Waldbrände in Spanien aktuell
: 30 Orte evakuiert - Feuer nahe Madrid brennt weiter

In Spanien rollt eine neue Hitzewelle übers Land und weiter wütet ein Waldbrand bei Madrid. Und doch gibt es gute Nachrichten.
Von
Daniel Steiger
Madrid
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Waldbrände in Spanien: 21.07.2026, Spanien, Lozoyuela: Blick auf das von einem Feuer verwüsteten Gebiet in der Autonomen Gemeinschaft Madrid. Der Waldbrand, der am 16.07.2026 ausbrach, zerstörte 865 Hektar Wald- und Buschland und zählt damit zu den schwersten Bränden, die in der Region jemals verzeichnet wurden. Er zwang zur Evakuierung eines Kinderferienlagers und führte aufgrund der Rauchentwicklung zur vorsorglichen Ausgangssperre für mehr als 2.000 Einwohner. Ein vorbestrafter Mann wurde als mutmaßlicher Brandstifter festgenommen; die Autonome Gemeinschaft Madrid hat sich dem Verfahren als Privatkläger angeschlossen. Foto: Ricardo Rubio/Europa Press/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Waldbrände in Spanien aktuell: Blick auf das von einem Feuer verwüsteten Gebiet in der Autonomen Gemeinschaft Madrid.

Ricardo Rubio/Europa Press/dpa

Der Waldbrand nahe der spanischen Hauptstadt Madrid wütet weiter. Auch heute kämpfen Hunderte Einsatzkräfte bei hohen Temperaturen gegen die Flammen. Mittlerweile gibt es aber Hoffnung.

Waldbrände in Spanien - Karte zeigt die aktuelle Lage

Bei der Bekämpfung des großen Waldbrandes unweit der spanischen Hauptstadt Madrid gibt es nach fünf Tagen erstmals gute Nachrichten. Man sehe bereits „das Licht am Ende des Tunnels“, sagte der Präsident der betroffenen Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page. Die Arbeit von mehr als 600 Einsatzkräften habe die Ausbreitung der Flammen in Richtung der Provinzhauptstadt Soria „praktisch gestoppt“, versicherte der Politiker vor Journalisten nach einem Treffen mit den Einsatzleitern. Das seit Donnerstag rund 60 Kilometer nordöstlich von Madrid wütende Feuer hatte sich sehr schnell ausgebreitet und große Sorgen ausgelöst. García-Page hatte von dem schlimmsten Waldbrand in der Geschichte der Region gesprochen. Auch Teile der Autononen Gemeinschaft Madrid waren betroffen. Aufgrund des Feuers mussten rund 1.200 Menschen aus mehr als 30 gefährdeten Ortschaften evakuiert werden.

Inzwischen sind nach Schätzungen 29.000 Hektar verbrannt, teilten die zuständigen Behörden in Kastilien-La Mancha mit. Das entspricht in etwa mehr als 40.000 Fußballfeldern. Diese interaktive Karte zeigt die aktiven Waldbrände in ganz Spanien.

Neue Hitzewelle in Spanien

Hunderte Einsatzkräfte wurden nach Medienberichten zeitweilig von knapp 50 Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt. Die hohen Temperaturen und starken Winde hatten an den vergangenen Tagen die Löscharbeiten erschwert. Am Dienstag begann in Spanien zu allem Übel die dritte Hitzewelle des Sommers. Mit drei Tagen werde diese aber relativ kurz sein, teilte der Wetterdienst Aemet mit.

Spanien sowie der iberische Nachbar Portugal und andere europäische Länder werden seit Wochen von einer ganzen Serie an Waldbränden heimgesucht. Bei einem Brand in der südspanischen Region Andalusien starben jüngst 13 Menschen - mehrheitlich ältere, in der Provinz Almería wohnende Ausländer, darunter sieben Briten und drei Belgier.

Seit Jahresbeginn haben großflächige Feuer in Spanien bereits mehr als 115.000 Hektar Land zerstört, wie Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) zeigen.

(mit Material von AFP und dpa)