Wo ist Prinzessin Astrid?: Royal-Fans vermissen Haralds Schwester

Prinzessin Astrid bei einem Galadinner im Königspalast in Oslo 2025 im Rahmen des Staatsbesuchs des französischen Präsidenten in Norwegen.
IMAGO/ABACAPRESSDer Tod von König Harald V. hat die norwegische Königsfamilie in tiefe Trauer gestürzt. Seit Freitag waren zahlreiche Angehörige bei Gedenkveranstaltungen und Zeremonien zu sehen. Am Montag begleitete die Familie den Sarg des verstorbenen Monarchen bei der feierlichen Überführung durch das Königliche Schloss in die Schlosskapelle.
Doch gerade eine enge Angehörige Haralds war auf den bislang veröffentlichten Bildern und bei den öffentlich übertragenen Trauerterminen nicht zu sehen: seine Schwester Prinzessin Astrid. Unter norwegischen Royal-Fans sorgt ihre Abwesenheit deshalb für Fragen.
Astrid besuchte Harald noch im Krankenhaus
Dabei hatte die 94-Jährige ihren jüngeren Bruder offenbar noch kurz vor dessen Tod gesehen. Norwegischen Medienberichten zufolge besuchte Prinzessin Astrid Harald in der vergangenen Woche im Rikshospitalet. Zu diesem Zeitpunkt war der König bereits schwer erkrankt.
Warum Astrid bei den bisherigen Trauerfeierlichkeiten nicht öffentlich in Erscheinung getreten ist, wurde bislang nicht offiziell erklärt. Auch darüber, ob sie an einzelnen Momenten im privaten Kreis teilgenommen hat, ist nichts bekannt.
Ihre Abwesenheit fällt auch deshalb auf, weil Astrid ihrem Bruder und dem norwegischen Königshaus über Jahrzehnte eng verbunden war und bis ins hohe Alter repräsentative Aufgaben übernahm.
Prinzessin Astrid war in diesem Jahr mehrfach im Krankenhaus
Allerdings hatte die Prinzessin selbst in den vergangenen Monaten mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im Frühjahr musste sie wegen einer Lungenentzündung im Rikshospitalet behandelt werden. Anfang Mai kehrte sie bei einer Veranstaltung noch einmal zu einem offiziellen Termin zurück.
Nur wenige Tage später folgte die nächste Krankenhauseinweisung: Am 15. Mai teilte das Königshaus mit, dass Astrid aufgrund von Herzversagen im Rikshospitalet behandelt werde. Ihr wurde vorübergehend ein Herzschrittmacher eingesetzt. In einer späteren Mitteilung hieß es lediglich, die Prinzessin werde weiterhin von medizinischem Personal und weiteren Helfern betreut. Genauere Angaben über ihren derzeitigen Gesundheitszustand gibt es nicht.
Ob ihre gesundheitliche Situation etwas mit ihrem bisherigen Fehlen bei den Trauerfeierlichkeiten zu tun hat, ist allerdings nicht bekannt.
Jahrzehntelang eine wichtige Stütze des Königshauses
Prinzessin Astrid nimmt in der Geschichte der norwegischen Monarchie eine besondere Stellung ein. Nach dem Tod ihrer Mutter Kronprinzessin Märtha im Jahr 1954 übernahm sie mit gerade einmal 22 Jahren die Rolle der First Lady Norwegens. Diese Aufgabe erfüllte sie bis 1968, als die spätere Königin Sonja an die Seite des damaligen Kronprinzen Harald trat. Auch danach repräsentierte Astrid die Königsfamilie bei zahlreichen Terminen im In- und Ausland.
Harald und Astrid verband zudem eine gemeinsame Kindheit, die von Krieg und Flucht geprägt war. Zusammen mit ihrer älteren Schwester Ragnhild wuchs Harald zunächst auf Skaugum auf. Während des Zweiten Weltkriegs flohen die Geschwister mit ihrer Mutter zunächst nach Schweden und später in die USA.
Umso mehr richtet sich nun der Blick auf die 94-Jährige. Ob Prinzessin Astrid bei weiteren Trauerveranstaltungen oder spätestens bei der Beisetzung ihres Bruders am 9. September öffentlich zu sehen sein wird, ist derzeit offen.


