: Warum man sich nicht auf jede Klobrille setzen sollte
Die UN-Generalversammlung hat bereits 2010 den Zugang zu Toiletten in einer Resolution als Menschenrecht anerkannt. Doch mehr als 2,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu einer hygienischen Toilette. Warum Gesundheitspflege beim Gang zum stillen Örtchen besonders wichtig ist.
Stuhlgang und Urinieren – auch Defäkation und Miktion genannt – gehören zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Doch nicht jeder Ort ist dafür gleich geeignet und heimelig.
Patrick Pleul/dpa
Keimschleuder: Laut einer US-Studie kann das Toilettenwasser beim Spülen bis zu sechs Meter weit aus der Schüssel herausspritzen und somit das gesamte Bad kontaminieren. Spülen Sie daher ausschließlich mit geschlossenem Toilettendeckel und retten Ihre Zahnbürste aus der Gefahrenzone.
Uta Rademacher/ dpa
Ästhetik: Da das Auge „mit isst“, sollten auch Aborte ästhetisch ansprechend sein. Doch die Realität sieht meistens anders aus wie man am Beispiel diesen Schulklos eines Gymnasiums in Hannover sieht. Wie heißt es in dem Buch „Sauerkraut-Koma“ (2013): „Unsere Augen haben heut eindeutig die Arschkarte gezogen.“
Julian Stratenschulte/dpa
Hocketse: Zwei Drittel der Menschheit benutzen keine Sitztoiletten, sondern hocken bei der Verrichtung ihres Geschäfts. Klingt unbequem, ist aber gesund. Die natürliche Hockposition verhindert Darmerkrankungen wie Hämorrhoiden oder Verstopfung. Und auch mit der Klobrille kommt man auch nicht in Kontakt.
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Wenn’s pressiert: Gratis-Pinkeln ist auf der Autobahn nur an ausgewiesenen WC-Anlagen legal. Obwohl die Sch . . . – Häuschen über ein modernes Interieur verfügen, sollte man es sich dort nicht zu gemütlich machen. Wer weiß, wer schon alles vor einem da war.
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Klinischer Zustand: Weltweit gibt es verschiedene WC-Typen (Tiefspüler, Flachspüler, Hockspüler, offene oder geschlossene Bauweise oder Pissoirs im Tierkopfform wie im chinesischen Chongqing). Das Wichtigste ist indes nicht das verwendete Material oder die Konstruktion, sondern der klinische Zustand. Sprich: Wenn’s zum Himmel stinkt, sollte man den „Locus secretus“ besser meiden.
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Latrinenparolen: Glauben Sie nicht alles, was Sie schwarz auf weiß lesen. Das gilt insbesondere für unverbürgte Nachrichten an Türen und Trennwänden von öffentlichen Latrinen. Klosprüche – auch Scheißhausparolen genannt – haben weder einen wissenschaftlichen Anspruch oder sittlichen Nährwert noch sind sie einklagbar.
Ralf Hirschberger/dpa
Kuck mal, wer da hockt: In der „Klugscheißer-Ecke“ auf dem Evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart konnten Besucher ihre Ideen zur Nachhaltigkeit auf der Toilette sitzend zu Papier zu bringen. Eine prima Idee, doch mal ehrlich: Wollen Sie wissen, hören und riechen, wer neben Ihnen auf dem Lokus hockt?
Daniel Naupold/dpa
Problemstoffe: Spätestens seit dem Londoner Riesenfettberg weiß jeder, dass bestimmte Materialien nicht ins Klo gehören. Säuren und Laugen, Braten- und Frittierfett, Farben und Lacke etc. verursachen eine Reihe von Problemen. Kontaminierte Toilettenbrillen und Rohrverstopfungen sind da noch das geringste Übel.
Daniel Karmann dpa/lby
Stilles Örtchen: Was unästhetisch ist, muss nicht automatisch unhygienisch sein. Ein Zusammenhang von Infektionen und öffentlichen Toiletten ist statistisch nicht belegbar, auch nicht für sexuell übertragbare Krankheiten. Dennoch sollte man besser die Finger von Toilettenbrillen und von anderen Personen an Orten wie diesem lassen.
Arne Dedert/dpa
Ungebetene Gäste: Es muss nicht wie in Bangkok eine Würgeschlange sein, die sich anschleicht, wenn sie friedlich auf dem stillen Örtchen hocken. Aber Ratten, die durch Abflussrohre krabbeln und einen in den Allerwertesten beißen, soll es auch hierzulande schon gegeben haben. Deshalb: Erst gucken, dann setzen.
THAI RATH/dpa
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Mehr als 2,5 Milliarden Menschen leben laut UN ohne eine ausreichende Sanitärversorgung. Betroffen sind vor allem die ärmere Bevölkerung auf dem Land und Bewohner von Slums und schnell wachsender Siedlungen in den Städten.
Abort, Lokus, WC
Die Nutzung des Aborts, der Latrine, des Water closet, des WC oder Lokus, wie die Toilette auch genannt wird, ist ein sehr persönlicher Akt. Das hat zum einen mit der Privatsphäre bei der der Entleerung des Rektums und der Harnblase, aber mit hygienischen Gründen zu tun.
Wir nennen Ihnen zehn Gründe, warum man sich nicht auf jeden WC-Sitz hinhocken sollte.