Zugkatastrophe in Spanien: Zivilschutz bestätigt 46 Tote – „menschliches Versagen“ als Ursache?

Zusammenstoß zweier Züge am 28. Oktober in Spanien.
Juanma Jiménez/EUROPA PRESS/dpa- Zugkollision nahe Toledo: Zivilschutz bestätigt vorläufig 46 Tote.
- Angaben schwankten morgens stark, später meldeten Berichte mindestens 50 Tote.
- AVE und Iryo stießen bei Urda zusammen – zwei Iryo-Waggons entgleisten.
- Insgesamt 544 Menschen an Bord, Rettungskräfte und drei Hubschrauber im Einsatz.
- Ursache unklar, mögliches menschliches Versagen nach Ausfall der Signaltechnik.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Der spanische Zivilschutz hat die Zahl der Todesopfer nach der Zugkollision bei Toledo auf 46 beziffert. Am Morgen hatte die Regionalregierung zunächst mindestens zehn Tote genannt, was dann am Mittag auf „mindestens 30“ erhöht wurde.
Die unterschiedlichen Zahlen sorgten am Vormittag für Verwirrung. Die Sprecherin der Regionalregierung von Castilla-La Mancha hatte bei ihrer ersten von Agenturen zitierten Erklärung aber bereits ausdrücklich vor einem Anstieg der Opferzahl gewarnt. Mit der zwischenzeitlich vorliegenden Bestätigung vom Zivilschutz (Protección Civil) gegenüber verschiedenen spanischen Medien liegt der vorläufige Stand bei 46 Toten. In einigen Berichten ist inzwischen von mindestens 50 Todesopfern die Rede.
Spanien: Insgesamt 544 Menschen im Zug
Bei dem Unglück kollidierten ein AVE und ein Iryo-Zug im Bereich der Station Urda auf halber Strecke zwischen Toledo und Ciudad Real. Die beiden Züge stießen um 8.54 Uhr wohl bei Tempo 100 zusammen, zwei Iryo-Waggons wurden aus dem Gleisbett geschleudert. Im AVE waren nach Renfe-Angaben 397 Passagiere unterwegs, im Iryo 147.

Zwei Iryo-Waggons sollen beim Aufprall mit Tempo 100 von der Strecke geschleudert worden sein.
IMAGO/Cordon Press/LiveMediaFeuerwehr, Zivilschutz und medizinische Einsatzkräfte wurden zum Unfallort geschickt, darunter drei Rettungshubschrauber. Der Verkehr auf der Schnellfahrstrecke Madrid–Andalusien ist unterbrochen. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. In Regierungskreisen war laut spanischen Medien von mutmaßlichem „menschlichem Versagen“ eines Stellwerksmitarbeiters die Rede, nachdem zunächst die automatische Signaltechnik ausgefallen sei.
Vor den Parlamentswahlen am 29. November hat das Thema auch eine politische Komponente, da es Streit um den Zustand der Infrastruktur gibt. Bereits im Januar waren beim Bahnunglück von Adamuz in Andalusien 46 Menschen ums Leben gekommen und 120 verletzt worden.
