. Oktober) wechseln sich Sonne und Quellwolken ab. Dazu sind vielerorts Schauer möglich. An Nord- und Ostsee kann es wiederholt zu kurzen Gewittern kommen. Die Temperaturen steigen auf 13 bis 19 Grad.
Der Wind bleibt zunächst lebhaft und teils stark böig. An den Küsten und in höheren Lagen kann es zeitweise stürmisch werden. Erst in der Nacht zum Montag lässt der Wind allgemein nach. Auch die Schauer klingen zunehmend ab, örtlich bildet sich Nebel. Die Temperaturen sinken auf 3 bis 10 Grad.
Ein flächendeckender Wintereinbruch ist damit vorerst nicht in Sicht. Schnee ist nach der vorliegenden Prognose nur in den höheren Lagen der Alpen möglich. In den meisten anderen Regionen Deutschlands bestimmen weiterhin Regen, Wind und wechselhafte Herbsttemperaturen das Wetter.
