„Weder Unfall noch Selbstmord“
: Antoine de Massys Vater äußert schweren Verdacht

Der Tod von Anotine de Massy (†29) gibt weiterhin Rätsel auf. Sein Vater glaubt nicht an einen Unfall. Die Ermittlungen dauern an.
Von
Katrin Jokic
Monaco
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NORWAY-ROYALS-HARALD-OBIT: Prince Albert II of Monaco walk during the royal procession accompanying the casket of late King Harald V of Norway from the Royal Palace Chapel to the Cathedral in Oslo, Norway, on September 9, 2026. King Harald V died on August 28, 2026 aged 89 and his coffin will be carried in a funeral procession from the Royal Palace along Karl Johans gate to Oslo Cathedral on September 9, 2026. (Photo by Beate Oma Dahle / NTB / AFP) / Norway OUT

Fürst Albert II. von Monaco bei der Trauerfeier für Norwegens verstorbenen König Harald V.

BEATE OMA DAHLE/afp

Die Trauer im monegassischen Fürstenhaus ist groß. Antoine de Massy, ein Verwandter von Fürst Albert II. (68), wurde am 25. Oktober 2026 im Alter von nur 29 Jahren tot in einer Grünanlage im Küstenviertel Larvotto in Monaco aufgefunden. Die genauen Umstände seines Todes sind bis heute nicht geklärt. Nun hat sich sein Vater, Baron Christian de Massy (77), zu Wort gemeldet – und erhebt schwere Zweifel an der bisherigen Unfallhypothese.

Vater von Antoine de Massy: „Es war weder ein Unfall noch Selbstmord“

Gegenüber der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ sprach Christian de Massy über den Verlust seines Sohnes. Wie das spanische Magazin „¡Hola!“ berichtet, fordert der 77-Jährige Gerechtigkeit und ist überzeugt: „Es war weder ein Unfall noch Selbstmord.“

Die Behörden gehen bislang davon aus, dass Antoine de Massy durch einen Sturz aus rund 13 Metern Höhe ums Leben gekommen sein könnte. Nach Angaben der monegassischen Staatsanwaltschaft soll der 29-Jährige vom Boulevard du Larvotto auf eine tiefer gelegene Fläche hinter einem Gebäude gestürzt sein. Wie es dazu kam, ist jedoch weiterhin unklar.

Die Ermittler untersuchen deshalb auch, ob eine andere Person an den Ereignissen beteiligt gewesen sein könnte.

Mann (42) nach Tod von Fürst Alberts Verwandtem in Untersuchungshaft

Im Zusammenhang mit dem Todesfall wurde ein 42-jähriger Mann ukrainischer Staatsangehörigkeit festgenommen. Er lebt seit rund 30 Jahren in Monaco und soll kurz vor Antoines Tod Kontakt zu ihm gehabt haben. Aufnahmen von Überwachungskameras hatten die Ermittler auf seine Spur gebracht.

Am 28. Oktober wurde gegen den Mann ein gerichtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und unterlassenen Hilfeleistung eingeleitet. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe und machte vor dem Untersuchungsrichter bislang keine Angaben. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Medienberichten zufolge soll Antoine de Massy in der Nacht vor seinem Tod schwankend beim Verlassen eines Nachtclubs in Monaco gesehen worden sein. Ob diese Beobachtung mit seinem späteren Sturz zusammenhängt, müssen die Ermittlungen zeigen.

Antoine de Massy wird am 4. November beerdigt

Während die Ermittlungen weiterlaufen, bereitet sich die Familie auf den Abschied vor. Wie Christian de Massy gegenüber „Corriere della Sera“ bestätigte, findet die Beerdigung seines Sohnes am Mittwochvormittag (4. November) in der Kathedrale Notre-Dame-Immaculée in Monaco statt.

Bereits am Dienstagabend (3. November) soll in der Kapelle des Fürstenpalastes eine private Totenwache im engsten Familien- und Freundeskreis abgehalten werden.

Zur Trauerfeier werden auch Menschen erwartet, die Antoine während seiner sportlichen Laufbahn begleitet haben. Unter ihnen ist sein argentinischer Tennistrainer Leandro Gubler sowie mehrere Freunde aus Miami.

Antoine de Massy hatte große Hoffnungen in eine Karriere als Tennisspieler gesetzt. Bereits im Alter von acht Jahren zog er mit seinem Vater nach Miami, um sein Talent zu fördern. Eine Handgelenksverletzung beendete seine sportlichen Ambitionen jedoch vorzeitig. Anschließend studierte er in der US-amerikanischen Stadt.

Auch Fürst Albert II. und Fürstin Charlène (48) trauern um ihren Verwandten. Das Fürstenpaar hatte nach Bekanntwerden des Todes sein tiefes Mitgefühl zum Ausdruck gebracht und der Familie sein Beileid ausgesprochen.

Ob Antoine de Massy tatsächlich durch einen tragischen Unfall ums Leben kam oder ob eine andere Person Verantwortung für seinen Tod trägt, bleibt Gegenstand der Ermittlungen.