Schumacher aus Koma erwacht
: Fans auf der ganzen Welt atmen auf

Fans auf der ganzen Welt freuen sich über die Nachricht, dass Michael Schumacher aus dem Koma erwacht ist. Darunter auch sein Freund Nationalspieler Lukas Podolski. Wie es Schumacher genau geht, ist indes unbekannt.
Von
dpa
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
  • Michael Schumacher hat das Krankenhaus offenbar verlassen.

    AFP
  • Michael Schumacher wird 1969 in Hürth-Hermülheim bei Köln geboren. Bevor er 1991 zum ersten Mal einem bei Grand-Prix-Rennen der Formel 1 startete, war er ein erfolgreicher Kartfahrer.

    dpa
  • Im November 1994 gewinnt Schumacher seinen ersten Weltmeistertitel für Benetton im australischen Adelaide und wird damit erster deutscher Weltmeister in der Geschichte der Formel 1.

    dpa
  • Im Sommer 1995 heiratet er seine Frau Corinna.

    dpa
  • Auch 1995 wird „Schumi“ Weltmeister.

    AP
  • Auf Drängen von Berater Niki Lauda wechselt er 1996 zum italienischen Autobauer Ferrari.

    dpa
  • Im selben Jahr sorgt Schumacher beim Grand Prix für Furore: Vor dem letzten Rennen in Jerez geht der er vor seinem Konkurrenten Villeneuve in Führung. Als dieser ihn überholt, versucht Schumacher, ihn vorsätzlich zu behindern – und wird daraufhin aus der Wertung genommen.

    AP
  • 1998 ereignet sich bei einem Rennen in Spa ein Unfall: Schumacher fährt frontal auf das Heck des Wagens von Coulthard auf. Bei diesem Manöver verliert er seinen rechten Vorderreifen und muss aufgeben. Der Vorfall sorgt einige Jahre für erbitterten Streit zwischen den beiden Lagern.

    dpa
  • Anfang des Jahres 1999 werden Michael Schumacher und seine Frau Corinna zum zweiten Mal Eltern. Sohn Mick kommt am 22. März zur Welt.

    dpa
  • Bei einem Rennen im britischen Silverstone rast Schumacher bei einer Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometern frontal auf eine Mauer auf und bricht sich das rechte Schien- und Wadenbein. Die Saison beendet er auf Platz fünf.

    dpa
  • 2000 holt Schumacher den ersten Weltmeistertitel für Ferrari – es ist der erste Fahrertitel für den Rennstall seit 20 Jahren. Mit diesem Sieg beginnt eine wahre Erfolgs-Serie für den jungen Rennfahrer.

    dpa
  • 2001 wird Schumacher Weltmeister, genau wie ...

    dpa
  • ... im Jahr 2002. Dabei erreichte er insgesamt 144 Punkte – so viele Punkte wie kein Rennfahrer der Formel 1 zuvor.

    dpa
  • Seinen sechsten WM-Sieg erringt Schumacher mit einem Abstand von nur zwei Punkten vor Kimi Räikkönen.

    dpa
  • Der siebte Weltmeisterschaftstitel – es ist der fünfte Sieg in Folge – macht „Schumi“ zum erfolgreichsten Formel 1-Pilot aller Zeiten.

    dpa
  • Beim Großen Preis von Monaco 2006 schafft Schumacher die enge Rascasse-Kurve nicht und muss seinen Wagen auf der Strecke abstellen. Damit behindert er mehrere Konkurrenten. Der Vorfall hängt Schumacher noch lange nach, zum Ende der Saison verabschiedet er sich vorerst vom Rennsport.

    AP
  • 2010 gibt Schumacher sein Comeback als Mercedes-Pilot bekannt.

    dpa
  • Trotz der Unterstützung seiner zahlreichen Fans kann er nicht an vorherige Erfolge anknüpfen und beendet die Saison auf dem neunten Gesamtrang.

    dpa
  • Auch 2011 reicht es nicht für einen Platz auf dem Treppchen: Schumacher wird nur achter.

    dpa
  • Das Jahr 2012 war für Schumacher von zahlreichen Unfällen geprägt. Nach einem Auffahrunfall beim Großen Preis von Singapur erhält er eine Strafversetzung um zehn Positionen.

    dapd
  • Am 28. September gibt Mercedes bekannt, den Vertrag mit Schumacher nicht zu verlängern. Stattdessen wird Lewis Hamilton für 2013 verpflichtet.

    dpa
  • Kurz danach verkündet Schumi seinen Rückzug aus dem aktiven Rennsport. In Brasilien startet er zum letzten Mal und kommt als siebter ins Ziel.

     
  • Zum Ende der Saison landet Schumacher auf dem 13. Platz in der Weltmeisterschaft.

    AP
  • Dann die schlimme Nachricht: Am 29. Dezember 2013 verunglückt der Rekordweltmeister beim Skifahren in den französischen Alpen schwer und erleidet ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.

    dpa
  • Er wird in die Klinik in Grenoble eingeliefert, liegt dort monatelang im Koma.

    dpa
  • Seine Fans stehen tagelang vor dem Krankenhaus.

    AP
  • Anfang April 2014 bestätigte Schumachers Managerin Sabine Kehm, dass er „Momente des Bewusstseins und des Erwachens“ zeige.

    dpa
  • Am 16. Juni die Erleichterung: Michael Schumacher ist aus dem Koma erwacht und hat die Klink verlassen.

    dpa
1 / 28

Grenoble - Die Fans von Michael Schumacher auf der ganzen Welt atmen auf: Der Formel-1-Rekordweltmeister ist nicht mehr im Koma. Der in Hürth-Hermülheim geborene 45-Jährige hat die Universitätsklinik in Grenoble verlassen, in die er am 29. Dezember 2013 mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen eingeliefert worden war. „Michael hat das CHU Grenoble verlassen, um seine lange Phase der Rehabilitation fortzusetzen. Er ist nicht mehr im Koma“, gab seine Managerin Sabine Kehm am Montag in einer Presseerklärung bekannt.

Über den genauen Zustand Schumachers machte sie keine Angaben. Auch an welchem Ort der zweifache Familienvater, der seit vielen Jahren am Genfer See lebt, nun die Reha macht, sagte Kehm nicht. Das Universitätskrankenhaus von Lausanne (CHUV) meldete am Mittag, dass Schumacher in ihre Klinik verlegt worden sei. CHUV-Mediensprecher Darcy Christen bestätigte das der Schweizer Nachrichtenagentur sda.

Kehm bekräftigte: „Für die Zukunft bitten wir um Verständnis, dass seine weitere Rehabilitation außerhalb der Öffentlichkeit erfolgen soll.“ Es war die erste Stellungnahme der Managerin seit rund zwei Monaten. Damals hatte sie von Momenten des Bewusstseins und des Erwachens berichtet, die Schumacher zeige.

Die Ärzte in Grenoble hatten Ende Januar damit begonnen, die Narkosemittel zu reduzieren und die Aufwachphase einzuleiten, nachdem Schumacher rund drei Stunden nach seinem Unfall im Skigebiet oberhalb von Méribel notoperiert worden war. Er hatte sich bei dem Sturz trotz eines Helmes ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zugezogen.

„Seine Familie möchte sich ausdrücklich bei allen behandelnden Ärzten, Pflegern, Schwestern und Therapeuten in Grenoble ebenso wie bei den Ersthelfern am Unfallort bedanken, die in diesen ersten Monaten hervorragende Arbeit geleistet haben“, schrieb Kehm. Der Dank der Familie gelte auch all den Menschen, die Michael so viele gute Wünsche gesendet hätten. „Sie haben ihm sicher geholfen.“

Die Nachricht von Schumachers nächstem Schritt zurück ins Leben löste sechs Tage vor dem Formel-1-Rennen in Österreich große Freude aus. „Wir hätten uns keinen besseren Start in die Woche wünschen können“, twitterte Schumachers ehemaliges Team Mercedes. „Exzellente Neuigkeiten über Schumi diesen morgen. Kämpfe weiter, Champ!“, schrieb der Rennstall Caterham. „Zuerst einmal, großartig die positiven Nachrichten über Michael Schumacher zu hören, dass er nicht länger im Koma ist“, betonte der Force-India-Rennstall von Schumacher-Landsmann Nico Hülkenberg. „Michael aus dem Koma. So happy“, schrieb Ex-Formel-1-Pilot Nick Heidfeld.

„Was für eine großartige Nachricht!!!“ twitterte auch Schumachers Kumpel Lukas Podolski umgehend und noch vor dem eigenen Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Montag bei der WM in Brasilien gegen Portugal: „Ich bin so froh und glücklich, als ich es eben erfahren habe.“ Der ehemalige Bundesliga-Profi Hans Sarpei schrieb: „Eine Botschaft, die schöner ist als jeder Sieg.“