Urlaub in Frankreich trotz Waldbränden
: Auswärtiges Amt gibt Sicherheitshinweise

In Frankreich kommt es aktuell zu großen Waldbränden. Was Touristen jetzt wissen müssen.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Waldbrände in Frankreich

Waldbrände in Frankreich

Baz Ratner/AP/dpa

Wer derzeit einen Urlaub im Südwesten Frankreichs plant oder sich bereits dort aufhält, muss mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Das Auswärtige Amt weist in seinen am 28. Juli 2026 aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweisen auf großflächige Waldbrände an der französischen Atlantikküste hin. Eine Karte mit den aktuellen Waldbränden finden Sie hier.

Besonders betroffen sind die Départements Gironde und Landes. Dort kommt es nach Angaben des Auswärtigen Amts zu einer erheblichen Rauchentwicklung. Die französischen Behörden haben in betroffenen Gebieten Straßen gesperrt, Evakuierungen angeordnet und Bahnverbindungen unterbrochen. Einschränkungen gibt es insbesondere südlich des Großraums Bordeaux.

Höchste Warnstufe in der Gironde

In der Gironde gilt derzeit mit der „vigilance noire“ die höchste Warnstufe fünf von fünf. Reisende sollten sich deshalb fortlaufend über die aktuelle Lage informieren und die Anweisungen der Feuerwehr, der Rettungskräfte sowie der örtlichen Behörden unbedingt befolgen.

Informationen zu Straßensperrungen, Evakuierungen und weiteren Schutzmaßnahmen veröffentlichen unter anderem die Präfekturen der Gironde und der Landes. Warnungen können außerdem über das französische System FR-Alert direkt an Mobiltelefone in den betroffenen Gebieten verschickt werden.

Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden deshalb, ihr Mobiltelefon stets eingeschaltet, vollständig geladen und griffbereit zu halten.

Besondere Vorsicht auf Campingplätzen

Erhöhte Aufmerksamkeit ist vor allem auf Campingplätzen und an anderen Orten erforderlich, die in der Nähe ausgetrockneter Wald- und Vegetationsflächen liegen. Bäume, Unterholz und trockenes Pflanzenmaterial können sich bei entsprechender Witterung besonders leicht entzünden.

In gefährdeten Regionen rufen die französischen Behörden erhöhte Alarmstufen aus. Reisende sollten Warnhinweise, Absperrungen und Anzeigen auf Autobahnen beachten und gefährdete Gebiete nicht betreten.

Aktuelle Wetter- und Unwetterwarnungen stellen unter anderem Météo France und MeteoAlarm bereit. Informationen zur Verkehrslage und zu möglichen Straßensperrungen sind außerdem über den französischen Verkehrsdienst Bison Futé erhältlich.

Bahn- und Straßenverkehr kann beeinträchtigt sein

Durch die Brände kann es kurzfristig zu weiteren Sperrungen von Straßen und Bahnstrecken kommen. Urlauber sollten vor der Abfahrt prüfen, ob ihre geplante Route befahrbar ist und ob Zug-, Flug- oder Busverbindungen wie vorgesehen stattfinden.

Wer eine Reise in eine betroffene Region gebucht hat, sollte sich direkt an den Reiseveranstalter, die Unterkunft oder das jeweilige Verkehrsunternehmen wenden. Dabei lässt sich klären, ob die Reise durchgeführt werden kann und welche Umbuchungs- oder Stornierungsmöglichkeiten bestehen.

Notrufnummer 112 wählen

Wer sich in einer akuten Notlage befindet, soll die europaweit gültige Notrufnummer 112 wählen. Darüber können die Rettungskräfte alarmiert und der Standort der betroffenen Person ermittelt werden.

Das Auswärtige Amt rät deutschen Reisenden außerdem, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen beziehungsweise bereits hinterlegte Kontaktdaten zu überprüfen. In dringenden konsularischen Angelegenheiten ist die deutsche Botschaft in Paris zuständig. Das Generalkonsulat Bordeaux ist nach Angaben des Auswärtigen Amts derzeit telefonisch nur sehr eingeschränkt erreichbar.

Da sich die Lage schnell verändern kann, sollten Urlauber während der gesamten Reise Nachrichten, Wetterberichte und Mitteilungen der örtlichen Behörden verfolgen. Eine allgemeine Reisewarnung für Frankreich liegt mit dem aktuellen Hinweis nicht vor. In den unmittelbar betroffenen Gebieten ist jedoch besondere Vorsicht erforderlich.