Unwetter auf Rhodos
: Wie ist die Lage aktuell?

Heftige Regenfälle und Gewitter haben auf der griechischen Urlaubsinsel Rhodos für Überschwemmungen und erhebliche Schäden gesorgt.
Von
Lukas Böhl
Rhodos
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Gewitter - Symbolbild: ARCHIV - 31.07.2024, Bayern, Illertissen: Ein Blitz zuckt bei einem Sommergewitter am abendlichen Himmel. (zu dpa: «Schwere Überschwemmungen auf Rhodos») Foto: Alexander Wolf/onw-images/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Auf Rhodos gab es schwere Unwetter.

Alexander Wolf/onw-images/dpa

Das schwere Unwetter hat auf Rhodos am Wochenende und zu Beginn der neuen Woche erhebliche Schäden verursacht. Besonders betroffen ist die Region um Archangelos im Osten der Insel. Dort trat ein Wasserlauf über die Ufer und überflutete Straßen und Grundstücke. Nach örtlichen Berichten wurden Fahrzeuge von den Wassermassen mitgerissen und Gebäude beschädigt.

Auch aus Afandou und dem Süden von Rhodos wurden Überschwemmungen gemeldet. Die Feuerwehr musste mehrfach ausrücken, um Wasser abzupumpen und Menschen aus gefährlichen Situationen zu retten. Mindestens zwei Personen mussten durch Einsatzkräfte in Sicherheit gebracht werden.

Die Behörden haben die Bevölkerung und Touristen aufgefordert, unnötige Fahrten zu vermeiden und sich von überfluteten Straßen und Wasserläufen fernzuhalten. Über das griechische Warnsystem 112 wurden entsprechende Notfallmeldungen verschickt.

Welche Straßen auf Rhodos sind gesperrt?

Die starken Regenfälle haben auch den Straßenverkehr beeinträchtigt. Die Stadtverwaltung von Rhodos bestätigte am Montag, 2. November 2026, mehrere Straßensperrungen im Bereich Archangelos.

Betroffen sind insbesondere eine Niedrigwasserquerung bei Charaki, der Bereich Reni bei Stegna sowie ein Abschnitt der alten Nationalstraße zwischen Archangelos und Malona im Bereich Aithonas.

Da sich die Situation durch weitere Regenfälle kurzfristig verändern kann, sollten Autofahrer aktuelle Hinweise der örtlichen Behörden beachten. Besonders gefährlich sind überflutete Straßenabschnitte, da die Wassertiefe und mögliche Schäden am Straßenbelag häufig nicht erkennbar sind.

Aufgrund der Unwetterschäden bleiben am Montag außerdem Schulen in Archangelos, Afandou und Süd-Rhodos geschlossen.

Weitere Unwetter auf Rhodos angekündigt

Eine vollständige Entwarnung gibt es bislang nicht. Der griechische Wetterdienst EMY hat für die Dodekanes-Inseln, zu denen auch Rhodos gehört, eine orange Unwetterwarnung ausgegeben.

Für Montag, den 2. November, werden lokal erhebliche Regenmengen erwartet. Innerhalb von zwölf Stunden können nach der amtlichen Warnung 50 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Neben Starkregen besteht auch die Gefahr kräftiger Gewitter, starker Windböen und örtlicher Hagelschauer.

Auch am Dienstag, 3. November, können nach der aktuellen Unwetterprognose insbesondere zwischen dem Morgen und dem späten Nachmittag erneut kräftige Niederschläge und Gewitter auftreten.

Vor allem in bereits überfluteten Gebieten können weitere Regenfälle die Situation verschärfen. Dort besteht weiterhin die Gefahr von Sturzfluten und erneuten Verkehrsbehinderungen.

Wann wird das Wetter auf Rhodos wieder besser?

Nach den aktuellen Wetterprognosen ist ab Mittwoch, 4. November, mit einer allmählichen Wetterberuhigung zu rechnen. Am Morgen sind zwar noch einzelne Regenschauer möglich, im Tagesverlauf soll sich jedoch zunehmend die Sonne zeigen. Die Temperaturen erreichen voraussichtlich rund 22 Grad.

Für Donnerstag und Freitag, den 5. und 6. November, sind überwiegend sonnige Bedingungen bei Temperaturen zwischen 20 und 22 Grad angekündigt. Die Regenwahrscheinlichkeit sinkt deutlich.

Allerdings bedeutet eine Verbesserung des Wetters nicht automatisch, dass sämtliche Schäden beseitigt oder gesperrte Straßen wieder freigegeben sind.

Ist ein Urlaub auf Rhodos aktuell möglich?

Für Urlauber auf Rhodos ist die Lage vor allem vom jeweiligen Aufenthaltsort abhängig. Während einige Regionen von Überschwemmungen und Straßensperrungen betroffen sind, lässt sich daraus nicht ableiten, dass die gesamte Insel gleichermaßen beeinträchtigt ist.

Reisende sollten sich vor Ausflügen über die aktuelle Verkehrslage informieren und Hinweise der Behörden sowie ihrer Unterkunft beachten. Von Fahrten durch überschwemmte Gebiete ist dringend abzuraten.

Ob es zu Einschränkungen im Flugverkehr oder bei einzelnen touristischen Einrichtungen kommt, lässt sich anhand der bisher vorliegenden behördlichen Informationen nicht abschließend beurteilen.