Waldbrände in Südfrankreich aktuell
: Jetzt kommt die Hitze zurück - Karte zeigt die Brandlage in Frankreich

Eine neue Hitzewelle in Frankreich erschwert jetzt die Löscharbeiten der Waldbrände. Wie ist die Lage im Süden des Landes aktuell?
Von
Daniel Steiger
Bordeaux
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Waldbrände in Frankreich: 27.07.2026, Frankreich, Le Porge: Ein ausgebranntes Auto und ein niedergebranntes Haus, nachdem in dem Dorf Le Porge Waldbrände gewütet haben. Foto: Baz Ratner/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Waldbrände in Südfrankreich aktuell: Ein ausgebranntes Auto und ein niedergebranntes Haus, nachdem in dem Dorf Le Porge Brände gewütet haben.

Baz Ratner/AP/dpa

In Frankreich kämpfen weiter Tausende Einsatzkräfte gegen starke Waldbrände. Zusätzlich erschwert wird dieser Kampf durch eine neue Hitzewelle. Am Dienstag klettert das Thermometer bis 33 Grad, am Mittwoch sollen 38 Grad erreicht werden. Wie ist die Waldbrandlage aktuell?

Mit Karte - Das sind die aktuellen Waldbrände in Frankreich

Die Feuerwehr versucht derzeit weiter mit allen Kräften, die an der Atlantikküste wütenden Waldbrände weiter einzudämmen. Während der größere der beiden Brände bei Bordeaux den Einsatzkräften weiterhin zu schaffen mache, sei der flächenmäßig kleinere Brand inzwischen unter Kontrolle, sagte Präsident Emmanuel Macron beim Besuch der Einsatzleitung am Montagabend in Bordeaux. „Wir werden diesen Kampf zum Schutz der Bevölkerung gewinnen“, sagte Macron und lobte „die bemerkenswerte Arbeit zum Schutz der Zivilbevölkerung“.

2500 Feuerwehrleute, 18 Löschflugzeuge und 1500 Soldaten sind in der Region im Einsatz. Unterstützung ist nicht nur aus weiten Teilen Frankreichs, sondern auch aus dem Ausland eingetroffen. Aus Deutschland kamen am Montagnachmittag zwei Transporthubschrauber und ein Transportflugzeug A400M mit Material in der Krisenregion an. Sie sollten die französischen Kräfte bei der Bekämpfung der Brände in der Umgebung von Bordeaux unterstützen, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. Der Einsatz sei zunächst auf fünf Tage begrenzt.

Eine Nasa-Karte zeigt die aktuellen Waldbrände in Südfrankreich und die Lage vor Ort.

Schneisen im Wald sollen Feuer bei Bordeaux stoppen

Um dem Feuer die Möglichkeit einer weiteren Ausbreitung zu nehmen, wurden am Montag an zahlreichen Stellen Schneisen in den Wald gerodet. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebiete soll damit verhindert werden. Für die Brandbekämpfung sei auch die weitere Wetterentwicklung mit dem Aufkommen von Wind und Hitze wichtig, hieß es von den Behörden.

Seit Mittwoch wurden mehr als 220.000 Menschen in der auch bei Deutschen beliebten Urlaubsregion an der Atlantikküste in Sicherheit gebracht, auch viele Touristen. Das Feuer hat sich inzwischen auf bis zu 15 Kilometer der Großstadt Bordeaux genähert und rund 42.000 Hektar Wald und Buschland zerstört. Das sind 420 Quadratkilometer, eine Fläche größer als die Stadt Köln. Seit der Nacht zum Montag hat die Feuerwehr allerdings eine weitere Ausbreitung verhindern können, die Lage habe sich stabilisiert, hieß es.

Waldbrände bringen Tourismus zum Erliegen

Die von Waldbränden betroffene Tourismusregion um Bordeaux bangt unterdessen um die Saison, nachdem die Regierung Urlauber aufgerufen hat, vorerst nicht anzureisen. „Das ist ein schwerer Schlag für einen Großteil des vorwiegend vom Tourismus geprägten Departements - der Tourismus ist komplett zum Erliegen gekommen, die Saison ist vorbei“, sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) der Gironde, Patrick Seguin, wie der Sender BFMTV berichtete. „Wir bitten die Französinnen und Franzosen eindringlich, sich nicht in die Gironde zu begeben, solange das Feuer noch nicht unter Kontrolle ist“, hatte Regierungssprecherin Maud Bregeon am Montagmorgen gesagt.