Urlaub in Griechenland
: Gibt es aktuell Waldbrände?

Die Sommerferien in Baden-Württemberg beginnen diese Woche. Viele Urlauber zieht es nach Griechenland. Gibt es dort aktuell Waldbrände?
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Athen - Akropolis: ARCHIV - 21.03.2018, Griechenland, Athen: 21.03.2018, Griechenland, Athen: Touristen machen vor dem Parthenon auf der Akropolis in der griechischen Hauptstadt Halt. (zu dpa: «Messerangriff in Athen – Touristenpaar verletzt») Foto: Laurent Gillieron/Keystone/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Griechenland gibt es aktuell keine großflächigen Waldbrände.

Laurent Gillieron/Keystone/dpa

In Griechenland brechen derzeit regelmäßig kleinere Vegetations- und Waldbrände aus. Nach dem am 28. Juli 2026 verfügbaren Meldestand gibt es jedoch keine Hinweise auf eine große, landesweit außer Kontrolle geratene Brandfront. Entwarnung bedeutet das nicht: Die Waldbrandgefahr bleibt in mehreren Urlaubsregionen hoch, und die Lage kann sich bei Hitze und Wind kurzfristig verändern. Die Karte zeigt, die aktuellen Waldbrandgefahrstufen in Griechenland. Einige Regionen sind gelb markiert. Rote Bereiche gibt es im Moment nicht:

Die Karte zeigt die Waldbrandgefahrstufen in Griechenland.

Die Karte zeigt die Waldbrandgefahrstufen in Griechenland.

Griechisches Ministerium für Klimakrise und Katastrophenschutz

Feuerwehr meldet 23 Brände innerhalb von 24 Stunden

Zwischen dem 26. Juli um 18 Uhr und dem 27. Juli um 18 Uhr wurden nach Angaben der griechischen Feuerwehr landesweit 23 Brände auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen registriert. 21 davon konnten bereits in der Anfangsphase bekämpft werden. An zwei Brandstellen waren die Einsatzkräfte zum Zeitpunkt der Meldung noch beschäftigt.

Der auffälligste Einsatz ereignete sich am Montagabend bei Stavros in der Gemeinde Dirfys-Messapia auf der Insel Euböa. Dort brannte eine land- und forstwirtschaftlich genutzte Fläche. 42 Feuerwehrleute, freiwillige Helfer, zehn Fahrzeuge, zwei Löschflugzeuge und ein Hubschrauber wurden eingesetzt. Noch am Abend meldeten die Behörden das Feuer als unter Kontrolle.

Ein weiterer Brand in der Nacht betraf einen Betrieb zur Verarbeitung von Oliven an der Nationalstraße zwischen Agrinio und Antirrio. Dabei handelte es sich nicht um einen Waldbrand. Der Betrieb wurde stark beschädigt, Verletzte wurden nicht gemeldet.

Hohe Waldbrandgefahr in 13 Gebieten

Für Dienstag, den 28. Juli, weist die offizielle griechische Gefahrenkarte in 13 Gebieten die Warnstufe 3 aus. Diese steht für eine hohe Waldbrandgefahr. Betroffen sind Attika, Euböa, Korinthia, Argolis, Lesbos beziehungsweise Mytilini, Chios, Psara, Samos, Ikaria, die Dodekanes-Inseln sowie die kretischen Regionen Rethymno, Iraklio und Lasithi.

Die übrigen auf der Karte markierten Landesteile liegen überwiegend auf Stufe 2, also bei mittlerer Gefahr. Gebiete der sehr hohen Stufe 4 oder der höchsten Alarmstufe 5 sind auf der Karte für den 28. Juli nicht ausgewiesen.

Wichtig ist die Unterscheidung: Die Gefahrenkarte zeigt keine aktiven Brandherde. Sie beschreibt, wie wahrscheinlich die Entstehung und schnelle Ausbreitung eines Feuers aufgrund von Temperatur, Trockenheit und Wind ist. Eine gelbe Fläche bedeutet somit nicht, dass dort bereits ein Wald brennt.

Das sollten Griechenland-Urlauber beachten

Das Auswärtige Amt empfiehlt, auf dem Mobiltelefon die Funktion für Notfallbenachrichtigungen beziehungsweise „Cell Broadcast Alerts“ zu aktivieren. Die griechischen Behörden versenden darüber regionale Warnungen und Evakuierungsanweisungen in griechischer und englischer Sprache. Das Telefon sollte geladen und möglichst durch eine Powerbank abgesichert sein.

Reisende sollten sich über lokale Medien, ihre Unterkunft und den Reiseveranstalter informieren. Warnmeldungen, Sperrungen und Anweisungen von Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz sind unbedingt zu befolgen. Bei einer unmittelbaren Gefahr gilt die europäische Notrufnummer 112.

Aktuell besteht somit keine große unkontrollierte Waldbrandlage in Griechenland. Es brennt jedoch regelmäßig an mehreren kleineren Stellen, während die Bedingungen in zahlreichen beliebten Ferienregionen weiterhin kritisch sind. Reisende sollten deshalb nicht allein auf landesweite Meldungen achten, sondern die Lage an ihrem konkreten Aufenthaltsort täglich neu prüfen.