Statik-Alarm in Manhattan: Was mit dem Wolkenkratzer in New York passiert ist

Drohne vor der Fassade des ehemaligen Pfizer-Turms in New York – ist das Gebäude einsturzgefährdet?
MICHAEL M. SANTIAGO/afp- In Midtown Manhattan geriet ein 37-stöckiger Turm an der East 42nd Street in Schieflage.
- Einsatzkräfte sperrten weiträumig ab und evakuierten ein Hotel sowie eine Schule – niemand verletzt.
- Arbeiter fanden im 21. und 22. Stock eingeknickte tragende Säulen, Böden bis zur 26. Etage hingen durch.
- Der Bürgermeister sprach von einer äußerst ernsten Lage, Drohnen überwachen Risse und Statik.
- Umbau zu rund 1.600 Wohnungen läuft weiter, doch Teile werden mit Notstützen stabilisiert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Schreck im Berufsverkehr von New York City: Am Dienstag kam es in Midtown Manhattan zu einem Zwischenfall. Ein 37-stöckiger Wolkenkratzer in der East 42nd Street – unweit der berühmten Grand Central Station – geriet plötzlich in Schieflage. Einsatzkräfte sperrten die Straßen weiträumig ab und evakuierten umliegende Gebäude, darunter ein Hotel und eine Schule.
Was ist mit dem Wolkenkratzer in New York passiert?
Der Vorfall betrifft das ehemalige Hauptquartier des Pharmakonzerns Pfizer (235 East 42nd Street). Bei laufenden Bauarbeiten machten Arbeiter eine gefährliche Entdeckung: Im 21. und 22. Stockwerk waren zwei tragende Säulen massiv eingeknickt. Die Böden zwischen der 21. und 26. Etage hingen bereits durch. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani sprach am Nachmittag von einer „äußerst ernsten Lage“ und erklärte, dass das Gebäude weiterhin instabil sei und sich Risse gebildet hätten. Drohnen wurden eingesetzt, um die Statik aus der Luft zu überwachen.

Angst vor Hochhaus-Einsturz in Manhattan.
SPENCER PLATT/afpGute Nachrichten gibt es bei all dem Schrecken: Es wurde niemand verletzt und alle Bauarbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der Bauträger geht davon aus, dass die Arbeiten nach einer gewissen Unterbrechung planmäßig weiterlaufen können.
„Office-to-Residential-Conversion“ in New York
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf einen aktuellen Megatrend in New York. Das Gebäude wird derzeit im Rahmen der größten „Office-to-Residential-Conversion“ (Büro-zu-Wohnraum-Umwandlung) in der Geschichte der Stadt umgebaut. Wo früher Großraumbüros waren, sollen rund 1.600 Wohnungen entstehen. Ein Modell, das in Zeiten von Home Office und Deindustrialisierung auch für City-Lagen in Europa in Frage kommen könnte?
Gewerkschaftsvertreter vor Ort äußerten indes die Vermutung, dass das Aufsetzen zusätzlicher neuer Stockwerke auf die alte Bürostruktur zu schwer für die tragenden Stützen war. Der Bauträger Metroloft betonte unterdessen, dass nur ein kleiner Teil des Komplexes betroffen sei und das Gebäude nicht als Ganzes einzustürzen drohe. Spezialkräfte arbeiten nun fieberhaft daran, den Turm mit tonnenschweren Notstützen und Stahlträgern zu stabilisieren. Statiker wurden hinzugezogen und müssen nun beurteilen, ob eventuell die gesamte Tragfähigkeit des Turms beeinträchtigt ist.
