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: Schindeln treffen auf Beton: Das Haus am Wald

Eine mutig interpretierte Version alter Bauernhäuser ist das neue Domizil einer Familie im Schwarzwald. Auch die Tiere aus dem angrenzenden Wald haben sich mit dem Gebäude angefreundet.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
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  • Wo fängt das Dach an, wo beginnt die Fassade? Die ausgezeichnete Neuinterpretation des traditionellen Schwarzwaldhauses beeindruckt durch eine spannungsreiche Formensprache.

    Rupert Steiner
  • Über drei separate Wohneinheiten verfügt das in Freiburg gelegene Passivhaus mit seinen 410 Quadratmetern Nutzfläche.

    Rupert Steiner
  • Rückansicht des Hauses: Schindeln wie in einem Schwarzwaldhaus wurden verwendet, aber auf das traditionelle Strohdach verzichtete man. Der Architekt Johannes Kraus, ein Cousin der Bauherrin, entschied sich für eine Metallumantelung.

    Rupert Steiner
  • Der Architekt Johannes Kraus ließ sich von den alten Schwarzwaldhäusern inspirieren wie dem Vogtsbauernhof von 1612 in Gutach.

    Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof/Hans-Jörg Haas
  • Schwarzwaldhäuser wie der Hippenseppenhof von 1599 zeichnen sich aus durch an den Seiten weit herabgezogene Walm- oder Krüppelwalmdächer.

    Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof/Hans-Jörg Haas
  • Auch bei dem Haus gehen Fassade und Dach ineinander über. Seitenansicht des an einem steilen Hang gelegenen Hauses. Es sind einige Treppen zu erklimmen, ist allerdings schon alles für einen Aufzug im Haus vorbereitet.

    Rupert Steiner
  • Großzügigkeit entsteht durch fließend ineinander übergehende Räume und auch dadurch, dass die Deckenhöhe 6,5 Meter beträgt. Architekt Johannes Kraus: „Hier können auch Hauskonzerte stattfinden, daher wirkt das Wohnzimmer ein bisschen bühnenartig mit verschiedenen Positionen, Treppen, einer Galerie wie ein Vogelnest.“ Die Bauherrin Stella Jäckle ist Musikerin.

    Rupert Steiner
  • Oben sind die Schlaf-und Kinderzimmer untergebracht und von einer kleinen Empore dazwischen blickt man hinunter auf den Wohnraum mit Balkon.

    Rupert Steiner
  • Praktisch geschnitten führt vom Flur eine Tür in einen Durchgangsraum, wo Vorräte untergebracht werden können. Von dort geht’s weiter in die Küche mit den schlichten Einbaumöbeln vom Schreiner. Und von hier aus tritt man direkt in den Garten, der bis an den Wald angrenzt. So können die Bauherren auch ohne Treppen in den Wohntrakt gelangen.

    Rupert Steiner
  • Schindeln gibt es auch im innen liegenden Teil des Treppenhauses, die Treppe ist aus Stahlbeton, hier kann man auch mit dem Fassadenmaterial auf Tuchfühlung gehen. Die Holzschindeln wurden nach traditioneller Handwerkskunst gespalten, nicht industriell gesägt – „das ergibt ein lebendiges Bild“, sagt der Architekt Johannes Kraus.

    Rupert Steiner
  • Das Dachstudio mit Badezimmer und offener Wohnküche punktet mit einer Terrasse und dem herrlichen Blick auf den Schwarzwald. „Das Studio sitzt fast in den Baumkronen“, sagt der Architekt, „wir haben es wie ein Baumhaus aufgefasst“.

    Rupert Steiner
  • Das Haus ist in einen steilen Hang hineingebaut und schmiegt sich gut in die Landschaft. Von der Straße aus sieht man aber auch schon, dass dies ein architektonisch besonderes Gebäude ist.

    NG
  • Die Bauherren Stella und Joachim Jäckle sagen über ihr Haus: „Entweder man liebt es oder man hasst es. Die moderne Architektur des Hauses wird von den vorbeigehenden Menschen oft hörbar kommentiert: ,,Traumhaus’ . . . oder: ,wie kann man nur?’. Dazwischen gibt es nichts.“

    Privat
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