Unwetter in Deutschland: Karte zeigt, wo heute Hagel und Gewitter drohen

In Deutschland können sich heute schwere Gewitter bilden.
Matthias Bein/dpaBesonders betroffen ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Südhälfte des Landes. Lokal sind dort auch unwetterartige Entwicklungen möglich. Die Wetterkarte zeigt, wo sich im Laufe des Tages die Gewitter bilden können:
Am Rand eines Hochdruckgebiets über dem Nordatlantik gelangt sehr warme bis heiße Luft nach Deutschland. Vor allem im Süden sorgt gleichzeitig ein Tief in höheren Luftschichten für eine instabile Wetterlage. Im Norden bestimmen dagegen trockenere Luftmassen das Wetter.
Bereits am Morgen treten am Erzgebirge und in der Oberlausitz sowie in einem Gebiet von Oberschwaben bis in den Süden Oberbayerns gewittrige Regenfälle auf. Dabei können innerhalb weniger Stunden zwischen 20 und 35 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Örtlich sind sogar Mengen um 40 Liter pro Quadratmeter möglich. Der DWD stuft solche Regenmengen als Unwetter ein.
Ab dem Nachmittag erneut Gewitter möglich
Im Laufe des Vormittags sollen die Niederschläge zunächst nachlassen. Ab dem Nachmittag steigt die Gewittergefahr jedoch erneut deutlich an. Betroffen ist vor allem die Südhälfte Deutschlands.
Bei kräftigen Gewittern muss mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel und Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde gerechnet werden. Vereinzelt können sich die Gewitter noch stärker entwickeln.
Örtlich sind dann heftiger Starkregen mit rund 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagelkörner mit einem Durchmesser von etwa drei Zentimetern und orkanartige Böen bis 110 Kilometer pro Stunde möglich. Die Wahrscheinlichkeit solcher extremen Begleiterscheinungen ist nach Einschätzung des Wetterdienstes zwar gering, sie können aber lokal erhebliche Schäden verursachen.
Heiß wird es trotzdem
Abseits der Gewitter bleibt es in weiten Teilen Deutschlands trocken. Die Temperaturen erreichen meist 27 bis 32 Grad. An den Küsten ist es etwas kühler. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nordöstlichen Richtungen.
Besonders belastend wird die Hitze am und rund um den Oberrheingraben. Dort erwartet der DWD eine starke Wärmebelastung. Empfindliche Menschen sollten körperlich anstrengende Tätigkeiten möglichst reduzieren und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.
In der Nacht zum Donnerstag lassen die Gewitter im Süden nur langsam nach. Im Osten zieht in der zweiten Nachthälfte schauerartiger Regen auf. In den übrigen Landesteilen bleibt es überwiegend trocken und häufig klar. Die Temperaturen sinken auf 20 bis 14 Grad.
Ausblick auf die Restwoche
Am Donnerstag zeigt sich das Wetter zunächst teils sonnig, teils heiter bis wolkig. Im Tagesverlauf bilden sich zunehmend Quellwolken. Vor allem im Süden und im Nordosten sind anschließend einzelne Schauer oder Gewitter möglich.
Die Temperaturen steigen erneut auf 27 bis örtlich 33 Grad. An der See werden etwa 26 Grad erreicht. Der Wind bleibt überwiegend schwach bis mäßig und kommt aus Nordost.
In der Nacht zum Freitag verschärft sich die Wetterlage im Südwesten wieder. Dort ziehen verbreitet kräftige Schauer und Gewitter auf. Lokal sind erneut Unwetter möglich. In der Mitte bleibt es dagegen häufig gering bewölkt oder klar. Die Tiefstwerte liegen zwischen 20 und 15 Grad, im Südosten teilweise um 13 Grad.
Am Freitag breiten sich Schauer und Gewitter vom Süden über die Mitte bis in den Osten aus. Teilweise können sie kräftig ausfallen. Örtlich drohen erneut heftiger Starkregen, großer Hagel und Sturm. Im Westen und Nordwesten bleibt die Gewittergefahr deutlich geringer.
Die Höchsttemperaturen liegen am Freitag zwischen 25 und 30 Grad, an den Küsten um 23 Grad. Der Wind dreht auf westliche Richtungen und weht mäßig. Im Süden sind auch abseits von Gewittern einzelne Windböen möglich.
In der Nacht zum Samstag halten sich vor allem im Südosten noch kräftige Schauer und Gewitter. In den übrigen Regionen lockern die Wolken teilweise auf, meist bleibt es trocken. Die Temperaturen gehen auf 18 bis 12 Grad zurück.
