Waldbrand in Italien: Urlauber evakuiert - Karte zeigt, wo es aktuell brennt

Waldbrände in Italien: Wegen eines Feuers an der Adriaküste mussten Hunderte Urlauber evakuiert werden.
Francesco Benvenuti/LaPresse via ZUMA Press/dpaAufgrund von Hitze und langanhaltender Trockenheit lodern auch in Italien aktuell starke Waldbrände. Wegen eines Feuers an der Adriaküste mussten jetzt Hunderte Urlauber in Sicherheit gebracht werden. Wie ist die Waldbrand-Lage in Italien aktuell?
Waldbrände in Italien - Karte zeigt, wo es aktuell brennt
Nach der Ausbreitung eines Waldbrands an der südlichen Adriaküste sind in Italien Hunderte Menschen mit Schiffen in Sicherheit gebracht worden. Insgesamt seien am Sonntag mehr als 400 Touristen und Strandbesucher „über den Seeweg“ evakuiert worden, erklärte die Küstenwache in Onlinediensten. Dies sei die „einzig machbare Evakuierungsroute“ gewesen.
Die Betroffenen wurden demnach aus dem Gebiet um die Stadt Peschici in der südlichen Region Apulien in Sicherheit gebracht. An dem Einsatz waren sechs Schiffe der Küstenwache, drei Boote der italienischen Finanzpolizei und etwa zehn private Schiffe beteiligt, wie die Küstenwache weiter mitteilte. Ein Sprecher erklärte, dass wahrscheinlich noch rund 300 weitere Menschen in Sicherheit gebracht werden müssten. Der Einsatz dauerte demnach an.
Auf Bildern waren Feuerwehrleute und ein Löschflugzeug zu sehen, die gegen die Flammen kämpften. Unmittelbare Gefahr für Wohnhäuser in der Stadt bestand zunächst aber nicht. Örtliche Medien zitierten den Bürgermeister von Peschici mit den Worten, die Lage sei „unter Kontrolle“.
Eine Nasa-Karte zeigt die aktuellen Waldbrände in Italien und die Lage vor Ort.
Starke Waldbrände in Südeuropa
Neben Italien ringen Feuerwehrleute auch in anderen südeuropäischen Ländern gegen starke Feuer. In Frankreich und Spanien haben tausende Einsatzkräfte am Wochenende weiter gegen die verheerenden Brände gekämpft. Der Sprecher des französischen Feuerwehrverbandes FNSPF, Eric Brocardi, sprach im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag von einem „David-gegen-Goliath-Szenario“. Bis zum Wochenende waren wegen der Feuer in Frankreich und Spanien mehr als 300.000 Menschen zur Flucht gezwungen. Die Chefin des spanischen Katastrophenschutzes, Virginia Barcones, sprach von einem Feuer-"Monster“.
(mit Material von AFP und dpa)
