Karte: Wälder in Flammen
: Wo sind aktuell Waldbrände in Frankreich?

Früher als gewöhnlich brennt es in Frankreichs Süden. Auch beliebte Urlaubs- und Badeorte an der Mittelmeerküste sind betroffen. Tausende Menschen müssen vor den Flammen fliehen. Mehrere Campingplätze wurden evakuiert.
Von
Markus Brauer
Marseille
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 Dieses von der französischen Feuerwehr SDIS13 zur Verfügung gestellte Foto zeigt den Waldbrand in der Nähe von La Fare in Südfrankreich.

Dieses von der französischen Feuerwehr SDIS13 zur Verfügung gestellte Foto zeigt den Waldbrand in der Nähe von La Fare in Südfrankreich.

SDIS13/AP/dpa
  • Früher als gewöhnlich brennen Wälder im Süden Frankreichs – Lage bleibt angespannt.
  • Brände bei Marseille, Perpignan, Nîmes sowie in Lançon und Oupia; A9 teils gesperrt.
  • Größter Brand seit Mittwoch bei Pouzols-Minervois, dort rund 950 Hektar zerstört.
  • Canet-en-Roussillon besonders betroffen: 1700 Menschen flohen von drei Campingplätzen.
  • Premier meldet seit Saisonbeginn rund 7000 Feuer; Hitze und Trockenheit erhöhen Risiko.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Südfrankreich kämpfen Einsatzkräfte gegen mehrere Waldbrände. Allein am Mittwoch (1. Juli) hätten bereits 1200 Hektar Land gebrannt, sagte Premierminister Sébastien Lecornu in Marseille. Die Brände seien etwa zwei bis drei Wochen früher als gewöhnlich im Jahr aufgetreten.

Wo brennt es aktuell in Frankreich?

Die Feuer konzentrieren sich aktuell auf mehrere Regionen im Süden des Landes – unter anderem im Hinterland der Mittelmeerküste sowie in der Umgebung von Marseille, Perpignan und Nîmes.

Auch aus Lançon und Oupia werden Brände gemeldet. Tausende Menschen mussten ihre Häuser und Campingplätze verlassen.

Der größte Waldbrand der bisherigen Saison wütet seit Mittwoch bei Pouzols-Minervois zwischen den Départements Aude und Hérault, nordwestlich von Narbonne. Nach Angaben der Präfektur wurden dort bereits rund 950 Hektar Vegetation zerstört.

Dieses von der französischen Feuerwehr SDIS13 zur Verfügung gestellte Foto zeigt den Waldbrand in der Nähe von La Fare in Südfrankreich.

Dieses von der französischen Feuerwehr SDIS13 zur Verfügung gestellte Foto zeigt den Waldbrand in der Nähe von La Fare in Südfrankreich.

SDIS13/AP/dpa

Auch in Narbonne brach am Donnerstagnachmittag ein weiteres Feuer aus. Dieses konnte am Abend unter Kontrolle gebracht werden.  Wegen der Brände wurde die Autobahn A9, eine der wichtigsten Verkehrsachsen zwischen Frankreich und Spanien, zeitweise in mehreren Abschnitten gesperrt.

Östlich davon kämpft die Feuerwehr in Milhaud nahe Nîmes gegen einen weiteren Großbrand. Das Feuer war auf dem Gelände eines Holzpalettenbetriebs ausgebrochen und hatte bis Donnerstagabend bereits rund 130 Hektar Land zerstört.

Besonders stark betroffen war außerdem der Badeort Canet-en-Roussillon an der Mittelmeerküste unweit von Perpignan. Dort brach in der Nacht zu Freitag ein Feuer im Hafengebiet aus. Rund 1700 Menschen mussten drei Campingplätze verlassen, etwa 800 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht, und zwar in den Urlaubsorten Sainte-Marie-la-Mer, Canet-en-Roussillon, Le Barcarès und Torreilles.

Pouzols-Minervois: Ein Löschflugzeug der Zivilschutzbehörde wirft Löschmittel während eines Waldbrands ab.

Pouzols-Minervois: Ein Löschflugzeug der Zivilschutzbehörde wirft Löschmittel während eines Waldbrands ab.

Lionel Bonaventure/AFP/dpa

Außergewöhnlich lange und intensive Hitzewelle

Lecornu zufolge brachen seit Beginn der Saison rund 7000 Feuer aus, 8700 Hektar Land seien verbrannt. Genauer benannte der Premier den Zeitraum aber nicht. Allein am Mittwoch und Donnerstag (2. Juli) seien rund 2000 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Die Lage sei angespannt.

Frankreich durchlebte im Juni eine außergewöhnlich lange und intensive Hitzewelle. Seit einigen Tagen ist es wieder abgekühlt. Hitze allein löst zwar noch keine Waldbrände aus. Aber hohe Temperaturen, Trockenheit, geringe Luftfeuchtigkeit und Wind können das Risiko für Waldbrände steigern.