Warnstreiks im ÖPNV: Wo wird heute gestreikt?

Wo wird als Nächstes gestreikt?
Alexander Fedosov / shutterstock.comPendler und Reisende in Nordrhein-Westfalen brauchen heute starke Nerven. Am Montag, den 23. März 2026, hat die Gewerkschaft ver.di landesweit zu massiven Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. Es ist das „letzte Signal“ der Beschäftigten vor der entscheidenden dritten Verhandlungsrunde, die morgen in Bochum beginnt.
Viele Streiks in NRW
In NRW sind insgesamt 19 Verkehrsbetriebe von den heutigen Arbeitsniederlegungen betroffen. Da ver.di gezielt die Betriebshöfe bestreikt, bleiben viele Busse und Bahnen im Depot, selbst wenn das Fahrpersonal teilweise arbeitswillig wäre.
Hier stehen die Räder heute still (Auszug):
Wichtig für Pendler: S-Bahnen und Regionalzüge der Deutschen Bahn sowie privater Anbieter sind nicht vom Streik betroffen und verkehren nach Plan.
Blick über die Landesgrenzen: Wo wird noch gestreikt?
Hintergrund: Warum wird gestreikt?
Die Fronten zwischen ver.di und den kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) sind verhärtet. Die Gewerkschaft fordert für die rund 30.000 Beschäftigten in NRW:
Verhandlungsführer Heinz Rech betont: „Die Beschäftigten sind das Rückgrat des Nahverkehrs. Diese Stabilität darf nicht weiter auf ihre Kosten gesichert werden.“ Die Arbeitgeberseite bezeichnet die Forderungen hingegen als „unrealistisch“ angesichts der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe.
Ausblick: Aufatmen ab Dienstag
Es gibt einen Lichtblick: Mit Beginn der dreitägigen Verhandlungsrunde am Dienstag (24.03.) wird es in NRW vorerst keine weiteren Warnstreiks geben. Da ver.di neue Aktionen meist mit 48 Stunden Vorlauf ankündigt, ist bis mindestens Freitag mit einem weitgehend geregelten Betrieb zu rechnen.
