Mit strategischen Hochzeiten sichern sich die Habsburger große Teile Europas. Doch die Heiratspolitik trägt bereits den Samen des Untergangs in sich. Die Habsburger sind nicht das einzige Geschlecht, das einen hohen Preis für seine Inzucht zahlt.
Maximilian I. (li.) und seine Familie. Ist die „Habsburger Lippe“ bei Kaiser Maximilian noch schwach ausgeprägt, ist der Unterbiss bei seinem Enkel Karl V. (vorne in der Mitte) schon deutlich zu erkennen.
Wikipedia/gemeinfrei
Kinnlastiger Habsburger: Kaiser Karl V. (1505-1562) auf einem um 1532 entstandenen Ölgemälde
Wikipedia/gemeinfrei
Bei seinem Bruder Ferdinand (1503-1564) – hier als junger Erzherzog – ist die Habsburger Lippe ebenfalls stark ausgeprägt.
Wikipedia/gemeinfrei
Auch Spaniens König Philipp IV. stellt die Hofmaler vor große Probleme, zu ausgeprägt ist die für die Habsburger typische Physiognomie.
Wikipedia/gemeinfrei
Philipp III. von Spanien, dessen Eltern Onkel und Nichte waren, heiratet ebenfalls eine nahe Verwandte, womit die Degeneration des spanischen Königshaus weiter vorangetrieben wird.
Wikipedia/gemeinfrei
Schmeichelhaftes Porträt: Philipps Frau, Margarete von Österreich, galt nicht als Schönheit, auch weil bei ihr die Habsburger Unterlippe stark ausgeprägt war.
Wikipedia/gemeinfrei
Galoppierende Degeneration: König Karl II. ist der letzte Habsburger auf dem spanischen Thron.
Imago/United Archives
Karl ist körperlich wie geistig durch jahrhundertelange Inzucht stark beeinträchtigt, auch Exorzismen fruchten da nicht.
Imago/Kharbine Tapabor
Als er 1700 kinderlos stirbt – auch das vermutlich eine Folge der Inzucht – fällt der spanische Thron an die Bourbonen.