Werbung in ChatGPT
: So kann man sie ausschalten

Ab heute schaltet OpenAI Werbung in manchen Versionen von ChatGPT. So kann man die Anzeigen ausschalten.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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ChatGPT

So lassen sich die Werbeanzeigen in ChatGPT deaktivieren.

Hendrik Schmidt/dpa

OpenAI testet Werbung in ChatGPT. Betroffen sein können Nutzer der Tarife Free und Go. Wer ChatGPT Plus, Pro, Business, Enterprise oder Edu verwendet, bekommt dagegen keine Anzeigen angezeigt. Minderjährige sollen ebenfalls von Werbung ausgenommen sein.

Wer keine Werbung in ChatGPT sehen möchte, hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Im kostenlosen Tarif lässt sich eine werbefreie Variante mit niedrigeren Nutzungslimits aktivieren. Alternativ entfernt ein Wechsel zu einem werbefreien Bezahlabo wie Plus oder Pro die Anzeigen, ohne die zusätzlichen Einschränkungen der kostenlosen Ads-Free-Version.

Werbung kostenlos ausschalten: So geht es

Für Nutzer des Free-Tarifs bietet OpenAI eine kostenlose Ads-Free-Option an. Die Einstellung findet sich direkt in ChatGPT:

  • Einstellungen öffnen.
  • Werbeeinstellungen auswählen.
  • Die Option zum Wechsel auf die werbefreie Nutzung auswählen.
  • Nachrichtenlimits verringern wählen.
  • Die Änderung bestätigen.

Damit werden die Anzeigen entfernt. Im Gegenzug sinken allerdings die Nutzungslimits. Zudem können bestimmte Funktionen nicht mehr verfügbar sein. OpenAI nennt hier unter anderem die Bildgenerierung und Deep Research.

Die Entscheidung ist damit ein Tauschgeschäft: Wer Werbung akzeptiert, erhält im kostenlosen Tarif mehr Zugriff. Wer die Anzeigen abschaltet, muss mit weniger Nachrichten und einem eingeschränkten Funktionsumfang rechnen. Wird anschließend ein Nutzungslimit erreicht, kann ChatGPT die Möglichkeit anbieten, auf Plus oder Pro umzusteigen oder wieder zur werbefinanzierten kostenlosen Version zurückzukehren.

Plus und Pro sind grundsätzlich werbefrei

Wer die reduzierten Limits der kostenlosen Ads-Free-Version vermeiden möchte, kann stattdessen auf ChatGPT Plus oder Pro wechseln. Auch Business-, Enterprise- und Edu-Konten sind laut OpenAI werbefrei.

Beim kostenpflichtigen Go-Abo ist die Situation anders: Dort können Anzeigen erscheinen. Die kostenlose Ads-Free-Variante ist laut OpenAI ausschließlich Teil des Free-Tarifs. Go-Nutzer müssten daher entweder zunächst zum kostenlosen Tarif zurückwechseln oder auf einen bereits werbefreien Tarif wie Plus oder Pro upgraden.

Personalisierte Werbung deaktivieren reicht nicht

In den Werbeeinstellungen lässt sich auch die Personalisierung von Anzeigen abschalten. Das bedeutet allerdings nicht, dass anschließend keine Werbung mehr erscheint.

Ist die Personalisierung deaktiviert, kann ChatGPT weiterhin Anzeigen anhand des Inhalts des aktuellen Chatverlaufs auswählen. Andere Chats, der Anzeigenverlauf oder gespeicherte Themen sollen dann jedoch nicht mehr für die Auswahl genutzt werden.

Wer tatsächlich keine Werbung mehr sehen möchte, muss daher die Ads-Free-Version aktivieren oder einen werbefreien Tarif nutzen. OpenAI stellt ausdrücklich klar, dass das Abschalten personalisierter Werbung und eine werbefreie Nutzung zwei unterschiedliche Dinge sind.

Einzelne Anzeigen ausblenden

Wer Werbung grundsätzlich akzeptiert, aber eine bestimmte Anzeige nicht mehr sehen möchte, kann sie über das Drei-Punkte-Menü ausblenden. Dort stehen außerdem Funktionen zur Verfügung, um eine Anzeige zu melden, Informationen über deren Auswahl abzurufen oder ChatGPT Fragen zu einer konkreten Werbung zu stellen.

Die Werbeeinstellungen enthalten außerdem Optionen zum Löschen der für Werbung verwendeten Daten. Bis diese vollständig aus den Systemen entfernt sind, können laut OpenAI bis zu 30 Tage vergehen.

Werbung ist von den ChatGPT-Antworten getrennt

OpenAI betont, dass Werbeanzeigen keinen Einfluss auf die Antworten von ChatGPT haben. Die Anzeigensysteme seien technisch vom Chat-Modell getrennt. Werbetreibende könnten Antworten weder beeinflussen noch bewerten oder verändern. Anzeigen werden zudem als gesponserte Inhalte gekennzeichnet und getrennt von der eigentlichen ChatGPT-Antwort dargestellt.

Auch die Chatverläufe selbst werden laut OpenAI nicht an Werbetreibende weitergegeben. Diese erhalten lediglich zusammengefasste und nicht personenbezogene Daten zur Anzeigenleistung, beispielsweise die Gesamtzahl der Aufrufe oder Klicks.