Unwetterwarnung für Deutschland
: DWD warnt vor Hagel, Gewitter und Sturm

In Deutschland kann das Wetter heute ungemütlich werden. In diesen Regionen gelten Wetterwarnungen.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Gewitter in Baden-Württemberg

In Deutschland kann es heute zu Gewittern und Sturm kommen.

Alexander Wolf/onw-images/dpa

In weiten Teilen Deutschlands wird es am Freitag ungemütlich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt im Norden und in der Mitte vor starkem bis stürmischem Wind, kräftigen Gewittern und Starkregen. Örtlich drohen Hagel, Sturmböen und sogar schwere Sturmböen. Besonders zwischen Ostfriesland und Mecklenburg sind stellenweise unwetterartige Regenmengen möglich. Welche Regionen aktuell von Warnungen betroffen sind, zeigt die Warnkarte des DWD.

Vor allem im Norden und in der Mitte frischt der Südwest- bis Westwind deutlich auf. Der DWD erwartet dort steife bis stürmische Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 und 70 Kilometern pro Stunde. Vereinzelt sind auch Sturmböen um 85 Kilometer pro Stunde möglich.

Im höheren Bergland kann der Wind noch deutlich stärker ausfallen. Dort rechnet der Wetterdienst mit schweren Sturmböen um 100 Kilometer pro Stunde. In besonders exponierten Lagen sind sogar orkanartige Böen um 110 Kilometer pro Stunde möglich.

Gewitter mit Hagel und Sturmböen

Zusätzlich zum Sturm besteht am Freitag eine erhöhte Gewittergefahr. Zunächst sind vor allem der Norden, später auch die Mitte Deutschlands betroffen.

Bei kräftigen Gewittern sind laut DWD Starkregen mit rund 20 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde, kleinkörniger Hagel und Sturmböen um 85 Kilometer pro Stunde möglich. Örtlich können auch schwere Sturmböen um 100 Kilometer pro Stunde auftreten.

In der Nacht zum Samstag verlagert sich das Gewitterrisiko zunächst in die östliche Mitte. Später sind auch im Süden einzelne Gewitter möglich. An der Nordsee kann es gegen Morgen erneut kräftige Gewitter mit Sturmböen geben.

Unwettergefahr durch Starkregen von Ostfriesland bis Mecklenburg

Besonders kritisch ist die Lage zeitweise in einem schmalen Streifen von Ostfriesland bis nach Mecklenburg. Dort erwartet der DWD am Vormittag und frühen Nachmittag Starkregen mit 20 bis 35 Litern pro Quadratmeter innerhalb von sechs Stunden.

Vereinzelt sind sogar bis zu 50 Liter pro Quadratmeter möglich. Damit kann örtlich die Unwetterschwelle erreicht werden.

Auch außerhalb dieses Bereichs sind im Norden und in der Mitte länger anhaltende Regenfälle möglich. Dabei können innerhalb von drei bis sechs Stunden rund 20 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen.

Süden bleibt zunächst sommerlich heiß

Während im Norden und in der Mitte Tiefdruckeinfluss für wechselhaftes und stürmisches Wetter sorgt, bleibt es im Süden zunächst deutlich ruhiger.

Südlich von Main und Mosel scheint am Freitag häufig die Sonne. Dort bleibt es vielerorts trocken, die Temperaturen steigen auf 27 bis 33 Grad. Der Wind fällt im Vergleich zum Norden deutlich schwächer aus.

Im weiteren Verlauf greift der Regen jedoch auch auf südlichere Regionen über. In der Nacht zum Samstag ziehen schauerartige Niederschläge und einzelne Gewitter bis in Richtung Donauregion.

Am Samstag weiter stürmisch an den Küsten

Am Samstag beruhigt sich das Wetter in vielen Teilen Deutschlands etwas. Südlich der Donau fällt zunächst noch Regen, der im Tagesverlauf auch an den Alpen nachlässt.

Im Norden und Nordosten bleibt es dagegen wechselhaft. Dort sind einzelne Schauer möglich. Zusätzlich weht ein lebhafter Nordwestwind. Besonders an den Küsten können weiterhin Sturmböen auftreten.

Die Temperaturen erreichen im Norden und in der Mitte 18 bis 23 Grad. Im Süden werden 23 bis 28 Grad erwartet.

Wetter beruhigt sich am Sonntag deutlich

Am Sonntag ziehen sich die letzten Schauer vor allem in den Bereich der vorpommerschen Küste zurück. In weiten Teilen Deutschlands setzt sich anschließend freundlicheres Wetter durch.

Neben lockeren Wolken gibt es viel Sonnenschein. Die Temperaturen reichen von etwa 19 Grad an den Küsten bis zu 30 Grad am Oberrhein.

Zum Wochenbeginn nimmt die Schauer- und Gewitterneigung im Westen und Nordwesten erneut etwas zu. Im Südosten bleibt es dagegen vielerorts sonnig und trocken.