Wetterwarnung für Deutschland
: Diese Regionen sind betroffen

Der Deutsche Wetterdienst warnt heute in großen Landesteilen vor stürmischen Böen. Die Warnkarte zeigt die betroffenen Regionen.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Wolken über Berlin: Dunkle Wolken sind am Himmel hinter dem Fernsehturm zu sehen. (zu dpa: «Wind und Regen in Berlin und Brandenburg»)

In Teilen Deutschlands drohen heute stürmische Böen.

Britta Pedersen/dpa

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Montag in mehreren Teilen Deutschlands vor kräftigem Wind, an den Küsten und in höheren Lagen auch vor Sturmböen. Besonders betroffen sind der Norden und Osten des Landes. Vereinzelt sind zudem Gewitter möglich, während in anderen Regionen dichter Nebel die Sicht einschränken kann. Welche Gebiete aktuell von amtlichen Wetterwarnungen betroffen sind, zeigt die folgende Warnkarte des DWD.

Sturmböen an den Küsten und auf den Bergen

Grund für das unbeständige Wetter ist die Kaltfront eines Tiefs über Skandinavien. Sie hat am frühen Montagmorgen den Süden Deutschlands erreicht. Dahinter strömt kühlere Meeresluft nach Deutschland. Von Südwesten setzt sich zu Wochenbeginn zunehmend Hochdruckeinfluss durch.

Im Norden und Osten bleibt der Wind am Montag jedoch zunächst ein Thema. Der DWD erwartet dort zeitweise Windböen aus Nordwest mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h. In Küstennähe sowie in Verbindung mit Schauern können stürmische Böen um 65 km/h auftreten.

An exponierten Abschnitten der Ostsee sowie auf den Gipfeln von Erzgebirge und Harz sind bis zum frühen Nachmittag einzelne Sturmböen mit bis zu 80 km/h möglich. Am Morgen wurden für besonders exponierte Lagen sogar Böen um 85 km/h erwartet.

Auch im angrenzenden Binnenland kann es kräftig wehen. Im Nordosten reicht das Gebiet mit möglichen Windböen nach Angaben des DWD südwärts bis in die Uckermark. Vor allem in Schauernähe können dort Böen um 55 km/h auftreten.

Einzelne Gewitter an der Ostsee

In der Nähe der Ostsee sind am Montagmorgen zudem vereinzelte kurze Gewitter möglich. Dabei kann Graupel fallen. Begleitend sind Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 und 85 km/h nicht ausgeschlossen.

Im weiteren Tagesverlauf bleibt es in der Nordosthälfte Deutschlands häufig stark bewölkt. Dort treten Schauer und einzelne Gewitter auf. In der Südwesthälfte zeigt sich das Wetter dagegen deutlich freundlicher: Hier erwartet der DWD heitere bis sonnige Abschnitte und weitgehend trockene Bedingungen.

Die Temperaturen steigen auf 16 bis 20 Grad, im Südwesten werden 19 bis 23 Grad erreicht.

Dichter Nebel in Teilen Deutschlands

Neben dem Wind warnt der DWD am Montagmorgen in Teilen der Mitte und des Südens vor Nebel. Stellenweise kann die Sichtweite auf weniger als 150 Meter sinken.

Auch in der Nacht zum Dienstag können sich erneut dichte Nebelfelder bilden. Davon ausgenommen bleiben voraussichtlich vor allem der Osten und Nordosten. Autofahrer sollten sich örtlich auf deutlich eingeschränkte Sicht einstellen.

Wetter beruhigt sich in der Nacht

In der Nacht zum Dienstag lässt der Wind nach. An der Ostsee sind zunächst noch einzelne Windböen möglich, in höheren Lagen können weiterhin stürmische Böen auftreten. Insgesamt ist die Tendenz jedoch rückläufig.

Auch die Schauer ziehen sich zunehmend zurück. Lediglich im Bereich des Erzgebirges kann es noch etwas regnen. Sonst lockert die Bewölkung auf. Die Temperaturen sinken auf 9 bis 2 Grad, an den Küsten bleibt es milder.

So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Am Dienstag zeigt sich im Nordwesten vielerorts ein bedeckter Himmel, während es in der Mitte teils wolkig bleibt. Nach der Auflösung möglicher Nebelfelder wird es in anderen Regionen vielfach heiter. Abgesehen von letzten schwachen Schauern rund um das Erzgebirge bleibt es trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 16 Grad im Nordosten und 23 Grad im Südwesten.

In der Nacht zum Mittwoch wird es teils empfindlich kühl. Bei längerem Aufklaren können die Temperaturen im Südosten bis auf 0 Grad sinken. Lokal ist dort Luftfrost nicht ausgeschlossen, Frost in Bodennähe ist gebietsweise wahrscheinlich.

Am Mittwoch bleibt es in weiten Teilen Deutschlands zunächst trocken und nach Auflösung von Nebel oder Hochnebel häufig freundlich. Im Nordwesten ziehen jedoch zunehmend Wolken auf. Am späten Nachmittag setzt im Umfeld der Nordsee schauerartiger Regen ein.

Am Donnerstag breitet sich schließlich von Nordwesten neuer Regen in Richtung Südosten aus. Örtlich sind erneut Gewitter möglich. Im Nordosten und Südwesten fällt voraussichtlich weniger Regen, zeitweise kann sich dort auch die Sonne zeigen.