Unwetter in Deutschland: In diesen Regionen droht großer Hagel

In einigen Regionen droht heute Hagel (Archivbild).
Matthias Bein/dpaDeutschland steht am Dienstag vor einer verbreiteten Gewitterlage. In vielen Regionen drohen Starkregen, schwerer Sturm und großer Hagel. Besonders ab dem Nachmittag steigt die Unwettergefahr deutlich an. Ausgenommen bleibt zunächst vor allem der Südosten. Die Wetterkarte zeigt, wo sich die Gewitter im Laufe des Tages bilden:
Feucht-heiße Luft sorgt am Dienstag, 4. August, in weiten Teilen Deutschlands für gefährliche Gewitter. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sind bereits am Morgen im Nordosten und Osten Schauer und Gewitter unterwegs. Auch über der Mitte und im Norden treten zunächst einzelne kräftige Gewitter auf.
Nach einem häufig sonnigen Start bilden sich im Tagesverlauf rasch Quellwolken. Zunächst entstehen nur einzelne Gewitter, am Nachmittag werden sie jedoch verbreiteter und kräftiger. Dann sind örtlich auch schwere Unwetter möglich.
Großer Hagel in weiten Teilen Deutschlands möglich
Ab dem Nachmittag rechnet der Deutsche Wetterdienst abgesehen vom Südosten nahezu überall mit Gewittern. Dabei können Starkregen, Hagel und Sturmböen auftreten.
Örtlich besteht eine erhöhte Unwettergefahr. Innerhalb kurzer Zeit können mehr als 25 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Zudem sind Hagelkörner mit einem Durchmesser von mehr als drei Zentimetern möglich. Hagel dieser Größe kann Fahrzeuge, Dächer, Solaranlagen und Pflanzen beschädigen.
Besonders betroffen sein können zunächst die westlichen, mittleren und nördlichen Landesteile. Auch im Osten steigt das Gewitterrisiko im Tagesverlauf weiter an. Welche Städte und Landkreise tatsächlich von großem Hagel getroffen werden, lässt sich allerdings erst kurzfristig genauer bestimmen.
Orkanböen mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde
Neben Starkregen und Hagel warnt der Wetterdienst vor schweren Sturm- bis Orkanböen. In besonders kräftigen Gewittern sind Windgeschwindigkeiten zwischen 90 und 120 Kilometern pro Stunde möglich.
Solche Böen können Bäume entwurzeln, größere Äste abbrechen und lose Gegenstände durch die Luft schleudern. Auch im Straßen- und Bahnverkehr sind Behinderungen möglich.
Außerhalb der Gewitter bleibt der Wind meist schwach und kommt aus unterschiedlichen Richtungen. Gerade deshalb können plötzlich auftretende Gewitterböen besonders überraschend ausfallen.
Im Nordosten und Osten schon am Morgen Gewitter
Während es in vielen Regionen zunächst sonnig bleibt, beginnt der Dienstag im Nordosten und Osten bereits mit Schauern und Gewittern. Auch über Norddeutschland und der Mitte sind einzelne kräftige Gewitter mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter, Hagel und Sturmböen bis etwa 80 Kilometer pro Stunde möglich.
Diese Gewitter ziehen zunächst nordostwärts und schwächen sich vorübergehend etwas ab. Am Nachmittag steigt die Gewittergefahr dann erneut und nahezu bundesweit an.
Aus Südwesten ziehen am Abend weitere Gewitter auf. Damit bleibt die Lage bis weit in die Nacht hinein unbeständig.
Bis zu 38 Grad vor den Unwettern
Vor den Gewittern wird es noch einmal verbreitet heiß. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 30 und 38 Grad. Nur im Umfeld der Küsten bleibt es mit 25 bis 30 Grad etwas kühler.
Der Deutsche Wetterdienst erwartet nahezu im gesamten Land eine starke Wärmebelastung. Im Osten und Südosten kann die Hitzebelastung sogar extrem ausfallen.
Die Kombination aus hohen Temperaturen und feuchter Luft liefert viel Energie für die Gewitter. Deshalb können einzelne Gewitterzellen innerhalb kurzer Zeit stark an Intensität gewinnen.
Gewitter ziehen in der Nacht nach Nordosten
In der Nacht zum Mittwoch halten sich zunächst weitere kräftige Schauer und Gewitter. Über der Mitte Deutschlands können die Gewitter in mehrstündigen Starkregen übergehen und anschließend nordostwärts ziehen.
Anfangs sind dabei weiterhin unwetterartige Entwicklungen möglich. In der zweiten Nachthälfte lässt die Gewittertätigkeit allmählich nach oder verlagert sich weiter in den Nordosten. Hinter den Gewittern lockern die Wolken teilweise auf.
Die Temperaturen sinken auf 16 bis 22 Grad. Vor allem in größeren Städten und in den zuvor besonders heißen Regionen bleibt die Nacht damit sehr warm.
Am Mittwoch vor allem Osten und Südosten gefährdet
Am Mittwoch verlagert sich der Schwerpunkt der Gewittergefahr stärker in den Osten und Südosten Deutschlands. Dort treten bei wechselnder Bewölkung erneut teils kräftige Schauer und Gewitter auf.
Auch dann besteht örtlich Unwettergefahr. Neben Starkregen sind erneut Hagel und schwere Windböen möglich. Besonders gefährdet sind nach der aktuellen Vorhersage östliche und südöstliche Regionen.
Die Temperaturen erreichen in Nordseenähe etwa 25 Grad. Im Osten und Südosten sind dagegen weiterhin bis zu 35 Grad möglich.
Gewitter halten sich im Südosten bis Donnerstag
In der Nacht zum Donnerstag treten vor allem ganz im Osten und Südosten noch einzelne Gewitter auf. Am Donnerstag konzentriert sich das unbeständige Wetter dann auf den Südosten Deutschlands.
Dort muss weiterhin mit Schauern und kräftigen Gewittern gerechnet werden. In den übrigen Landesteilen wechseln sich Wolken und längere sonnige Abschnitte ab. Meist bleibt es trocken.
Die Höchstwerte liegen am Donnerstag zwischen 26 und 32 Grad, im Nordwesten um 24 Grad. In der Nacht zum Freitag kann es im Südosten noch kräftig regnen, anfangs teilweise auch gewittrig.
Ab Freitag deutlich ruhiger und kühler
Am Freitag beruhigt sich die Wetterlage in weiten Teilen Deutschlands. Im Norden ziehen zwar dichtere Wolkenfelder durch, vereinzelt fällt etwas Regen. Sonst bleibt es meist trocken und zeitweise sonnig.
Lediglich in den Bayerischen Alpen besteht noch ein geringes Risiko für Schauer und Gewitter. Die Temperaturen erreichen im Norden 18 bis 22 Grad, in den übrigen Regionen 24 bis 29 Grad.
In der Nacht zum Samstag bleibt es meist gering bewölkt oder klar und trocken. Die Temperaturen sinken auf 9 bis 14 Grad.
