Wetter in Deutschland: Karte zeigt, wo Hagel und Gewitter drohen

Heute kann es regional zu Gewittern kommen.
Jens Büttner/dpaNach Angaben des Deutschen Wetterdienstes liegt Deutschland am Rand eines umfangreichen Hochdruckgebiets mit Schwerpunkt über Nordwesteuropa. Dadurch gelangt sehr warme bis heiße Luft in weite Teile des Landes. Über Norddeutschland sorgt jedoch ein schwaches Tief in höheren Luftschichten für unbeständigeres Wetter.
Hagelgefahr im Norden und in der Mitte
Im Tagesverlauf bilden sich vor allem in der Nordhälfte zunehmend Quellwolken. Am Nachmittag sind dort einzelne Schauer und kräftige Gewitter möglich. Betroffen sind insbesondere der Norden sowie die nördlichen Teile der Mitte. Die Karte zeigte die Gewittergebiete im Laufe des Tages.
Bei den Gewittern kann innerhalb kurzer Zeit Starkregen mit Mengen um 20 Liter pro Quadratmeter fallen. Hinzu kommen örtlich kleiner Hagel und stürmische Böen mit Geschwindigkeiten um 70 Kilometer pro Stunde. Ganz vereinzelt sind auch unwetterartige Entwicklungen nicht ausgeschlossen. Dann könnten innerhalb einer Stunde rund 30 Liter Regen pro Quadratmeter niedergehen.
Da die Gewitter nur lokal auftreten, können die Wetterverhältnisse auf engem Raum stark variieren. Während es an einem Ort trocken und sonnig bleibt, kann wenige Kilometer entfernt ein kräftiges Gewitter niedergehen.
Bis zu 36 Grad entlang des Rheins
Abseits der Gewitterregionen bleibt das Wetter meist sonnig und trocken. Im Norden und Nordosten werden Höchstwerte zwischen 25 und 29 Grad erwartet. Direkt an den Küsten bleibt es mit 19 bis 24 Grad deutlich kühler.
In den übrigen Landesteilen steigen die Temperaturen auf 30 bis 36 Grad. Die höchsten Werte werden entlang des Rheins erwartet. Im Südwesten besteht gebietsweise eine starke Wärmebelastung. Der Wind weht überwiegend schwach aus nördlichen bis östlichen Richtungen.
Neue Gewitter in der Nacht
In der Nacht zum Dienstag lassen die Schauer und Gewitter im Norden nur langsam nach. Auch in der Mitte sind zunächst noch einzelne Gewitter möglich. Nach Mitternacht steigt das Gewitterrisiko dann im Süden.
Vom Ober- und Hochrhein ausgehend können sich einzelne starke Gewitter entwickeln. Später zieht gewittriger Regen in die Gebiete südlich der Donau und in Richtung Inn. Dabei sind erneut Starkregenmengen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Am Alpenrand kann in den frühen Morgenstunden zudem kräftiger Regen ohne Gewitter auftreten.
Die Temperaturen sinken auf 21 Grad in den Ballungszentren Südwestdeutschlands und bis auf 13 Grad in den süd- und ostdeutschen Mittelgebirgen.
Auch am Dienstag kräftige Gewitter möglich
Am Dienstag bleibt es im Norden und Nordosten überwiegend trocken. Dort zeigt sich bei lockerer Bewölkung häufig die Sonne. In den übrigen Regionen wechseln sich Sonne und Wolken ab.
Im Laufe des Tages entstehen besonders im Süden und über den Mittelgebirgen erneut teils kräftige Gewitter. Die Höchstwerte liegen im Norden und Nordosten zwischen 26 und 31 Grad, an den Küsten zwischen 21 und 25 Grad. Sonst werden 31 bis 35 Grad erreicht. Am heißesten wird es erneut im Südwesten.
Auch in den folgenden Tagen bleibt das Wetter sommerlich warm bis heiß und regional gewittrig. Am Mittwoch sind besonders in der Südhälfte und im Bergland kräftige Gewitter möglich. Am Donnerstag steigt das Gewitterrisiko vor allem im Süden und Nordosten. In der Nacht zum Freitag werden im Südwesten verbreitet teils kräftige Schauer und Gewitter erwartet.
